Problem mit Balancieren/Drift der DEYE RW-F10.2 bei Ladeschluss

Die hohe Ladespannung kommt nicht daher, dass ich die Packs absichtlich „quäle“, sondern weil das BMS bzw. der Hersteller selbst diesen oberen Bereich benötigt, damit das passive Top-Balancing überhaupt arbeiten kann. Laut Hersteller beginnt der passive Balanciervorgang erst, wenn die Zellen oberhalb von ca. 3,4 V liegen und gleichzeitig eine Zellspannungsdifferenz von mindestens etwa 30 mV besteht. Zudem arbeitet das System ausschließlich während des aktiven Ladevorgangs mit passivem Balancing.

Die Ladeparameter selbst werden dabei nicht manuell von mir „hochgedreht“, sondern im Zusammenspiel zwischen Wechselrichter und BMS automatisch vorgegeben bzw. ausgehandelt. Ich kann dort keine beliebigen Spannungen auswählen oder die Batterie manuell in problematische Bereiche zwingen.

Genau deshalb wurde mir auch empfohlen, die Packs regelmäßig vollständig zu laden bzw. im oberen Bereich zu halten, damit überhaupt eine Angleichung stattfinden kann. Das Problem aus meiner Sicht ist aber gerade, dass trotz dieser vollständigen Ladungen und trotz laufendem passivem Balancing weiterhin sehr große Deltas bestehen bleiben bzw. bestimmte führende Zellen bei den Ladeabschlüssen in auffallend hoher Häufigkeit immer wieder dominieren.

Deshalb interessiert mich eben die fachliche Einschätzung, ob das noch als „typisches Verhalten eines schwachen passiven Balancers“ eingeordnet wird oder ob solche dauerhaft hohen Unterschiede eher auf eine unzureichende Angleichung bzw. problematische Zellabweichungen hindeuten.