nachdem ich vor einiger Zeit schon einmal erste Ideen zu meinem komplexen Dach gesammelt habe (damals noch mit dem Gedanken an viele Mikrowechselrichter), bin ich nun in der Detailplanung ein riesiges Stück weiter. Ich habe das Dach aufgemessen und eine Belegung ausgearbeitet:
(Die Neigungsunterschiede zwischen Gaube und Knick sind etwa 5°).
Welche Module? Jinko und keine JA Solar Module?
Prinzipiell ist mir der Hersteller eigentlich egal, aber wegen der geplanten Stringlänge von 19 Modulen auf dem Hauptdach muss ich laut Gemini extrem auf die Leerlaufspannung im Winter achten. Hier wurden mir z.B. Jinko Tiger Neo vorgeschlagen (Voc 36,2V), mit denen ich auch im Winter unter der max. Spannung des Deye von 800 V (ca. 750V bei -10°C) bleiben würde. Mit Ja Modulen würde ich diese Grenze im Winter wohl reißen. Das wäre ein No go? Die Jinko Module finde ich leider nur etwas teurer, aber wenn die Anlage dann so einfach bleibt wäre das auch okay.
Alternativ könnte ich auch am Giebel der Südfassade, die ohnehin neu verputzt wird, 2 Module montieren und mit weiterem Mikro-WR arbeiten. Dann müsste/könnte ich 2 Module vom Dach (1 pro Seite) nehmen, vermutlich auf der kleinen Seite neben der Gaube, dann wäre damit auch die Spannung niedriger und ich wäre bei Modulen nicht eingeschränkt. Tendenziell glaube ich aber nicht dass sich der Aufwand für etwas besseren Winterertrag lohnt.
Meine Fragen an euch:
Passt mein grundsätzlicher Plan und Stringaufteilung so?
Die max. Sapnnung am WR ist wirklich KO kriterium und ich muss das mit der Temperaturabhängigkeit beachten? Also wären die JA Module in diesem Fall nicht möglich?
Ist der Aufwand für 2 Fassadenmodule eurer Meinung nach sinnvoll?
Bezüglich Schatten die die Gaube auf die kleine Fläche danaben wirft (nur selten) muss ich mir mit dem Schattenmanagement des Deye keine Gedanken machen, richtig?
Zum Thema Schatten, wenn ein Modul im String stärker verschattet wird, dann leidet die Leistung des gesamten Strings, es sei denn es gibt ein Schattenmanagement. Optimierer an die von Verschattung betroffenen Module? Oder per µWR ins System einbinden?
Dein Dach ist vollständig Ost-West symmetrisch.
Du könntest auch überlegen, die jeweils gleiche Strings der Ost- bzw. Westseite parallelzu schalten.
Also die 15 Panele auf der Ostseite des Haupt-Daches bilden einen String, die 15 Panele der Wastseite daes Haupt-Daches bilden einen String. Dies beiden Strings werden parallel geschaltet und belegen dann einen MPPT-Eingang am Wechselrichter.Die Parallelschaltung würde ich, auch wenn das hier im Forum kontrovers diskutiert wird, per Diode ausführen.
Gleiches Verfahren für die anderen Panele.
Ich würde sogar den Voc bei -15 oder -20Grad heranziehen, auch wenn das nur 1-2 Mal in 10 Jahren vorkommt. Überspannung kann Schäden am WR produzieren, das mögen die gar nicht.
Schau dir auch mal Longi-SR5 Module an, da gibt es auch welche mit eher geringem Voc und die sind m.W. nicht zu teuer.
Hatte ich auch überlegt, aber die Wechselrichter haben ja auch ein Schattenmanagment und überbrücken die Teile der Module dann einfach per Bypass Diode, so zumindest mein Verständnis
Die ursprüngliche Skizze ist von einem Solateur, ich habe es noch etwas bearbeitet. Die Gaube wird sich noch leicht ändern (Dach wird saniert), habe es grob ausgemessen und sie wird etwa 5,4 m breit und 4,6m hoch. Sollte also passen
Die Gauben werden bei der angezeigten Belegung rechts und links Verschattung bringen.
Meine Empfehlung dazu: Die Strings kürzer machen und möglichst verschattungsfrei halten.
Die anderen Module, die mehr Verschattung erhalten, mit Mikro-WR einbinden.
Der große String WR kann die Energie aus dem Mikro-WR auch in die Batterie einspeichern sofern in der dunklen Jahreszeit genug Licht da ist, du verlierst also nix.
Weiterhin bist du freier in der Wahl der Module, da die Stringlänge dich nicht mehr begrenzt.
Auch die Kosten sind überschaubar, wenn du zwei oder drei Mikro WR mit 2kW Leistung um die 200€ pro Stück zusätzlich verbaust. Bei drei Mikro-WR (einer pro Phase ca. 600-700€) hast du auch keine Schieflast.
Mit einer solchen Aufteilung kannst du den String-WR auch kleiner dimensionieren zb. Deye 15kW. Was dir um 500-600€ einspart und so die Mehrkosten für die Mikro-WR wieder auffängt.
Ein weiterer Vorteil ist, wenn der String-WR mal aus ist, produzieren die Mikro-WR weiter und versorgen das Haus, je nach Tageszeit.
Ich habe selber auch eine solche Kombi aus String-WR und Mikro-WR mit unterschiedlichen Verschattungen und bin sehr zufrieden damit.
Wie die Wechselrichter das intern verschalten ist ja nicht wirklich bekannt. Aus den wenigen Schaltungen, die man findet, ist für mich nicht erkennbar, ob das reale Schaltungen sind oder nur Prinzipschaltpläne um die Funktion zu verdeutlichen.
Hatte ich auch schon drüber nachgedacht, aber einige Solarteure haben auch gesagt dass es in eine String ohne Optimierer funktionieren sollte durch Schattenmanagement vom WR.
Wäre in der Umsetzung natürlich so auch am angenehmsten.
Wie hast du es mit Mikro-WR gelöst? Wo befinden sich die WR? Auf dem Dach oder Solarkabel bis in den Keller zum Rest? Dann sind das natürlich vier Kabel…