Um das Abtauverhalten besser zu verstehen, habe ich eine Temperaturüberwachung im Außengerät realisiert. Es wird mit einem kleinen Arduino die Spannung am Thermistor des Wärmetauschers gemessen. Der Wert wird über eine serielle Schnittstelle per Kabel nach innen übertragen, wo ein ESP32 die Temperatur berechnet und den Wert an die Hausautomatisierung per MQTT überträgt. Da der Arduino am 5V der Außeneinheit hängt, wird die Schnittstelle mit einem ADUM1201 elektrisch isoliert. Ich habe auch die Möglichkeit die Spannung am Thermistor stufenlos (PWM) nach 5V oder 0V über 100k zu ziehen.
Wir sehen hier unten wie der Temperaturverlauf am Verdampfer (evaporator) aussieht. Nach 40 min sinkt die Temperatur stark ab, was ein Abtauvorgang auslöst. Dieses verhalten habe ich am Wochenende mehrfach beobachten können. Es hat mit der Eisbildung am Verdampfer nichts zu tun. Interessant ist, dass an der Saugseite (Ende) des Verdampfers die Temperatur sich kaum verändert hat (mit einem Thermometer überprüft).
Der Vorgang lässt sich dadurch erklären, dass der Expansionsventil das Kältemittel zu stark drosselt. Es kommt zu einem Druckabfall, was die Temperatur stark sinken lässt. Das Kältemittel kann sich aber bis zum Austritt stark erhitzen und die Temperatur bleibt dort fast konstant.
Als einfache Lösung kann man den Thermistors nach dem Wärmetaucher platzieren, wie in den Bildern dargestellt.
Nach dem Umbau läuft die Anlage ohne Temperaturabsturz durch. Man sieht zwar den typischen Einbruch im COP nach 35 min, aber die Anlage läuft durch. Jetzt muss ich nur noch sehen, ob die Anlage eventuelle Vereisung erkennen kann.



