PV-Anlage für smartes Sanierungsprojekt – Komponentenwahl & Speicherfragen

Hallo zusammen,

ich bin neu im Forum, verfolge aber bereits seit einiger Zeit die Videos. Es freut mich zu sehen, dass sich hier eine hilfsbereite und engagierte Community zusammengefunden hat.

Meine bisherigen Erfahrungen mit PV

In den letzten zweieinhalb Jahren hatten wir ein kleines Balkonkraftwerk, das auch mit einem kleinen Speicher erweitert wurde.

Unsere aktuelle Situation

Meine Familie (Frau, Kind, Hund und ich) hat vor Kurzem ein Haus aus dem Jahr 1928 gekauft, das wir derzeit umfassend sanieren. Dabei wird unter anderem die gesamte Elektroinstallation erneuert. Unser Ziel ist es, das Haus möglichst smart zu gestalten:

  • Steckdosen werden über Shellys im Verteiler gesteuert.
  • Licht und Taster laufen über Homematic IP.
  • Zentrale Steuerung erfolgt später über Home Assistant.

Die vorhandene Ölheizung bleibt vorerst bestehen, solange sie noch funktioniert. Parallel dazu dämmen wir das Haus schrittweise von innen (bisher ist nur das Dach gedämmt). Geplant ist zudem, die Heizlast weitgehend über Multisplit-Klimaanlagen zu übernehmen – idealerweise mit Propan-Modellen, sobald diese auf den Markt kommen. Sollte es im Winter notwendig sein, kann die Ölheizung zusätzlich genutzt werden.

Geplante PV-Anlage

Ich möchte eine PV-Anlage installieren lassen und habe bereits verschiedene Angebote eingeholt – mit teils erheblichen Unterschieden im Bereich 11.000€ - 32.000€. Eine kleinere Firma aus der Nähe könnte die Anlage exakt nach meinen Wünschen umsetzen. Insgesamt wären 25 bis 27 Module möglich (11–12 kWp).

Da das Thema komplex ist, habe ich einige Fragen und hoffe auf eure Unterstützung:

Fragen zur Auswahl der Komponenten

  • Module:
    Hier sehe ich wenig Spielraum – Glas/Glas-Module haben eine lange Haltbarkeit, und welche Hersteller in 25–30 Jahren noch existieren, ist ohnehin ungewiss.
  • Wechselrichter:
    Wichtig ist mir vor allem die Integration in Home Assistant. Falls es bei der Haltbarkeit Unterschiede gibt, wäre das natürlich auch ein Faktor.
  • Speicher:
    Hier bin ich unsicher: Sollte ich mehr auf die Anzahl der Ladezyklen achten, um eine möglichst lange Lebensdauer zu erreichen, oder wäre es besser, eine günstigere Variante zu wählen und den Speicher bei Bedarf einfach auszutauschen?
  • Smart Meter:
    Ebenfalls relevant ist die Einbindung in Home Assistant.

Zusätzliche Fragen

  • Gibt es eine Übersicht (Excel-Tabelle o. Ä.) über Speicherlösungen, die Garantiebedingungen und Ladezyklen auflistet?
  • Ich habe gelesen, dass teilweise Kratzer auf dem Speicher bereits zum Garantieverlust führen können oder dass eine jährliche Inspektion notwendig ist, um die Garantie aufrechtzuerhalten.

Bei Fragen gerne Nachfragen!

Ich freue mich auf eure Meinungen und Erfahrungen und bedanke mich schon mal im Voraus für eure Unterstützung!

Viele Grüße
Marius

Hallo ,

Hier ist eine Markübersicht bezüglich Speichersysthemen .

Aber es gibt ja auch die DIY Lösungsansätze , also sich selbst etwas zusammenzustellen

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Vielen Dank schon mal für deine Hilfe!

Ich mache zwar vieles selbst, aber beim Thema Selbstbau habe ich doch etwas Respekt – nicht, weil ich es mir nicht zutraue, sondern eher wegen möglicher Risiken. Besonders die Frage der Versicherung im Falle eines Brandes bei einem selbstgebauten Akku beschäftigt mich. Leider habe ich keine Möglichkeit, den Speicher außerhalb des Hauses aufzustellen, was das Ganze noch komplizierter macht. Dennoch habe ich über einen Eigenbau bereits nachgedacht.

Danke auch für den Tipp!

akku selber bauen
erstmal 2x 16s mit gesammt ca 30kwh
ein fenster sollte es in dem raum geben oder ein entlüftungsrohr(bzw rauchabzug)
brennen wird bei lfp nix aber rauch wirds geben wenn was hops geht.

hab auch 12kwp und versorge mich damit komplett autark das ganze jahr mit strom.
habe 80kwh akku

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.... Ich meinte DIY nicht unbedingt nur den Akku , den gibts ja fertig zu kaufen , sondern eher die Gesamte Anlage als gesamtes Konzept für Dein Haus zugeschnitten .Die Hausautomatisierung ist ja nicht nur der Dreh und Angelpunkt eine erfolgreichen PV-Speicher Anlagen Idee , sondern auch oder eher die Zusammenhänge und Nutzungspotenzial der Sonnenenergie die bereitsteht und deren optimale Nutzung im Eigenheim . Ob da ein Fenster weiss das es mal geöfnet wurde und mir der App dies mitteilt ist erstmal eher sekundär . Wohl wichtiger ist sich jezt Gedanken zu machen wie das Haus "Verkabelt" wird , wie die Hauptverbraucher zb auch Warmwasser gehändelt werden , .... wie gross ein Speicher auch Warmwasser angedacht werden sollte , welche Verbraucher Nachts laufen wie zb E-Auto ... etc

Welchen Grund gibts eigentlich ein ca 120 Jahre altes Haus von Innen zu Dämmen ? - Denkmalschutz - ?

:sunflower: :sunflower: :sunflower:

Vielen Dank für eure Antworten!

Zum Thema Akku

Ich werde mir nochmal ausführlich Gedanken zum Akkuspeicher machen und mich im Forum umsehen, wie andere DIY-Projekte umgesetzt wurden.

Zum Thema DIY-Ansatz & Hausautomation

Sorry hier habe ich dich falsch verstanden.

Ich habe mehrere Server im Haus laufen, die bereits eine gewisse Grundlast erzeugen. Momentan erfolgt die Warmwasserversorgung elektrisch, aber ich habe gesehen, dass es auch Lösungen über Multisplit-Klimaanlagen gibt. Ob das für unser Haus sinnvoll und passend ist, muss ich noch genauer prüfen. Ein E-Auto ist in absehbarer Zeit nicht geplant.

Ja einen gewissen DIY Ansatz verfolge ich hier auch, weshalb ich nach Empfehlungen gefragt habe. Allerdings fehlt mir die Zeit, selbst auf dem über 6 Meter hohen Dach herumzuklettern, da die Sanierung bereits genug Arbeit mit sich bringt. Deshalb bin ich froh, dass ich einen Installateur gefunden habe, der die PV-Anlage nach meinen Wünschen umsetzen kann.

Da ich Dinge wie Waschmaschiene, Spühlmaschiene über Automatisierungen gezielt steuern kann, ist es sinnvoll, die Einbindung ins Smart-Home-Konzept direkt in die Planung mit aufzunehmen. Am Ende soll alles über eine zentrale Oberfläche (Home Assistant) gesteuert werden – und das möglichst lokal ohne Cloud-Abhängigkeit.

Zur Frage der Innendämmung

Die Frage verstehe ich komplett.

Kurz zusammengefasst:
Unser Haus hat mehrere Anbauten, die teils in die Außenwand integriert und teils mit ca. 7 cm Abstand angebaut wurden. Dadurch wäre eine Außendämmung besonders aufwendig und kostenintensiv – auch wegen der erforderlichen Dachüberstandsverlängerung.

Deshalb haben wir uns für eine Innendämmung entschieden. Da wir ausreichend Platz haben, ist das für uns die praktikabelste Lösung. Das Ganze wird hinterlüftet aufgebaut, um Feuchtigkeitsprobleme hoffentlich zu vermeiden.

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