Wir haben Probleme mit unserem neuen Soalkon ONE. Der Support hatte anfangs immer geantwortet „da stimmt etwas nicht, bitte schicken Sie uns weitere Informationen“. Nachdem mit diesem Balkonkraftwerk aber immer mehr Probleme aufgetreten sind und ich irgendwann auch bemängelt haben das der Support nur Automatische KI Antworten schickt (das steht in den Support eMails) habe ich auf Garantiereparatur gedrängt. Daraufhin wurde mir geantwortet „Ihr Solakon One funktioniert ganz normal“. Unser Solakon ONE ist nun vier Monate alt.
Vielleicht hat hier im Forum ja jemand Ideen oder kann helfen.
An der Einspeise-Steckdose hängt ein 400 Watt Solarpanel Ost. An den MPPT Anschlüssen des Solakon ONE hängen Süd-West Panele. Unser SmartMeter ist ein Shelly Pro3em. Das Shelly und das ONE sind beide per Ethernet im Netzwerk, beide haben die aktuellste Firmware.
Hier sind ein paar Beispiele die ich auch dem Solakon Support geschickt hatte:
Sind das nur kurzzeitige Einzelfälle oder stimmt da über längere Zeiträume etwas nicht?
Gibts auch Zeiträume, wo alles plausibel ist? Und gibts ein grundsätzliches Fehlermuster?
Du meinst, da hängt ein Wechselrichter mit 400 W Modul angeschlossen? Einspeisesteckdose ist in Anschluss am Solakon, wo ein 230V WR einspeisen kann, richtig?
Ich beobachte die App natürlich nicht dauerhaft. Aber so weit ich das sehe sind es keine Einzelfälle sondern täglich mehrfach auftretend. Beispiele wie die Probleme mit dem Akku-Stand ziehen sich natürlich über längere Zeit. So etwas wie der Netzbezug zieht sich geschätzt bis zu 30 Minuten und kann mehrfach auftreten. Soweit ich das überblicke treten die auffällig hohen Verluste über Minuten bis Stunden auf.
Richtig, an der EPS Steckdose / Einspeise-Steckdose des Solakon hängt ein HMS-800 an dem aber nur ein 440 Watt Panel angeschlossen ist.
Ja, es gibt auch Zeiten in denen alles plausibel erscheint. Um zu sehen ob das jetzt gerade so ist habe ich in diesem Augenblick in die App geschaut. Leider sind auch jetzt gerade die Werte nicht stimmig. Hier sind drei kurz hintereinander erstellte Screenshots:
Vielleicht gibt es da noch einige, die das Gerät haben und von ihren Beobachtungen berichten.
Ich würde auf jeden Fall immer die zeitliche Komponente mit berücksichtigen und alle Fehler, die nur ein paar Sekunden sind, komplett unter den Tisch fallen lassen. Denn zeitliche Verzögerungen hat man bei solchen Systemen immer. Die sollten sich aber unter 1 Minute abspielen. Also nicht den Anspruch entwickeln, das jeder Sekunden-Schnappschuss plausibel sein muss.
Und was die Regelung der Nulleinspeisung angeht: Auch das kann mal 10s dauern, bis der Speicher auf den Vebrauch reagiert. Wenn diese Regelung nur über Cloud funktioniert, kanns bei Serverüberlastung auch mal ganz klemmen.
Vielleicht kannst du auch Muster erkennen, das ist immer sehr wichtig bei der Fehlersuche und dem Verstehen, was da so vor sich geht.
Ebenso mal prüfen, ob du im Netz ähnliche Beobachtungen finden kannst, das deutet dann auf grundsätzliche Schwächen der Soft- und Hardware hin. Ist ja immer die Frage, ob nur dein Gerät von irgendeinem Defekt betroffen ist oder ob das ein Serienfehler oder Softwarefehler ist.
Neben Solakon kannst du auch nach Fox Avocado suchen, ist ja nahezu baugleich.
Nochmals herzlichen Dank für deine Rückmeldung. “Ein paar Sekunden” kommt nicht vor. Es sind schon immer mehrere Minuten, vielleicht auch Stunden. Ich kontrolliere die App ja nie so lange am Stück.
Und auch jetzt gerade, 316 Watt Erzeugung, 79 Watt Ladung und der Rest verschwindet als “Verluste”.
Hallo Timo,
ich habe einen Solakon One mit einer Erweiterung an 4 Solarmodulen jetzt seit 7 Monaten in Betrieb.
Anfänglich hatte ich auch eigenartige Betriebszustände. Ich habe dann den Energieplan deaktiviert. Seitdem ist das Verhalten recht zufriedenstellend, es wird ziemlich konsequent auf Nulleinspeisung gefahren.
In den Einstellungen steht, der Energieplan würde Vorrang haben vor den anderen Eistellungen. Das stimmt aber augenscheinlich nicht. Ich vermute, Solakon weiß selbst nicht, wie die verschiedenen Optimierungen zusammenwirken.
50-100 Watt “Eigenverbrauch” nehme ich so hin, so ein bisschen Verluste gehören dazu. Außerdem muss das, was da angezeigt wird, ja nicht unbedingt stimmen. Hier gibt es Messfehler und sicherlich unterschiedliche Aktualisierungszyklen bei den verschiedenen Anzeigen. Die ingenieursmäßige Grundehre, dass das abgelieferte Produkt korrekt funktioniert und die Wahrheit anzeigt, ist längst aus der Mode…
Gruß Hermann
Ich hab da eine Idee: Wenn du das Feld "EPS Einspeisung" ignorierst, scheint es halbwegs zu stimmen. Vielleicht beziehen die dieses Feld nicht in die Berechnung mit ein.
Ich hatte eine SolakonOne im November 2025 gekauft und aufgebaut mit 4x500W Panele. Die Panele haben selbst im Winter gut abgeliefert. Allerdings habe ich auch die Beobachtung gemacht, das der SolakonOne nicht so funktioniert wie in der Werbung dargestellt. Anfänglich hat er Strom aus dem Netz bezogen und in seinen Akku eingespeist, was nach einem Softwareupdate behoben war. Die Nulleinspeisung war sehr mangelhaft, da der Solakon immer wieder Offline gegangen ist. Von Seiten Solakon wurde dies auf eine mangelhafte W-LAN Verbindung geschoben. Also habe ich direkt neben dem Solakon einen Repeater installiert, mit bestem Empfang. Auch hier immer wieder mal „Offline“. Auch hier wurde von Solakon eine schlechte Verbindung vermutet. Also habe ich eine LAN-Verbindung zum Solakon verlegt. Immer noch Offline Meldungen ( musste dann immer manuell einen Reset machen). Dann kam von Seiten Solakon die Rückmeldung der mitgelieferte EcoTracker funktioniere nicht richtig, ich soll diesen Zurücksenden damit er ersetzt werden kann. Der hat aber immer zuverlässig entsprechende Werte geliefert, was ich Solakon auch mitgeteilt habe. Dies wurde aber ignoriert. Nach 3 Wochen erhielt ich dann als Ersatz einen SolakonTracker, dieser hat gar keine Werte geliefert.
Nach 5 ergebnislosen Monaten habe ich dann Solakon aufgefordert den nicht richtig funktionierenden SolakonOne innerhalb angemessener Frist instand zu setzen. Was aber nicht geschehen ist. Dann habe ich den Kauf storniert und Solakon aufgefordert die defekte Ware abzuholen. Da hat sich dann das Drama fortgesetzt. Mittlerweile ist die Anlage schon längere Zeit abgeholt, aber mein Geld habe ich noch nicht zurückbekommen.
Von Seiten Solakon gibt es keinerlei Rückmeldung mehr. Ich vermute das ich mein Geld nur über den Klageweg wieder zurück bekomme.
Ich danke euch für die Rückmeldung, Erfahrungsberichte und Lösungsvorschläge.
Den Energieplan habe ich nun deaktiviert. Zumindest jetzt gerade wird lt. Anzeige, und trotz 482 Watt Solarproduktion, das Solakon ONE zusätzlich mit 72 Watt aus dem Hausnetz geladen. Gleichzeitig wird aber bei “Smartmeter” angezeigt das angeblich 4 Watt aus dem Netz bezogen werden. Das sollte der Beweis dafür sein das die Anzeigen auf keinen Fall richtig sein können.
Eigentlich denke ich mir “Software hat nunmal auch Bugs”. Dann müsste der Support halt sagen “ es gibt noch Bug X oder Y … das wird bis voraussichtlich XY behoben”. Aber, erstens schreibt der Support “alles funktioniert so wie es soll” und zweitens wären das schon sehr massive Bugs, die zu 100% gegen die Grundfunktionen eines solchen Systems sprechen.
Ich werde eine Steckdose zur Energiemessung besorgen um zu sehen was mit der Anzeige in der App nicht stimmt. Zumindest was an dem Netzanschlusskabel des ONE passiert kann ich so überprüfen.
Dann werde ich den Solakon Support nun nochmals anschreiben. Aber ich rechne damit das ich wieder keine Antwort erhalte.
“AC Aufladen” irritiert mich, habe ich bei mir noch nie gesehen.
Die einzige Möglichkeit, aus dem Netz zu laden zuzulassen, habe ich bei den Energieplänen gefunden. Die hast Du aber deaktiviert.
Ein Klick auf das i bringt Erleuchtung:
Die 72 W werden von der EPS Einspeisung genommen, um den Akku zu laden. Dazu vermutlich die 152 W DC = 224 W abzüglich Speicherladung 188 W = Eigenverbrauch 36 W.
EPS 330 - 72 + 4 aus dem Netz = 262 W Hausverbrauch.
So jedenfalls reime ich mir die Zahlen zusammen. Ziemlich schräge Logik…
Hast Du eine Rchtschutzversicherung? Dann kannst Du Dir von der Versicherung einen Anwalt benennen lassen, der Dich vertritt.
Hast Du keine, wende Dich an den Verbrauerschutz, der macht solche Dinnge für kleines Geld (zumindest in NRW).
Gemein, aber wirkungsvoll könnte folgender Weg sein: In den Verbrauchersendungen (insbesondere bei NDR 3) klären Mitarbeiter des Senders Probleme zwischen Unternehmen und Verbrauchern, meist zugunsten des Verbrauchers. Du bekämest dann bestenfalls Dein Geld zurück. Für das Unternehmen bleibt dann zusätzlich ein Image-Schaden.
Ich hoffe, Du kannst was mit meinen Hinweisen anfangen.
Vorschlag: Ziehe doch mal den Stecker aus der EPS-Steckdose und schaue Dir dann an, was angezeigt wird.
Ich habe seit Mitte November ebenfalls einen Solakon One, angeschlossen sind 4 Module à 450 W und ein Shelly Pro 3em ist auch vorhanden. Der Speicher ist per Lan angeschlossen.
Bilder wie Du zeigst, habe ich noch nicht gesehen. Ich habe aber auch nicht in der Bedienungsanleitung gelesen, dass man an EPS Steckdose einen Wechselrichter mit einem zusätzlichen Modul anschliessen könnte. Wo steht das?
Ich meine damit die Anzeige unter EPS. Habe die Steckdose bisher nur zweimal kurzzeitig benutzt:
Einmal nach Erhalt des Speichers, um ihn von 50% auf 100% aufzuladen und einmal um mit dem Wasserkocher Wasser zu erhitzen. Hat beides hingehauen. Auf die App habe ich dabei nicht geschaut. Aber bei dem trüben Wetter werde ich es in diesen Tagen mal ausprobieren.
Plausibilität der App-Anzeige: Die Summe aus Bezug aus dem öffentlichem Netz und AC-Einspeisung ins Hausnetz entspricht mit leichten Schwankungen immer dem Verbrauch im Hausnetz (bei abgeschalteter EPS-Steckdose). Welchen Smartmeter benutzt Du? Ich habe den Shelly Pro 3 EM.
Genau da geht auch meine Vermutung hin: Ohne EPS Nutzung als Einspeisung könnte das alles stimmen. Aber Einspeisung über EPS machen vielleicht nur 5% der Kunden und gerade in solchen Nischen gibts oft Bugs in Software, die eben lange nicht auffallen.