Meine ATXD lief heute den Tag über durch, abends noch mit geringer Leistungsaufnahme und wie zu erwarten war, fingen mit Sinken der Außentemperatur wieder die Abtauzyklen an.
Heute ist es richtig übel nervig: Beim ersten Abtauvorgang dachte ich noch, jetzt hört das Ding gar nicht mehr auf abzutauen. Juckelte ewig rum mit ~500W, sogar länger als letztens als der Wärmetauscher mal recht fett vereist war.
Warum das so ist, kann ich nicht sagen, denn der wärmetauscher ist furztrocken und eisfrei. Bin gerade extra raus gegangen. ABER ich habe eine Vermutung: heute ist es vergleichsweise kalt (Faikin meldet 1°C) und es windet stark. Offenbar führt der Wind dazu, dass die Anlage "denkt", der Wärmetauscher sei noch vereist.
Dieses Gerät ist zum Heizen bei tiefen Temperaturen einfach nur schlecht gemacht.
Ich habe angefangen, diesen Beitrag zu schreiben, als der Abtauvorgang schon in vollem Gange war (ich war davor sogar draußen, um mir den Wärmetauscher anzusehen) und jetzt schreibe ich den Beitrag hier und das Teil taut immer noch mit unveränderter Kompressordrehzahl ab... UNNÖTIG, denn der Wärmetauscher ist freier als frei.
Und sie taut noch immer ab...
Nach satten 31 Minuten möchte der nächste Abtauvorgang starten. Habe diesen Jetzt unterbrochen.
Ob es wirklich am Wind liegt, dass die Anlage sich heute DERART bescheiden verhält, weiß ich nicht. Aber das ist richtig grenzwertig. Die Effizienz, die da zustande kommt, ist mit großer Sicherheit weit weg von einem SCOP von 5,1
Das Ekelhafte daran: aus technischer Sicher ist das Prinzip Wärmepumpe heute definitiv nicht an seiner Grenze. Wärmetauscher eisfrei. Würde der Kübel durchlaufen, wäre alles in Ordnung. Es ist einzig und allein ein Problem der völlig verblödeten Regelung. Schade um das ansonsten gute Gerät.
schon mal den Sensor am Verdampfer lokalisiert und kontrolliert?
Habe da noch gar nichts gemacht
Ich war erst auch enttäuscht, weil die Anlagen meiner Meinung nach zu viel strom verbraucht haben. Natürlich auch versucht, das alles zu "optimieren", also so einzustellen dass der verbrauch sinkt und trotzdem die bude ordentlich warm ist.
Ich kenne mich nicht aus, rätsel auch, was welcher parameter bewirkt. Selbst das
schwarmwissen hilft nur bedingt.
Dass Daikin ne schlechte regelung hat, schliesse ich aus. Seit dieser woche verbrauchen die Dinger weniger Strom. Ob sich die Anlagen das "angelernt" haben oder ob ich ne gute einstellung habe, kann keiner sagen. Abtauen hin oder her, oft oder selten. Hauptsache am ende des tages sind wenige kwh verbraucht.
Da gibt es welche, die über smart home ständig den demand-wert abhängig nach temperaturen ändern, quasi damit die Anlage regeln. Mit dem sinn, den verbrauch weiter runter zu drücken. So schlecht ist die daikin regelung nicht, dass man das machen müsste. Und wenn man da noch was sparen kann, dann ist das ein fliegenschiss zum programmierten Aufwand, den man betreibt. Meine meinung.
Ich lasse jetzt erst mal meine einstellungen, der verbrauch liegt bei 200 bis 300 W.
Wir sollten nen thread machen, jeder postet seine einstellungen und gegebenheiten nach ner vorgegebenen list. Welche Anlage, wie viel m2 werden beheizt, welche solltemperatur, dann noch die massgeblichen einstellungen und natürlich wie viel khw die Anlage verbraucht.
Läuft mit 300 W
Ein gewisser Mehrverbrauch würde mich nicht stören. Aber der Mehrverbrauch geht bei einer sinnlos-Abtauung mit doch ziemlich deutlichem Komfortverlust einher.
Immerhin performt die Anlage bei Sturm besser als mein Ofen. Da kanns sein, dass bei einer Böe mal Asche ins Haus rotzt, wenn man gerade Holz nachlegt. Oder der Ofen pustst Qualm in den Innenraum. Alles schon gehabt. Liegt an der Lage meines Kamins (am Anbau ans Haus, einige Meter entfernt zum Hausdach - da staut sich bei STARKEM Wind wohl die Luft und es gibt an der Mündung Überdruck. Als das Dach weg war (vor dem Bau des Hauses), war das Problem auch weg. Davor war dort das Scheunendach, das war ähnlich hoch und das Problem bestand auch. Nur während der Bauphase als 1 Winter lang kein hohes Dach da war, funktionierte das alles).
Die Regelung der Daikin-Anlagen ist definitiv gut aber die Abtauregelung ist zumindest bei meiner ATXD35A ein absoluter Witz. Tage, an denen sie bescheuertes Verhalten zeigt, habe ich hier mindestens 50 im Jahr, wahrscheinlich deutlich mehr, denn die Chose beginnt schon bei +2°C.
Bin hier auf 500m, etwas exponiert. Dass es mal waagerecht regnet, ist hier nicht selten. Also generell öfter windig. Anlage ist auf der Wetterseite verbaut. Vielleicht spielt das auch noch mit rein. Es ist klar, dass jemand in der Rheinebene, der nur in der Übergangszeit mit der Anlage heizt, die perfekte Anlage gekauft hat. Bei mir hier kommt sie stark an ihre Grenzen und das oft. Sie liefert einfach ungenügenden Komfort. Zumal eine Klimaanlage zum Heizen sowieso nicht allzu viel mit Komfort zu tun hat. Durch die ständig wiederkehrenden Abtauzyklen läuft die Anlage oft mit höherer Lüfterdrehzahl. Das muss sie, um den Raum wieder aufzuwärmen, denn je nach Länge der sinnlos-Abtauung findet auch mal eine 10-15 minütige Heizpause statt.
Jeder, der mit einer Siesta-Anlage liebäugelt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass sie möglicherweise bescheiden performt. Bei mir tut sie das.
Hier mal ein Diagramm einer meiner Räume mit einer ATXD25. Gestern gegen 12:00 Uhr habe ich meine Steuerung auf 100% Bedarf umgestellt. Also ab 3° wird dann automatisch auf 100% Bedarf geregelt, auch wenn die Berechnung das für den Raum noch gar nicht benötigen würde.
Hier einmal die Kältemitteltemperatur inkl. Außentemperatur
Hier die Leistung:
Die Anlage schaltet sich durch die fehlende Bedarfsregelung viel häufiger ein- und aus. Vermutlich auch deshalb weniger Abtauzyklen, weil sie immer wieder eine Pause bekommt. Jetzt wird es natürlich schwierig hier wirklich die Effizienz-Verluste zu berechnen. Einerseits wird seltener abgetaut, was nun mal auch Strom kostet, andererseits läuft die Anlage nicht mehr ganz optimal. Der Komfort ist hier aber definitiv besser.
Um die Gegenprobe zu machen, habe ich meine Steuerung gerade zurückgesetzt und lasse das jetzt so mal ein paar Stunden laufen.
Kenne jetzt Deine Visualisierung nicht und ob das der Realität so entspricht. Aber zB der Block von ca 21-3h fände ich nicht so prickelnd und da es für mich einem "Dauertakten" sehr nah kommt. Sind aber immerhin 5h bei Außentemperaturen wo sonst häufiger abgetaut wird und hier gar nicht.
Die Intervalle sehen sehr gleich aus. Kannst Du mal die Summe der Ausschaltzeit (0W) bilden? und das kann man ja Vergleichen mit ca 4-5 Abtauvorgängen a 10 Minuten in der Zeit.
Wobe natürlich zu Zeiten eines Abtauvorgangs noch Strom zusätzlich verbraucht wird und hier nur das Takten/der Auszustand ins Gewicht fällt.
Ja, das sind die Stellen die ich auch nicht so schön finde. Da liege ich durchgehend etwa bei 5 Minuten Ein und 6 Minuten Aus. Und von den 5 Minuten Ein ist eine Minute am Ende scheinbar nur noch der Lüfter.
Da gefällt mir die Nacht davor weitaus besser (man beachte die andere Skaleneinteilung!):
Ein Abtauvorgang in der Nacht dauerte etwa 5 Minuten (von 04:06 [Heizpause] bis 04:11 [Heizstart]). Dabei ist der Stromverbrauch für 2 Minuten bei etwa 450-500 Watt. Also etwa 20Wh/0,02kWh.
Zwischen 00:00 und 05:00 hat die Anlage heute 0,92kWh verbraucht (sehr konstante 0,18kWh pro Stunde +-0,1kWh) ohne Abtauvorgänge. Gestern von 00:00 bis 05:00 waren es 0,76kWh. Durchschnittlich 0,15kWh pro Stunde mit einem Ausschlag zwischen 04:00 und 05:00. Hier lag der Verbrauch dann bei 0,2kWh durch zwei Abtauvorgänge. Das passt auch zur obigen Berechnung mit etwa 0,02kWh pro Abtauvorgang.
edit: Zur Vollständigkeit: Die Durchschnittstemperatur gestern lag in der Zeit bei 1,5° und heute in der Zeit bei 1°.
Kurzum, die Anlage läuft mit Abtauvorgängen sparsamer und wenn man subjektiv eher weniger Takten und dafür konstanteren Lauf aber mit niedrigerer Sptzenleistung bevorzugt, dann ist auch da die Einstellung mit Abtauung zu bevorzugen.
Das entspricht meinem subjektiven Gefühl ebenso bei der Anlage. Offene Limitierungen und eine hohe Bedarfseinstellung ist eher förderlich für ein "zappeliges" Verhalten. Mit dem tatsächlichem Heizbedarf und einer Limitierungseinstellung kurz darunter, läuft sie hingegen recht konstant durch.
Mein Problem zeigt sich hauptsächlich beim Aufheizen des Raums. Ich fahre mit einer Nachtabsenkung und morgens wird der Raum wieder aufgeheizt. Wenn der Raum aber noch nicht durchgeheizt ist, dann sorgt ein Abtauvorgang direkt für 2-3° Temperaturabfall. Und da wird's schon recht unangenehm. Ich vermute, dass ich im Ess-Wohn-Bereich (großer Raum) auf die 100%-Steuerung ab 3° wechsle, damit hier möglichst wenig Abtauvorgänge laufen. Im Badezimmer ggfs. auch. In den restlichen Zimmern stören die Abtauvorgänge weniger und daher gehe ich dort dann auf Effizienz. Es ist halt eine Gradwanderung zwischen Effizienz und Komfort ![]()
Oje, das klingt heftig. Sind aber echte °C im Raum gemessen oder direkt am IG der Daikin?
Ein 10 Minuten Abtauvorgang erzeugt derzeit bei mir 0,2°C Temperaturabfall und da vermute ich noch gehörigen temporären Einfluß, da der Sensor zwar an der Wand gegenüber aber dennoch in 4-5m Abstand im Luftstrom der Anlage steht. Von daher sind die nach Wiederanlauf wieder in aktzeptabler Zeit erreicht.
Das ist ein externer Sensor in ein paar Metern Abstand. Hier sieht man das Problem ganz gut, das ist nämlich ein Abtauvorgang der gerade noch lief. Die Anlage hätte jetzt eigtl. die Temperatur wieder steigern müssen, kommt aber in einen Abtauvorgang. Dadurch fällt die Temperatur nochmal um 1° ab und wir sind etwa 2° unter der eigtl. Zieltemperatur. Morgens wenn der Raum noch nicht richtig durchgeheizt ist geht das nochmal eine Ecke schneller/weiter.
Hier reden wir aber auch von dem größten Raum im Haus, mit einer einzigen Anlage. Raumlänge beträgt etwa 8 Meter. In 8 Metern Abstand ist auch ein weiterer Sensor, welcher auf die Abtauvorgänge kaum reagiert. Allerdings ist die Temperatur dort generell auch wesentlich geringer.
Damit ist zumindest schonmal klar widerlegt, dass die ATXD bei Temperaturen von um die 0 Grad einfach stur alle 45min abtaut.
Und es scheint einen klaren Zusammenhang mit der Einstellung der Bedarfssteuerung zu geben.
Oder durch die (Micro-) Stops von ~6 Minuten wird dieser Timer zurückgesetzt. Das würde einem ähnlichen Verhalten entsprechen, wir hier berichtet wurde, durch manuelles Umschalten auf "Nur Lüften" um einen Abtauvorgang zu unterbrechen. -> dieser Timer läuft nur bei aktiver Heizleistung.
Ich hoffe, dass ich das nie so dargestellt habe. So ist es nämlich nicht. Und trotzdem verfällt die Anlage immer wieder in sinnlose Abtau-Rhythmen. Habe da schon verschiedene dazwischen liegende Zeitspannen beobachtet, meist aber im Bereich max. 1 Stunde.
Ich habe meine ATXD35A jetzt gerade abgeschaltet und wieder angeschaltet und sie läuft jetzt ohne ECONO-Modus. Es dauert noch ein wenig, bis ich Feierabend mache und dann beobachten kann, ich werde aber berichten.
Vielleicht wird der Spuk ja besser, wenn die Anlage im normalen Modus läuft, ich bezweifle es aber. Hatte das ja schon einmal getestet (ECONO deaktiviert) aber ohne die Anlage dazwischen abzuschalten.
@gullideggl wie lang/kurz ist denn die Kältemittelleitung bei deiner ATXD?
Die hat etwa 6 Meter Länge
Heute ist der starke Wind wieder weg. Der erste Abtauvorgang, den ich nicht abgebrochen habe, war jetzt nach ca. 6-7 Minuten komplett vorbei und die Anlage geht wieder in den Heizbetrieb. Bis wirklich warm kommt, dauert aber länger - die Anlage fährt erst gemächlich wieder hoch.
So wie es bis jetzt aussieht, ändert das Ausschalten des ECONO-Modus nichts. Aber ich werde das weiter testen.
Ich habe die letzten Wochen auch so einiges probiert und beobachtet.
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wenn sie taktet, kann das das Abtauen verhindern, solang sie oft genug taktet. Timer wird wohl zurückgesetzt, wie von @dieter_p auch vermutet.
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Es fängt so bei 3 grad oder darunter an. Aber ganz exakt ist es nicht. Ich habe zwei ATXD, und es kann duchaus sein, daß bei um die 3 grad nur eine taktet, die andere nicht, obwohl beide die selbe Außentemperatur per Faikin-Modul melden. Entweder gibt es noch einen zusätzlichen Faktor, oder ein anderen Sensor (z.B. Temperatur am Wärmetauscher außen) ist maßgeblich.
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Ohne Bedarfssteuerung (auf 100% gestellt) wird auch abgetaut, ungefähr jede Stunde.
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ich habe versucht die Zieltemperatur sehr hoch (28 grad) zu stellen, Bedarfssteuerung auf 30%, so daß die eigentliche Zieltemperatur von 21 Grad nicht erreicht wird, in der Hoffnung daß dies das ungewünschte Abtauen verhindert. Hat auch nicht geholfen.
Und das alles während meine MHI bei diesen Tests nicht abgetaut hat, obwohl sie mit deutlich höherer Leistung läuft.





