Hallo zusammen,
ich möchte euch heute mein aktuelles Off-Grid-Projekt für unsere Hütte vorstellen und mir ein paar Gedanken, Feedback oder vielleicht auch die eine oder andere Anregung aus der Community abholen.
Ausgangslage & Zielsetzung: Das System soll eine kleine Hütte inklusive Werkstatt zuverlässig und vollautomatisch mit Strom versorgen. Wichtig war mir dabei eine saubere Trennung von Grundlast (Kühlschrank) und Spitzenlasten (Werkzeug/Maschinen/Licht), eine zuverlässige Akku-Überwachung inklusive Winterschutz sowie eine lückenlose Telemetrie über ESPHome (und LoRa für die Langstrecke).
Das Setup im Überblick:
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Speicher: 24V (8S) 314Ah LiFePO4 DIY-Akku in der EEL-Box
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BMS: JK-PB2A16S20P (Inverter-Serie) mit 2A aktivem Balancer, CAN/RS485 und dediziertem Heizmatten-Ausgang.
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Solar-Laderegler: EPEVER Tracer 5420AN (50A MPPT).
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Wechselrichter 1 (Kühlschrank/Grundlast): Victron Phoenix 24/800.
- Besonderheit: Läuft nicht dauerhaft im Leerlauf! Der Wechselrichter wird direkt über seinen Remote H/L-Eingang vom Kühlschrank-Thermostat eingeschaltet. Kühlschrank fordert Kälte an -> Victron springt an. Kühlschrank kalt -> Victron schaltet komplett ab (0 W Standby-Verlust).
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Wechselrichter 2 (Hütte & Werkstatt): EPEVER iPower-Plus IP2000 (2000W Dauer / 4000W Peak).
- Versorgt die eigentliche Hütte, Beleuchtung und schwere Werkstatt-Geräte/Flex/Kreissäge. Wird bei Nichtgebrauch oder zur Laststeuerung remote abgeschaltet.
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Gehirn / Telemetrie: LilyGO T3S3 V1.2 (ESP32-S3 mit LoRa & OLED Display).
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Anbindung an das RS485-Bussystem (BMS, MPPT, EPEVER Inverter) über ein MAX13487 Transceiver-Modul mit Hardware-Auto-Flow-Control (kein lästiges
DE/RE-Pin-Gefummel im Code). -
Victron-Auslesung via VE.Direct (UART).
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Software-Architektur & Automatisierung: Das Ganze läuft komplett auf ESPHome, modular aufgebaut über packages (BMS, MPPT, Inverter, Display separat).
Ein zentrales Thema bei uns ist der Winterschutz: Da die Hütte im Winter bei Abwesenheit unbeheizt ist, überwacht der ESP32 zusammen mit dem JK-BMS die Akku- und Umgebungstemperaturen. Bei unter 0°C schaltet das JK-BMS automatisch interne Heizmatten zu, um den LiFePO4-Block sicher vorzuheizen, bevor Ladestrom freigegeben wird.
Wo ich mich über euer Feedback / euren Input freuen würde:
Das System läuft in der Grundstruktur, aber man lernt ja bekanntlich nie aus. Wer Lust hat, kann sich das Projekt auch gerne auf GitHub anschauen:
https://github.com/mbr1989/andys-off-grid-cabin
Mich würden vor allem eure Erfahrungen zu folgenden Punkten interessieren:
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Modbus-Polling im Multi-Device-Betrieb: Habt ihr bei ESPHome mit mehreren Modbus-Geräten an einem RS485-Bus (BMS + MPPT + Inverter) noch feine Kniffe bezüglich Polling-Intervallen oder Timeout-Optimierungen auf Lager?
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LiFePO4-Heizlogik im tiefen Winter: Wie habt ihr die Hysterese beim Vorheizen gelöst? Heizt ihr stur bis z.B. +5°C Zelltemperatur auf, oder fahrt ihr da dynamischere Kurven je nach verfügbarer Solarleistung?
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Allgemeine Ideen / Denkfehler: Fällt euch im Setup oder der Topologie noch etwas auf, das man eleganter lösen oder noch besser absichern könnte?
Danke schonmal fürs Reinschauen und den Austausch!
Beste Grüße
MBR89