Hi Leute, ich habe von Solakon ein BKW mit 2kWp und 4kW Akku bestellt. Ich plane jedoch eine Erweiterung auf 3,8kWp bei den Solar Panels.
Mit der Erweiterung komme ich ja schon aus der Regelung für ein BKW und muss es als normale PV Anlage anmelden, wenn ich hier auf einem aktuellen Stand bin.
Ich habe mir letztes Jahr einen neuen Zählerschrank installieren lassen. Da habe ich einen freien Sicherungsautomaten, an den ich das anschließen kann. Da ich selbst gelernter Elektriker bin kann ich den Anschluss auch selbst fachgerecht durchführen. Aber ich brauche einen eingetragenen Elektriker, der das ganze abnimmt.
Bin ich so weit auf dem richtigen Weg oder liege ich irgendwo falsch? Was brauche ich sonst noch? Was muss ich beachten?
Wenn Du bei max 800 Watt Einspeiseleistung bleibst, kannst Du es auch selber als "Kleinerzeugungsanlage" mit Formular F1.2 anmelden (zumindest wenn der NB auf dem aktuellen Stand ist). Bedingung ist dann nur der Festanschluß.
suche dir zunächst einen zugelassenen Elektriker, der dir die Anlage abnimmt und anmeldet. Spreche mit ihm ab, was zu tun ist -- er sollte bereits PV Erfahrung haben.
Bei mir waren (Streit) punkte:
Austausch der Hauptsicherung 63A gegen 50A, war ok
Überspannungschutz (Dehnguard) in der Verteilung einbauen, war ok
Potentialausgleich, Erdung: er hat bestanden auf 16mm2 starres Kabel bis zum WR und von da 16mm2 flexibel an die Module, habe ich machen müssen
Dicke der Zuleitung zum WR: laut orig. Deye Handbuch für einen 12KW Deye war 4mm2 dick genug, später hat Deye auf 6mm2 geändert. Hatte also 4mm2 eingezogen. Ich habe mich dagegen gewehrt die Kabel neu zu ziehen, wir haben uns dann auf 25A LS für 4mm2 geeinigt, anstatt 32A,
wenn du die Einträge zur Anmeldung selber machst, gehen zunächst zur webseite des Netzbetreibers. Bei Westnetzt gabs dann einen Link zum Markstammregister mit Datenübernahme. Ich hatte erst Markstamm gemacht, da gabs ein ziemliches Durcheinander.
pass auf mit Module/WR und Batterie, werden soviel ich mich erinnere einzeln im Markstamm aufgeführt.
Fehlerkorrektur ist nach Freigabe des Anmeldeantrages nur per email möglich, also aufpassen was du da eingträgst
nochwas, bei mir fehlt das APC Feld im Schaltschrank, da wir vor Jahren die Verteilung haben erneuern lassen und der damalige Elektriker einen zu kleinen Schaltschrank eingebaut hat. Der PV Elektriker sah das nicht so eng, würde sowieso alles wieder geändert werden ... Glück gehabt
16² bis zu den Modulen? Wenigstens durchgeschleift oder jedes Modul separat?
Meine Module sollen nicht auf das Dach (jedenfalls noch nicht). 4 Module sollen an die Hauswand (Südausrichtung) und 4 Module (vorerst) auf das Garagendach bzw Gartenhütte.
Und ich nehme an, für eine Kleinerzeugerandlage brauche ich auch einen Elektriker, der alles abnimmt?
Nein! Zumindest nicht so vorgesehen. Ist aber noch recht neu und hier auch kontrovers diskutiert. "Der Kanal" hat sich auf YT da auch recht umfassend mit beschäftigt. Bist halt auf die 800 Watt ins Hausnetz beschränkt.
BKW müssen m.W. überhaupt nicht zwingend geerdet werden. Wenn es mehr als 6 Module sind, macht es aber natürlich Sinn. 16mm2 ist m.W. auch Humbug, mind. 6mm2 sind vorgeschrieben, viele nehmen 10. Aber mit 16 bist Du natürlich auf der sicheren Seite. Ist ja eigentlich nur für den Fall, dass eine PV-Leitung Kontakt zum Alurahmen bekommt (z.B. durchscheuert) und das Gestell dann unter Spannung steht. Da ein String aber selten mehr als max. 10A bringt, reichen also 6mm2 allemal. Bei einem direkten Blitzeinschlag hilft das ohnehin nicht viel, da holst Du dir den Blitz (Überspannung) nur ins Haus. Und wenn Du dann zwischen der Plus- und Minusleitung (und/oder Erdung) eine große induktive Schleife hast, haut dir auch ein entfernter Blitzeinschlag eine hohe Induktionsspannung in die Anlage. Das soll der ÜSS im GAK eigentlich regeln, kommt aber auf die Leistung und Spannung an.
Habe gerade dieses Video gesehen. In dem wird der aktuelle Sachverhalt nochmal erklärt. Demnach brauche ich keinen Elektriker, auch wenn ich mehr PV Leistung anschließe, so lange der Wechselrichter nicht mehr als 800VA einspeist. Ich muss nur das bereits erwähnte Formular F1.2 (Danke an der Stelle) ausfüllen und kann sogar eine Einspeisevergütung bekommen.
das Problem ist/war, man findet nicht so leicht einen Elektriker nur für die Anmeldung. Also ist man auf den einen, den man gefunden hat angewiesen. Und wenn der nun 16mm2 haben will, dann bleibt dir nix anderes übrig, als es zu machen.
Und ja, er sprach von Blitzschlag / Erdung etc. .... sehe ich auch so, wenn der Blitz einschlägt, fliegen mir sowieso die Leitungen aus den Wänden....
Ausserdem gelten für die neue VDE4105 wohl noch Übergangsfristen von einem Jahr. Also wenn der Versorger will, dann kann er noch ein Jahr lang die alte Regelung anwenden. Wenn ich @willi90 da richtig verstanden habe.
Jetzt nochmal zusammengefasst: so lange ich nicht mehr als 800VA einspeise und weniger als 7kWp Modulleistung habe, brauche ich keinen Elektriker, kann aber trotzdem eine Einspeisevergütung beantragen. Ich kann theoretisch sogar bei dem Anschluss an eine Schuko Steckdose bleiben.
Hat meiner nicht verlangt, ich durfte bei 3x 63A NH-Sicherung bleiben.
Das hätte mein damaliger Elektriker nicht durchgehen lassen, ein Überspannungsschutz im Nachzählerbereich (AAR= anlagenseitiger Anschlussraum) ist für ihn nicht OK, obwohl das in meiner Nachbarschaft durchaus viele PV-Betreiber so haben. Er hat auf einen Überspannungs-Kombiableiter im plombierten Vorzählerbereich (NAR = netzseitiger Anschlussraum) bestanden.
Meinem war es egal, ob da H07V-U (starr) oder H07V-K (Litze) oder NYM-J 1x16 oder NYY-J 1x16 liegt, Hauptsache 16 mm⁶.
Bei 2 m Kabellänge vom Sicherungsautomaten bis zum WR bin ich da immer großzügig, ich habe bei einem mit 3xB20 abgesicherten 10 kW-WR 6mm² verlegt.
Da gibt's inzwischen zum Glück ein paar, die sich auf DIY-PV spezialisiert haben. Falls jemand einen braucht (und damit leben kann, dass der auf einen Kombiableiter im Vorzählerbereich bestehen wird, s.o.), darf er mir gerne eine PN schreiben
63A im NAR lassen die meisten VBN m.W. nicht mehr zu, max. 50A, viele auch nur 40A. Wenn der ZS kompl. mit 16mm2 verkabelt ist, dann auch 63, aber eher 50, wenn nur 10mm2 verbaut ist, nur noch 40A. Muß man nicht verstehen - der Strom ist heute einfach aggressiver geworden
ÜSS/SPD gehört m.W. in den NAR, die wollen hauptsächlich ihr Leitungsnetz abgesichert wissen. I.d.R. wird die ÜS ja spätestens im WR vernichtet, aber das interessiert die nicht.
Die Erdung der PV hat bei uns niemand interessiert, außer einem Eli, der sich das mal angesehen hatte. Der wollte gleich den ganzen Pot.ausgleich und den Hauserder neu machen. Da gibt es Riesen-Unterschiede!