meine aktuelle Anlage hat eine Leistung von 9,7kWp und besteht aus zwei Strängen, Fronius Symo, Tesla Speicher mit Tesla Gateway. Wärmepumpe und Wallbox sind auch am start, aber erstmal uninteressant für die folgende Überlegung:
Stand heute würde bei Stromausfall, die Anlage noch den Speicher leer machen, danach wäre es auch bei mir dunkel. Nun möchte ich die Anlage gerne so ausbauen, dass sie auch im Falle eines Stromausfalls noch Strom produzieren / speichern kann.
Die Kommunikation mit meinem Solateur ist etwas schleppend. Das Projekt ist wahrscheinlich zu klein und uninteressant, deshalb möchte ich mich gerne selber etwas aufschlauen, welche Optionen zur Verfügung stehen.
Seine kurze Antwort war folgende: zusätzzlicher 1-phasiger Umrichter, für einen Strang, der dann im Falle eines Stromausfalls automatisch anspringen würde. Kosten ca. 2k€ komplett (Preisinfo, noch kein Angebot). Nachteil, nur ein Strang, aber es soll ja auch nur eine Notlösung sein.
Jetzt zu meinen Fragen:
Ist das ein sinnvoller Vorschlag?
Sind die Kosten OK? Nur ganz gob, weil ich mit dem ursprünglichen Projekt kostentechnisch zufrieden war.
Könnte man alternativ den bestehenden Umrichter austauschen mit einem der beides kann?
Gibt es andere Alternativen, die man empfehlen kann?
Vielleicht. Mir würde da Victron einfallen. Ich weiß aber nicht, ob die Geräte von Victron (im besonderen das GX-Gerät) mit deinem Tesla-Akku zusammen passen. Wenn das ein Hochvolt-Akku ist, ist Victron eh raus.
Der Preis für extra Umrichter wäre OK. Was mich aber wundert sind die widersprüchlichen Informatinen bei tesla: 1phasiger WR wird unterstützt, aber das System soll 3 eigene PV-Eingänge haben?
Wie häufig ist ein sehr langer Stromausfal? Für ernsthaft Autarkie ist die powerwall zu klein
eine ernsthafte Autarkie ist das sicher nicht, das ist klar.
Es ist nur eine komische Vorstellung, dass man im Falle eines Stromausfalls keinen Strom produzieren kann, obwohl man die Basis dafür hat. Mir war das auch erstmal gar nicht bewußt. Ich dachte halt ich habe ja PV…Ich denke es gibt viele Menschen mit PV Anlage, denen das gar nicht bewußt ist.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass man dan schaut, dass man in einem solchen Fall auch nur priorisierte Verbraucher versorgt.
Die Frage ist ja was man will.
Entweder eine Notstromlösung oder Full Backup.
Beim ersteren werden an einer Notstromsteckdose bestimmte Verbraucher angeschlossen, im zweiten Fall durch einen Umschalter das öffentliche Netz getrennt und ein komplett autarkes Hausnetz aufgebaut.
Ich habe z.B. einen Gen24 mit Envitec Umschaltbox und 34kWh Speicher. Im Falle eines Stromausfalls trennt die Box automatisch das öffentliche Netz und ich bin komplett autark, solang wie genügend PV Leistung vorhanden ist.
Die Lösung ist die teuerste.
Möglich wäre auch eine mechanischer Netztrenn/umschalter. Das spart die Umschaltbox.
Günstiger ist die Notstromvariante - das kann der Gen24 auch.
Es gibt auch noch andere Hersteller die das können.