im Rahmen der Sanierung eines Altbaus, beschäftige ich mich derzeit mit dem Thema wie ich mit Klima-Split-Geräten heizen kann.
Im Anhang habe ich ein Bild mit einem Grundrissplan des EGs bereitgestellt. Die Außengeräte habe ich hier rot markiert und die IGs in gelb.
Mein Plan war es, im Flur eine Single-Split-Anlage zu installieren, welche auch über offene Treppen einen ähnlich großen Raum im Keller und OG mit heizen soll.
Eine Multi-Split-Anlage soll das Wohnzimmer+Küche+Esszimmer (offenes Wohnen), das Schlafzimmer sowie 2 Zimmer im OG beheizen. Das Außengerät würde auf dem Garagendach platziert werden wodurch recht kurze Leitungswege gewährleistet werden könnten. Hier bin ich mir allerdings bei der Positionierung des IGs im Wohnbereich alles andere als sicher, ob die Positionierung an der Wand des Fernsehers so optimal ist. Der offene Wohnbereich hat hier 50-55m². Ist hier durch die Größe des Raumes mit einer erhöhten Lüfterleistung zu rechnen, sodass dies störend beim Aufenthalt auf dem Sofa wäre? Hier würde mich eure subjektive Einschätzung interessieren Oder könnte es hierbei helfen, dass zwischen Flur und Küche keine Tür ist und dies durch das Innengerät im Flur kompensiert werden kann?
Eine konkrete Gerätewahl habe ich noch nicht getroffen, allerdings bin ich von Daikin recht überzeugt.
Schreib mal was über den U-Wert der Wände und der Fenster. Davon hängt viel ab.
Soll Split-Klima Alleinheizung sein oder nur zuheizen?
Wärme, die in den Keller fällt? Kann ich mir nicht vorstellen. Willst du damit die Räume im Keller und OG auf wohlige 21 Grad bringen? Das wird sehr sicher nichts.
Der Gedanke ist, Split-Klimas als alleinige Heizung zu verwenden.
Die U-Werte kann ich möglicherweise erst morgen nachreichen. Da es sich um eine Sanierung handelt, werden aber die GEG-Vorschriften durch entsprechende Maßnahmen eingehalten und Türen und Fenster werden ebenfalls ausgetauscht (3-fach-Verglasung).
Der Keller soll nicht auf wohlige 21 Grad beheizt werden. Lediglich der Vorraum im Keller ist durch die Kellertreppe verbunden. Dieser muss auch nicht 21 Grad erreichen, schön wäre es aber, wenn durch das IG im Flur des EGs ein kalter Luftzug aus dem Keller minimiert wird. Der Flur im OG ist ebenso über die offene Treppe mit dem Flur verbunden. Im OG befinden sich zusätzliche 2 IGs (verbunden mit dem Multi-Split-Außengerät) in separaten Räumen.
Da wirst du genauere Angaben brauchen. "Keine wohligen 21 Grad" kann ja alles heißen, auch 5 Grad.
Aber so gründsätzlich: Wärme wird dir kaum nach unten ziehen. Probier solche Sachen am besten immer mit einem Heizlüfter aus. So erkennst du schnell, ob irgendwelche Konzepte aufgehen.
Gerade die Temperaturverteilung über Türen in Nachbarräume hinweg ist oft recht schlecht möglich, hängt aber auch viel am Dämmstandard.
Da wirst du genauere Angaben brauchen. "Keine wohligen 21 Grad" kann ja alles heißen, auch 5 Grad.
Entschuldige die Ungenauigkeit. Der Keller soll nicht beheizt werden. Jedoch sollte die Treppe nach Möglichkeit weiterhin offen bleiben. Das mit den Heizstrahlern müsste ich mir mal ansehen, danke für den Tipp.
Gibt es denn bewährte Konzepte mit Klimaanlagen einen Flur mit offenen Treppen nach oben und unten zu beheizen? Diese Konstellation ist bei Altbauten doch recht häufig. Oder ist hier eher von einem Split-Gerät abzuraten?
Die Außenwände des Hauses sollten nach Dämmungsmaßnahmen einen U-Wert von <=0,24 haben. Der offene Wohnbereich mit >50m² hat eine Fensterfläche (3-fach-Verglasung) von ca. 22 m², die es zu berücksichtigen gilt. Hier stellt sich mir eben die Frage, ob ein IG hier ausreicht oder man lieber 2 IGs einbauen sollte und hierdurch die Wärme gleichmäßiger im Raum verteilt, da der Essbereich über einen 2,50m breiten Zugang zu erreichen ist.
0,24 ist schonmal super, aber die sehr große Glasfläche zieht eine Menge Energie. Die wird bei U-Wert von vielleicht 0,6-0,8 liegen.
Ein IG für 50m² wird vermutlich nicht reichen.
Hängt auch noch von der Heiz-Strategie ab. Wenn man 24/7 durchheizt, kann man noch für etwas bessere Wärmeverteilung sorgen.
Es ist aber eh klug, 2 IGs zu haben: Wird deutlich effizienter und in der Übergangszeit reicht es, wenn eine Anlage läuft. (Gehe mal von Single-Split aus).
Auch hier kannst du es mit Heizlüfter austesten. Nimm aber noch einen Zusatzlüfter, damit die Wärme gut verteilt wird.
Das würde ich nicht machen. Multisplit ist sowieso immer eine Herausforderung. Am besten nicht über 2-3 Innengeräte gehen. Und dann möglichst die Räume an ein AG, die ähnlich beheizt werden. Und Schlafzimmer ist sowieso so eine Sache. Da will man in der Nacht eigentlich nichts Laufendes. Wenn aber im Wohnbereich weiter geheizt werden soll, hörst du oben die Abtaugeräusche.
Wir haben eine Pana CU-4Z80, die u.a. das Schlafzimmer beheizt. Da unser Haus älter ist als wir, also dieses Jahr Anspruch auf gesetzliche Rente erhalten könnte, läuft das IG da seit Dezember ungefähr durch, vorher war es Nachts aus.
Lüfter auf niedrigste Stufe und einschlafen ist damit kein Problem. Ich höre den Lüfter, empfinde ihn aber nicht als störend.
Etas mehr nervt mich, dass die Lüftersteuerung so wankelmütig ist. Oftmals schaltet die Anlage den Lüfter ab, um nach gefühlt drei Minuten wieder los zu legen.
Da fände ich konstanten Lüfterbetrieb besser. An weißes Rauschen gewöhnt man sich noch schneller.
Danke für deine Ausführungen. Ich finde die Daikin Multi-Split-Anlage 2mxm40 sehr interessant, da diese laut Eurovent auch sehr gut runter regelt. Mir stellen sich noch zwei Fragen, wenn ich das Haus ausschließlich mit Split-Klima-Geräten beheizen möchte. Die Geräte sind meist nur bis -10 oder -15 Grad Außentemperatur angegeben. Ich wohne in Schleswig-Holstein, wo die Winter vergleichsweise mild sind. Wie verhalten sich die Geräte jedoch wenn mal die Temperatur weiter runter geht? Lohnt es sich, wenn man ausschließlich mit Split-Klimas heizt, die Cold-Region Modelle wie Nepura in Betracht zu ziehen?
In der Regel sind das nur Werte, auf die sich andere Daten im Datenblatt beziehen. Die hören aber nicht auf, bei -16 Grad zu heizen. Die heizen also auch bei niedrigeren Temperaturen, nur fällt die Leistung immer weiter ab.
Wenn man das Geld hat und Single-Split verbauen kann, finde ich die Cold-Regions immer eine Überlegung wert für den Hauptraum, den man beheizt. Auch weil die verlässlicher im Winter sind. Bei normalen Anlagen kann es bei ungünstigem Wetter passieren, dass das Eis innen hochwächst und man dann mal mit warmen Wasser nachhelfen muss. Ist aber bei vielen Geräten und deinen Klimadaten eher selten/unwahrscheinlich, dass es Probleme gibt. Nach 3 Wintern hatten wir bei -10 Grad NAT noch keine wirklichen Probleme.
Die Nepura dürfte auch deutlich effizienter sein, als eine Multisplit. Deshalb lohnt es sich auch, den Hauptraum mit einer Nepura auzustatten. Aber zumindest mit einer Single-Split mit gutem SCOP: