Erst einmal Hallo und ein frohes neues Jahr an alle.
Nachdem ich nun schon eine ganze Weile hier still mitlese und auch das ein oder andere Youtube-Video geschaut habe, möchte ich die momentan etwas ruhigere Zeit nutzen, mich mit der konkreten Planung unserer Stromversorgung zu beschäftigen.
Ausgang der ganzen Planung ist der Neubau eines EFH mit Loxone Smart-Home.
Die Eckdaten der zur Verfügung stehenden Dachfläche:
Dachform: Satteldach
Ausrichtung: 33° Azimuth (Hauptfläche)
Dachneigung: 35°
Dachfläche: 10x5,7 m
Verschattung: Bestand alter Eichen nord-östlich des Hauses + große Douglasie süd-westlich
Inspiriert durch das Forum und einige Videos wäre ein ESS dreiphasig auf Victron-Basis mit DIY-Akku ca. 14,4kWh angedacht.
Das ESS-Handbuch von Victron habe ich mir schon angeschaut und auch die darin aufgeführten Installationsmodelle. Was ich da allerdings noch nicht so ganz abschätzen kann, sind die Vor- und Nachteile der vorgeschlagenen Lösungen bzw. gibt es da ja auch noch Mischformen.
Meine grundsätzlichen Gedanken sind, dass ich den auf dem Dach erzeugten Strom zuerst bestmöglich selbst nutzen möchte mit Direktverbrauch und Ladung des Akkus. Da bei der genannten Dachausrichtung wahrscheinlich mit einem deutlichen Überschuss im Sommer zu rechnen ist, soll alles was nicht mehr selbst genutzt werden kann, auch eingespeist werden.
Weiter hätte ich gerne eine Notstromversorgung, die zumindest die üblichen Stromausfälle abdeckt. Leider kann ich aktuell den Eigenbedarf des Hauses nicht wirklich abschätzen. Wir werden mit Wärmepumpe heizen, wobei es sich um ein Niedrigenergiehaus nach KfW40EE Standard handelt. Ein größerer Dauerverbraucher wird der Netzwerkschrank sein mit Heimserver bzw. mehreren kleinen Nodes, PoE-Switch, Router usw.
Ein E-Auto ist aktuell nicht vorhanden, entsprechende Leitungen für Wallboxen werden aber vorgerüstet.
Bevor nun alle aufhören zu lesen, weil ein Roman daraus geworden ist, meine ersten Fragen zur Art und Weise des Wechselrichters:
Auf Grund der ungünstigen Verschattungssituation mit - durch die Douglasie - wanderndem Schatten, hatte ich an das SolarEdge System gedacht. Dieses würde ich von Netzseite aus gesehen hinter die MP2 hängen, sodass das Haus zuerst AC-seitig versorgt wird und lediglich der Überschuss durch die MP2 fliest (Akku laden und Einspeisung).
SolarEdge hätte auch den Vorteil, dass ich ggf. auf die nord-östliche Seite noch ein paar Module packen könnte, um die Morgensonne einzufangen (ob sich das lohnt, steht auf einem anderen Blatt).
Was ich noch nicht so ganz verstanden habe, welche Nachteile die Konstellation hätte. Mir ist lediglich die deutlich verlustbehaftete doppelte Umwandlung für die Akkuladung eingefallen. Habe ich hier noch etwas übersehen?
Alternativ wäre der Einsatz von MPPT-Reglern eine Option. Damit wäre die Ladung des Akkus mit geringem Verlust, jedoch müssten die MP2s dann das komplette Hausnetz+Einspeisung umwandeln, richtig? Dann würde auch ein deutlich größerer Akku Sinn machen, oder? Wenn einer der MP2 ausfällt, wäre diese Phase im Haus dann komplett tot?
Grüße Torben