PV Anlage Planung und Umsetzung Neubau KFW40

Hallo zusammen, ich plane für unserem Neubau (181 m² Wohnfläche Kfw 40 Standard) eine PV-Anlage. Eine Luftwasser-Wärmepumpe kommt in Kombination mit einem wasserführenden Kamin.

Ein E-Auto wird vermutlich irgendwann mal folgen.

Geplant sind auf dem Hauptdach (Südausrichtung 45°) 2 Strings, einmal 14 Module A490 Watt Aiko Solar und einmal 15 Module mit ebenfalls 490 Watt. Somit etwa 14,2 kwp.

Auf dem Carport werden 20 Module flach liegend montiert. (9,8kwp) 4 Strings a 5 Module.

Darüber hinaus ist eventuell auf dem Garagendach noch eine kleine aufgeständerte PV-Anlage in Richtung Osten von 3 bis 5 kWp geplant.

Somit werden wir knapp unter 30 kwp an PV realisieren können.

Da ich in kleinere PV Projekte (Wohnmobil/Waldhütte) schon umgesetzt habe, möchte ich die DC Verkabelung selber vornehmen.

Ich hätte gerne Anregungen oder Verbesserungsvorschläge für die Umsetzung :slight_smile:

AC-seitig wird es ein Elektriker verkabeln.

Umgesetzt werden soll dies mit 3 Victron MultiPlus II Wechselrichtern (6K5 )und einem Fronius Symo Wechselrichter mit 15 Kw. Der Fronius soll das Hauptdach abdecken. Ein Victron 450/200 Mppt das Carport. Ein weiterer kleiner Mppt dann das Garagendach. Als Speicher könnte ich mir 2x den NKON ESS Eco vorstellen( Gesamt 32 kwh). Ich bin für Ideen und Anregungen offen, ob diese Auslegung so passt. Gerade auch in Hinblick was die Zukunft so bringen könnte. Wichtig wäre mir die Notstromfunktion.

Es wird mit Keller gebaut. Somit ist Platz vorhanden :slight_smile:

Habe ich etwas vergessen was mir auf die Füße fallen könnte?

Vielen Dank im Voraus :slight_smile:

mach doch einen deye 20k hin und fertig
kein fronius und kein unnötiges gedöns mehr

für carport und garage den victron mppt 450/200

zu wenig speicher, brauchst mindestens 6x den eco speicher

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Den wasserführenden Kamin würde ich im Zusammenspiel mit der WP hinterfragen, der Rest klingt für mich recht stimmig, hab selber allerdings nur einen MP2+Fronius Symo.

Ist Dye dem Victron-System wirklich vorzuziehen? Dye ist natürlich übersichtlicher an Komponenten. Was spricht sonst noch dafür oder dagegen?

Warum wird der Eco 6x benötigt? Ich würde den Ladestrom entsprechend auf maximal 300a reduzieren. Mehr als 32kwh erscheint mir übertrieben.:see_no_evil_monkey:

Danke und Grüße

Könntest ja sogar erstmal nur mit weniger starten.
Der Riesenvorteil von 51,2 V Lifepo4 Speichern ist, dass du auch in 1,2,5 oder 10 Jahren jederzeit noch nen Block parallel schalten kannst.

Die generelle Frage ist willst du wirklich komplett 3-Phasigen Notstrom haben und soll später das E-Auto komplett aus dem Akku geladen werden können?

Wenn du beides verneinen kannst reicht für maximal Wirtschaftlichkeit auch erstmal eine einphasige Lösung mit nur einem MP2 oder einem kleinerem DEYE.

Victron hätte den Vorteil dass du später modular aufrüsten kannst. DEYE ist generell billiger.

Beide Lösungen sollten zum Ziel führen, gerne auch einfach in den Anlagenvorstellungen noch etwas stöbern.

mitllerweile ja

warum?
weil victron sowas nicht hat und anscheinend auch nicht entwickeln möchte

victron sehe ich noch im vorteil bei einpahsigen kleinen effezienten systemen

aber bei 3 phasen, deye hin und gut + den 450/200 als reinen laderegler
hast ja eh 30kwp da ist der eigenverbrauch eher nicht so relevant(wobei der genauso hoch ist wie beim 3x mp2 system)

der deye schaltet auch dein ganzes haus auf ersatzstrom wenn das netz ausfällt, alles läuft normal weiter und als bonus kann der 20k noch 10kw schieflast (im ersatzstrombetrieb) das kann victron nicht mit den 3x mp2

für das geld das du an dem victron und fronius gedöns sparst investiere in viel akku, mindestens 6x 16s besser 8x (aber das kannst du auch später noch erweitern)

dann kannst du auch eine weile autark heizen wenn dir das wichtig ist(mir wäre das wichtig)
gut das geht mit dem kamin auch aber das würde ich nicht dauerhaft wollen den dreck im haus und die arbeit ständig das holz zu machen. als notheizung ok.

ich habe jetzt 110kwh bei 16kwp und das ist für 16kwp eine gute größe (offgrid kein netzanschluss mehr)

es gibt keine bessere investition in die zukunft als so weit wie möglich energieautark zu werden.

die 490er pv module sind wahrscheinlich sehr teuer ich würde eher 450er nehmen die bekommt man schon ab 50eur das stück ab einer palette

falls du doch bei victron bleiben willst würde ich eine lösung aus 3x multi rs 6000 empfehlen.
da musst du dann aber deine 2x 14 strings in 4x 7 umbauen und du musst auf die 12a maximal pv modulstrom achten.

warum die multi rs6000? weil die viel effezienter sind als vom fronius ac umzuwandeln dann mit verlusten über die 6k5 mp2 in den akku zu laden.

aber wie gesagt in fast jeder konstellation ist ein 3 phasen deye 20k sg05lp3 einem 3 phasen victron system überlegen

übrigens ich bin kein deye fanboy, ich selbst habe sma und victron am laufen.

Ich plane aktuell fast das selbe, also ein KFW 40 Haus mit 35 Modulen auf dem Süddach, 14 Module auf dem Norddach und 20 Module auf der Garage. Nach den Simulationen bin ich damit bei 98% Autarkie, daher baue ich ohne öffentlichen Stromanschluss.

Für die Beheizung zur Winterzeit plane ich nur einen Kaminofen mit geringer Leistung - weil das Haus ca. 3 - 4 kW Heizleistung braucht. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe werde ich im Sommer zur Kühlung benutzen und in den Übergangsmonaten zur Beheizung.

Bei der Auslegung halte ich es für wichtig, die Akku Leistung im Blick zu haben. Das oben dargestellte Konzept mit 3x MP2 6k5 und zwei 16,2 kWh Akkus hatte ich vor ein paar Monaten in meinen Berechnungen und ich habe es für nicht tauglich (im Sinne einer optimalen Versorgung) für die Strominsel wieder verworfen.

Im Falle eines Netzanschlusses, der bei mir mit ca. +10.000€ die Baukosten erhöhen würde, ist eine Solaranlage mit Hybrid Wechselrichter durchaus sinnvoll und einfach. Jedoch ist auch in diesem Fall die Leistung des Akku ein begrenzender Faktor.

Aktuell sieht mein noch unvollendetes Konzept so aus (die aktuelle Minimallösung die geht):

  1. Grundversorgung mit Drehstrom aus 3x MP2 3000 in Kombination mit einem 8k Sungrow String Wechselrichter (nord + süddach anteilig)
  2. Epever Laderegler der neuesten Bauart mit 60A (süddach anteilig)
  3. 1x Multi RS Solar 6000 (Garage komplett) mit zuschaltbarem Generator (EPever Sinus Wechselrichter 5kW) für eine einphasige Versorgung von 8kW.

Diese wilde Mischung ist ein Konzept, das sowohl Kosten der Komponenten im Blick hat, als auch besonders geringe Standby Verbräuche. Dabei ist der Standby eigentlich die falsche Beschreibung, da in Wirklichkeit die 24/7 Verbraucher geringe Leistung ziehen und bei dieser Belastung die leistungsstarken verfügbaren NV Hybrid Wechselrichter auf Verluste von 150 - 170W hoch gehen (auch der Deye nach den veröffentlichten Messungen).

Die Akkus müssen bei dieser Auslegung 18kW Dauerlast können, das bedeutet, dass ich mindestens 3 Stück der 16,2 kWh Akkus brauche. Mehr als 6kW Dauerbelastung will ich einem 16,2 kWh Akku nicht zumuten.

Bei der Eingangs beschriebenen Anlage von 48VVictron würde ich als Variante auch 3x Multi RS Solar als Option durchspielen (ohne String Wechselrichter und ohne MPPT-Laderegler). Dafür ist die Beschreibung von Victron zum Overpaneling wichtig zu verstehen - also dass beim RS Solar die Leerlaufspannung im Winter der limitierende Faktor ist und nicht der max. Strom der Module.

Bei meinem aktuellen Minimal-Konzept gibt es keinen E-Herd und kein Wäschetrockner (obwohl letzteres nicht wirklich eine Auswirkung auf das Anlagendesign hat). Die 3x 16,2 kWh Akkus sind dabei das Minimum und das ist für mich keine Dauerlösung, ich denke, langfristig werde ich mir eine Größenordnung von 6x 16,2 kWh gönnen, auch wenn das dann eher viel ist. Zusätzlich habe ich schon die Powerstation mit vier Räder - die versucht ein Auto mit nerviger Elektronik zu sein - die ich an so ein System als Stromquelle anschließen kann (das ist ineffizient, aber eine geeignet Notlösung). Beispielsweise kann ich über das Multi RS auf diese Weise auch den Hausakku laden.

Die Prognoseberechnungen sagen, dass die Heißwasserversorgung ganzjährig mit Solarstrom versorgt werden kann - das ist dann eher meinem grundsätzlichen Strom Spar Verhalten geschuldet. Mein aktueller Jahres Strom verbrauch liegt bei unter 1500 kWh im 2 Personen Haushalt mit E-Herd.

E-Kochfeld ist für mich ein wirkliches Auslegungskriterium für die Insel Stromversorgung, da die Gleichzeitigkeit aller Kochfelder definitiv gegeben ist. Ein Induktionskochfeld hatte ich in der Vergangenheit, das brauche ich nicht mehr. Induktionskochfelder können nach den Forenbeiträgen hier auch so eine Insel empfindlich stören, wenn diese schnell takten und die Nachregelung nicht hinterher kommt. Dazu habe ich aktuell einen Test eines Multiplus 2 5000 am Leistungslimit gesehen, das bei einem Anlaufstrom im Bereich über 70A (120V) unmittelbar nach dem Anlaufen des Lüfters Überspannung von +16% abgegeben hat - also auch in diesem Fall ist die Regelungsgeschwindigkeit ein sehr wichtiger Faktor bei der Auslegung der Anlage.

Zuletzt muss die Strominsel resilient sein, also so aufgebaut, dass bei Ausfall von Komponenten der Rest ausreicht, um eine Grundversorgung herzustellen. Auch dazu mache ich mir Gedanken hinsichtlich unterschiedlicher Erzeuger und Umschaltmöglichkeiten.

Regelungstechnisch will ich komplett auf Spannungen gehen und nicht auf SOC. Die Regelung über Spannungen halte ich für eine robustere Variante, da dann die Systeme im Fall eines Fehlers eigenständig weiter arbeiten. Dass ich mit so einem System die Akkus nicht optimal betreiben kann, ist der klare Nachteil, aber das ist mein aktueller Planungsstand.

Grüße Tim

sofern du keine drehstromverbraucher wie motoren oder ähnliches hast würe ich immer von 3 phasen bei einer insel abstand nehmen das ist einfach viel zu ineffezient.
für eine insel würde sich bei dir zum multi rs 6000 ein mp2 6k5 anbieten der als power assist zugeschaltet wird sobald zb 4kw am rs überschritten werden.
hat hier auch einer so gemacht wenn dich das interessiert suche ich mal den thread raus.

damit man den thread hier vom te nicht damit behelligt, da er ja so wie ich sehe keine reine insel anstrebt.