Mein Problem dreht sich um einen Power Queen 24V 200Ah LiFePO4 5 kWh . Ich lade mit eine Mean Well NPB-1700-24 mit Trucki2MeanWell Gateway und speise die Energie mit einem SUN-1000G Wechselrichter mit Trucki2Sun Gateway ins Netz. Grundsätzlich funktioniert das einwandfrei.
Jetzt tritt aber das Problem auf, dass das Mean Well Ladegerät die Spannung von der Batterie nicht richtig messen, weil keine Spannung messbar ist (es zeigt immer 28,8 V). Mit meinem Multimeter kann ich überhaupt keinen genauen Wert messen. Es springt nach dem Anlegen mehrmals von einem Wert zum nächsten und zeigt dann gar nichts an.
Die Frage ist, was kann ich bei so einem Verhalten tun? Ist das Batterie Management System schuld? Ich hatte diesen Fall ein mal vorher bereits und konnte das Problem lösen indem ich alles vom Netz und der Batterie getrennt habe und mehrere Stunden gewartet habe. Danach konnte das Mean Well Ladegerät die Spannung wieder richtig messen. Diese mal hat das aber nicht funktioniert.
Ich würde mich sehr über Infos und Anweisungen freuen, was ich tun kann, um die Batterie wieder ins Laufen zu bringen!
kann aber auch sein, dass die Batterie wegen einer Cell_Overvoltage_Protection abschaltet. Die Ladespannung von 28,8V 3,6V/Zelle!! und die Anwendung deuten darauf hin. Wenn die Batterrie auch nur ein klein wenig aus der Balance ist, ist das unvermeidbar.@willzenstein muss sich mit der Ladekurve von LiFePo4 Batterien und dem Balancing eingehend befassen.
Ja, indem du den Akku stromlos eine Weile stehen lässt. Wenn er wegen overload einer Zelle abgeschaltet hat, dann wird mit der Zeit die Zellspannung sinken und das BMS schaltet frei. Miss die Spannung des Akku´s im Ruhezustand. Ist der Akku aber wegen undervoltage abgeschaltet, dann hilft vielleicht das aufladen mit dem vom Hersteller gelieferte Ladegerät. Das soll sogar bie 29,2 V gehen und wird gegen Ladeende gewiss den Strom reduzieren, so dass die Balancer einen Zellausgleich erreichen können.
@deff Danke für den praktikablen Tipp! Ich warte noch bis morgen wg. der denkbaren BMS-Freischaltung, aber ich vermute ja, dass er zu tief entladen wurde. Ich werde demnach also in ein Hersteller-Ladegerät investieren und ein Follow-Up verfassen, wie das ausgeht.
Hast du ein V Meter, mit dem du die Ruhespannng messen kannst? Ob das Laden mit dem Hersteller Ladegerät gelingt, ist ungewiss.
Ein regelbares Netzteil sollte in keiner Bastelwerkstatt fehlen und kostet auch nicht viel. Damit kann man Spannung und Strom einstellen. Wenn er Akku nichts mehr aufnimmt, siehst du es an der Anzeige des Netzteils. Mal mit 25 V und 1 A probieren. Ist die Ruhespannung des Akku´s höher?
Ich schaffe es nicht die Ruhespannung zu messen (siehe meinen ursprünglichen Beitrag). Der SUN Wechselrichter zeigt allerdings 23V Spannung an. Deshalb kann ich nicht beurteilen, ob der Akku zu tief entladen ist oder das BMS ein Problem hat. Nachladen kann ich direkt mit dem Meanwell nicht, weil er ja immer zu hohe Spannung misst und nicht lädt, um zu tiefe Entladung auszuschließen. Wahrscheinlich wäre ein regelbares Netzteil die bessere Variante? Ich dachte deshalb an das Hersteller-Ladegerät, weil eine 0V-Ladung damit möglich sein soll.
Ok, danke bis hierher. Nach nochmaligem Recherchieren ist meine Arbeitshypothese: das BMS blockiert den Akku. Mit dem Ladegerät des Herstellers soll diese Blockade aufgehoben werden können.
Wäre nämlich entweder eine oder mehrere Zellen oder das BMS kaputt, ist für mich die Batterie ohnehin Geschichte, weil ich weder Wissen noch Bereitschaft habe das bis dorthin zu eruieren.
Danke für die Antworten bisher, ich werde die weitere Entwicklung hier für Leute mit ähnlichen Problemen dokumentieren.
das ist okay,
2 Fragen hab ich noch: hast du alle Kabel vom Akku abgeklemmt und dann an den Polen gemessen? Hat der Akku einen gesonderte Eingang für das Ladegerät des Herstellers?
Die mir bekannten BMS können das Laden und Entladen getrennt steuern. Wenn zu leer geht nix raus aber alles rein. In so einem Zustand misst man am Akku Null Volt, kann ihn aber laden. Und dann wird der Eingang frei geschaltet. So wie es bei dir offensichtlich alles sperrt, deutet auf eine Fehlfunktion hin. Wenn das Hersteller Ladegerät an einen gesonderten Akku Eingang angeschlossen wird, kann es am BMS vorbei Strom in die Zellen schicken. Wird es dagegen an den normalen Polen angeschlossen, dann wird das defekte BMS den Stromfluss behindern.
Hast du schon mal den Hersteller kontaktiert? Ich habe deren Service als sehr gut empfunden. Schnelle und tiefgehende Antworten mit hilfreichen Vorschlägen. Wenn es mal etwas länger dauern sollte, weil die sich mit den Ingenieuren in China kurzschließen müßen, sagen die auch Bescheid.
@texnik Ja, habe den Support kontaktiert, aber das ist ein KI-Bot. Ich kann mir vorstellen, dass die Vorschläge grundsätzlich nicht falsch sind, allerdings wurde ich skeptisch, weil mir die KI ein Ladegerät mit 14.6V für meine 25.6V Batterie vorgeschlagen hat. Da wollte ich doch lieber nochmal die Expertise von echten Menschen in diesem Forum hören.
@deff Der Akku hat keinen gesonderten Eingang. Wie gesagt, wenn es das BMS ist, ist der Akku für mich eh hinüber. Ich habe allerdings in den Kommentaren auf powerqueen gelesen, dass jemand das selbe Problem mit dem Hersteller-Ladegerät lösen konnte. Ich bleibe also gespannt.
Tatsächlich eine KI. Ich hatte eine Frage wegen einer Erweiterung. Die Antwort kam superschnell, es fehlte der Mitarbeitername und die Antwort war zu unspezifisch.
Auf die Nachricht geantwortet. Jetzt dauert es mit der Antwort. Meine nächste email wird die Bitte enthalten mit einem menschlichen Mitarbeiter zu kommunizieren. Meist geht so ein Service darauf ein.
Nachtrag:
Auf meine Rückfrage meldet sich ein Mitarbeiter, mit dem ich vor langer Zeit kommuniziert habe.
Ich habe gestern das Power Queen 29,2V 20A LiFePO4 Ladegerät bekommen (das ging wirklich flott!) und habe es direkt an den Akku gehängt. Die LED-Anzeige zeigte, dass es lädt und ich habe es ein paar Stunden laden lassen. Um zu überprüfen, ob es einwandfrei geladen hat, habe ich das Ladegerät wieder abgehängt und die bisherige Installation (SUN Wechselrichter und Meanwell Ladegerät) wieder an den Akku angeschlossen. Das Laden hat funktioniert, da der SUN Wechselrichter eine Spannung oberhalb des “Cutoff” gemessen und bei Bedarf auch sofort wieder eingespeist hat. Das hat es auch über Nacht brav getan und beim (von mir erhöhten) Cutoff auch abgeriegelt. Es liegt also der Schluss nahe, dass der Akku einfach leer war.
Der springende Punkt ist aber, dass das Meanwell Ladegerät nach wie vor “full delayed” anzeigt und 28.8 V Spannung misst und somit das Laden des Akkus verweigert. Ich schließe im Moment aus, dass das BMS defekt ist und deshalb eine falsche Spannung gemessen wird, weil es am SUN Wechselrichter ja einwandfrei funktioniert (und das Laden grundsätzlich funktioniert). Damit bleibt nur über, dass das Trucki 2 Meanwell Gateway die Daten falsch ausliest oder das Meanwell Ladegerät einen Defekt hat und die Spannung nicht messen kann.
Ich habe bei Trucki angefragt, ob er dieses Phänomen kennt und etwas dazu sagen kann. Abgesehen davon und einem Meanwell-Neukauf fällt mir im Moment nichts weiteres ein.
Ich habe die Ursache identifizieren können: die Leitungsschutzschalter waren defekt. Zuerst der für das Meanwell, später auch der für den/die/das Lumentree SUN. Ich habe sie ausgetauscht und jetzt funktioniert alles wie gehabt. Die Ursache für den Defekt ist mir unbekannt und ich bin nicht motiviert ihn zu eruieren.
Was ich davor probiert hatte: ich habe das selbe Meanwell Ladegerät erneut bestellt. Es hat sofort nach Inbetriebnahme die selbe falsche Spannung wie das alte angezeigt (wenn es keine Spannung messen kann, zeigt es volle Spannung an - muss man das verstehen?). Also habe ich das ausgeschlossen. Und ich hatte bei Trucki nachgefragt, der das Problem so nicht kannte und mich bei Problemen, so ich die Sticks nicht bei ihm gekauft habe, an den Verkäufer verwiesen hat. Ich bin schlussendlich draufgekommen, weil ich die Spannung (nun richtig) überall messen konnte, aber bereits beim “Ausgang” des Leitungsschutzschalters keine messbar war.
Fazit: ich habe kein tiefgehendes Elektro-Know-How. Deshalb kann ich nun aus eigener Erfahrung jedem, der auch so rumpfuschen will und glaubt, sich damit ein paar Euro zu sparen, davon abraten. Es ist den Ärger und vor allem die Ersparnis nicht wert. Das Gelernte ist in meinem Fall auch wenig wert, weil ich abseits von dieser Anordnung keine Akkus betreibe und bis auf Lichtschalter auch keine Elektroinstallationen vornehme. Und letztlich macht es wegen solcher Probleme in Summe auch keinen Spaß.
Worüber ich mich sehr gefreut habe, war Eure Hilfestellung und dass es immer noch Menschen im Internet gibt, die bereit sind sich mit anderen Menschen produktiv auseinanderzusetzen. Vielen Dank dafür!!!
Moin willzenstein, soviel Glück mit dem Leitungsschutzschalter muß man erstmal haben. Und ja, wenn die Kontaktierung nicht sauber ist, vermag eine Spannung anliegen, aber der Strom fließt kaum wegen der schlechten, sehr hochohmigen Verbindung.
Der Youtuber Zeobrain zerlegt sowas mit äußerster Liebe mit seiner Beißzange bei einem guten schluck Kaffee.
Ich weiß nicht, ob das noch unter “normal und kann ja mal passieren” fällt, aber jetzt war zuletzt der SUN Lumentree defekt und hat einen Kurzschluss verursacht. Ich hatte via amazon bei ask4IT bestellt und die haben vorbildlich extrem schnell und anstandslos das Gerät ersetzt! Jetzt läuft der Bums wieder. Richtig Freude kommt bei mir aber keine mehr auf, weil ich nur drauf warte, was als nächstes kaputt wird.