ich überlege, einen PV-Heizstab anzuschaffen, an den man direkt die PV-Module anschließen kann, weil ich schon ein angemeldetes Balkonkraftwerk habe und man die og Heizstab-Lösung als Insellösung nicht anmelden muss. Welche Erfahrungen habt Ihr damit gesammelt:
1.Gibt es etwas zur Vermeidung von Korrosion zu beachten?
2. Wie stark ist die Verkalkung?
3. Ist der Betrieb aus Eurer Sicht wirtschaftlich?
4. Wieviele Module wären sinnvoll, um einen 200l Trinkwasserspeicher aufzuheizen?
5. Können nur identische Solarmodule für den Betrieb verwendet werden?
6. Gibt es noch andere DC - Heizstäbe außer Fothermo und Elwa?
Du kannst jeden Heizstab zum DC-heizen nehmen, wenn du unter 100V bleibst. Ich hab mir das um 25€ selbst gebaut. 120l 400W März bis November ohne Kaufstrom mit 1 Person. Zu zweit 600W-Panel oder 2x400W oder was es grad auf kleinanzeigen geschenkt gibt. Oder kaufst dir einen 48V Heizstab für Batteriebetrieb
Ach so, ok, aber DIY ist in dem Bereich (zumal bei meinem handwerklichen “Geschick”) leider keine Lösung für mich. Ich bin der klassische Plug & Play - Kunde, sonst würde ich versuchen eine Inselanlage für den Betrieb einer BWWP (oder vielleicht sogar des E-Autos) zu bauen.
Ich hatte von 07/2024 bis Mai/2026 einen ELWA DC im Warmwasserspeicher mit 400L (Mietshaus).
Wir haben hier Frischwasser mit Härtegrad 1 und da habe ich mich getraut, den auf 70°C zu stellen. Empfehlung seitens myPV ist 60°C, aber da war der ELWA häufig OFF, weil die Temperatur erreicht war.
Beim Ausbau habe ich natürlich die Kalkablagerungen geprüft, aber da waren so gut wie keine zu sehen. Einzig die Opferanode hat den Heizstab kräftig benetzt und das Zeug habe ich auch kaum abbekommen.
Mit 6 * 430W-Panels habe ich bei voller Sonne in den Sommermonaten (April-September) den Speicher bis auf 64Grad aufheizen können - ohne zus. Gas.
ELWA DC und Fothermo sind mir auch als einzig bekannte Unternehmen.
Es geht nicht um Wirtschaftlichkeit, sondern darum Gas einzusparen und die Abhängigkeit von dritten zu minimieren.
Nach dem Ausbau habe ich noch eine Flanschplatte mit Dichtung übrig (Edelstahl 180mm Muffe DN 40 (1 1/2'') sowie 8 Schraube). Gibt es bei Kleinanzeigen, wer Interesse daran hat.
Das ist sicher möglich, nur der Wirkungsgrad wird nicht gut sein, da die Module dann nicht im optimalen Arbeitspunkt laufen.
Das wird mit passender "Elektronik" erreicht, die dazwischen geschaltet wird.
Sowas ist frei erhaltlich, ich merke mir Bezeichnungen nicht, das macht mein kleiner Kopf nicht mit.
Ein polnisches Produkt erfüllte genau die Anforderungen.
Die Temperatur sei wegen der Ausflockung von Kalk eher unter 60°C zu halten. Um das Wasser selbst zu erwärmen, wird die Heizpatrone deutlich wärmer.
Das Konzept ist "nicht optimal"
Eigentlich wäre ein Puffer mit internem Wärmeübertrager für Trinkwasser hygienisch und gut gegen Verkalkung. Das Pufferwasser wird dann mit Heizpatrone erwärmt, das ist dann ohne Sauerstoff und ohne Kalk.
Das Volumen vom WT ist zu gering, als das Legionellen sich dort konzentrieren/vermehren können.
Damit entfällt auch das regelmäßige sterilisieren.
Für die Verkalkung bzw. Erfahrungen damit wäre Eure Wasserhärte interessant. Rentabilität ist natürlich schwierig ... Sicherlich nicht so hoch wie bei einem BKW. Wie hoch ist denn der aktuelle Energieverbrauch fürs WW-Bereiten und die Kosten pro kWh? Bei einem 30 jährigen Ölheizungs-Dino sieht es außerhalb der Heizperiode sicherlich anders aus als bei einer Brennwert-Gastherme.
Hi, die Wasserhärte beträgt etwa 20 °dH und wird als hart klassifiziert. Und ja, es ist ein 30 jähriger Ölheizungsdino von Viessmann (mit neuer Steuerung und neuem Brenner). Der WW - Speicher ist ein Viessmann Verticell HG 200 Liter aus Edelstahl. Der wurde in den letzten 15 Jahren nicht gewartet (wurde uns vom Installateur auch nie vorgeschlagen). Wir sind 4 Personen und erwärmen momentan nur früh morgens (vor der Arbeit) und spät abends (nach dem Sport) das Wasser. Die Kinder werden spätestens in 5 Jahren flügge sein. Dann sind wir zu zweit.
Ohne Zahlen läßt es sich natürlich schwierig rechnen, aber nehmen wir mit dem Dino vielleicht mal einfach 10 kWh und 12 ct/kWh an und daß man an 240 Tagen das WW dann solar bereiten könnte, dann wären das 288 Euro Einsparung. Hatte die Heizstäbe mit Insel-PV-Elektronik teurer im Kopf als die rund 500 Euro, die man wohl für so einen ELWA PV Heizstab zahlt und würde von daher sagen, lohnt sich, wenn die Ölheizung nicht in zwei Jahren durch ne WP ersetzt werden soll. Ne ordentliche Packung Extradämmung wird dem Speicher sicherlich auch gut tun in der Zeit wo man mit Öl erwärmen muß. Bei 20 °dH wird man sicherlich mit ner gewissen Verkalkung rechnen müssen, aber sollte ja auch nicht so das Problem sein, ihn alle paare Jahre mal zu entkalken. Bei unserem 120 Liter Brötje hat mich auch nie ein Monteur bei der Wartung der Gastherme auf den Speicher angesprochen ... Wasser ist bei uns ziemlich weich hier in Bremen so mit etwa 7 Grad. Opferanode hab ich auch selber geprüft. Sah nach 15 Jahren nicht wirklich lecker aus, als ich ihn rausgeworfen hatte und durch ne BWWP ersetzt habe.
Ja, leider hast Du recht, da tut (meine) Dummheit dann doch (finanziell) weh . Noch habe ich keinen Speicher (wegen notwendiger Beteiligung des VNB, der sich nicht rührt, ab wann er VDE 4105:2026 umsetzen will).
Hab nach Speicher gefragt, weil du bei ausreichend großem gleich mim 48V Heizstab arbeiten kannst. Der braucht dann aber auch genug Panels dass der sich füllt plus Heizstab
Der beheizt dann aber nur das obere Ende vom Speicher. Kannst derweil einfach schon an eins deiner Panels mit Y-Stecker anschließen parallel zum Wechselrichter. Wenn der Nulleinspeisung kann, teilt sich die Leistung immer halbwegs optimal auf. Im Haus legst dir billiges Lautsprecherkabel 2x6, Lüsterklemme dran läuft. Wo Sonne und nass drankommen können nimmst dir PV-Kabel, Lüsterklemme an das Lautsprecherkabel
Kannst bzw. darfst du da überhaupt einen Heizstab einsetzen? (> Korrosion Heizstab?)
Wie sieht der Rest der Heizung aus? (Pufferspeicher vorhanden?)
Wenn du die Möglichkeit hast Heizstäbe zu montieren, würde ich an deiner Stelle den Sol-Thor von my-PV anschauen. Mit 2 identischen Strings kriegst du da wenigstens eine brauchbare Modulleistung zusammen und kannst die Heizstäbe später auch anders nutzen und den Sol-Thor wieder verkaufen.
Das Teil hat 2 Ausgänge die abwechselnd betrieben werden. Kannst du einen Heizstab im Boiler und einen im Puffer nutzen, oder einen oben und einen unten.
Wirtschaftlichkeit würde ich mal außen vor lassen. Ölpreise sind eine Wundertüte und weniger Betriebsstunden des Brenners im Sommer schaden dem alten Teil definitiv auch nicht. Ordentliche Heizstäbe kannst du auch in Pufferspeicher oder Hygienespeicher der neuen Heizung übernehmen. Und wenn du den Sol-Thor verwendest kannst du den auch wieder verkaufen sobald eine ordentliche PV installiert wird. Die Heizstäbe lassen sich dann direkt per AC oder mittels AC-Thor auch mit der neuen PV weiterbetreiben.
Abgesehen davon ist imho in jedem Puffer/Boiler ein Heizstab Pflicht. Das sind jeweils ~200€ für einen Heizstab die dich mit einer defekten Heizung übers Wochende bzw. über die Feiertage retten können. Notdienst ist ja mittlerweile unbezahlbar und überlastet.
Es gibt noch eine low cost Lösung. Man nimmt eine Kaffeeautomaten-Wasserheizung mit 1/4 Zoll Anschluss, 3000W, in die zirkulation wenn die immer läuft. Sowas hier:
Ausgangsspannung auf 95V einstellen, Eingangsspannung auf ca 90% der MPP-Spannung des/der Panels. Das liefert ca. 500W und die Wärme wandert in den WW-Speicher. Dürfte 2-5kWh Wärme bringen am Tag, je nachdem wie viel panels dranhängen und wie deren Ausrichtung ist
Sparfuchs spezial besorgt sich noch einen 24V 15A buck (10€) und eine 24V WW-Zirkulationspumpe. Sowas hier, läuft dann nur bei Licht. Nachts wenn von PV nicht zugeheizt wird keine Zirkulationsverluste.
Danke, denke das baut mir kein Elektriker der Welt ein , aber für Tüftler bestimmt eine klasse Lösung (mir dagegen ist schon gar nicht klar, wo ich hier die Solarmodule anschließen würde…). Vielen Dank für die Mühe!