Position SmartMeter?

Hallo zusammen,

ich habe mir jetzt mal so eine Solarbank 2 angesehen und einen langen Thread dazu durchgelesen.
Dort habe ich auch meine eigene Frage gefunden, aber keine Antwort dazu.

Es gibt ja 2 Alternativen, so ein SmartMeter zu positionieren.

Alternative A: Zwischen Zähler und Verbrauchern inklusive BKW - das düfte der Normalfall sein, wenn man nur eine Unterverteilung UV hat.
Dabei fließt dann auf 2 Phasen immer Strom in Richtung der Verbraucher.
Auf der Phase mit dem BKW kann es in beide Richtungen gehen.
Dabei kommt es dann darauf an, ob der WR mehr Strom liefert als die Verbraucher abnehmen oder nicht.
Im Extremfall hängt an dieser Phase gar kein aktiver Verbraucher und der gesamte Strom fließt zum Zähler und wird dort mit den beiden anderen Phasen saldiert.

Alternative B: Zwischen Zähler und Verbrauchern ohne BKW
Dabei fließt auf allen 3 Phasen immer nur Strom vom Zähler zu den Verbrauchern.
Das kann dann der Fall sein, wenn sich die Zangen vom SmartMeter nicht direkt hinter dem Zähler bzw. den Hauptsicherungen montieren lassen und daran mehrere UV hängen.

Das ist bei uns der Fall.
Direkt an den Hauptsicherungen gehen 2 Stränge ab.
An der Zählertafel ist kein Platz, in den beiden UV schon.
An einer UV ist im Wesentlichen nur das BKW angeschlossen, an der anderen praktisch alle Verbraucher, insbesondere die Heizungsanlage mit der Wärmepumpe.

Die Frage dazu ist:
Kann man so einem Batteriesystem wie der Solarbank 2 beibringen, dass das SmartMeter nur die Verbraucher misst ohne das BKW (Alternative B)?

Gruß
Claus

Zu V2
Er misst nur den Verbrauch, wird allerdings dann ALL IN gehen und alles einspeisen was er kann.
Er sieht ja keinen Erfolg der Einspeisung da der Verbrauch trotzdem da ist und die Einspeisung daran nichts ändert.
Wenn man das Smart Meter als Messsteckdose konfigurieren könnte würde es funktionieren.
Da das bei Anker nur mit den eigenen Plugs geht sieht es schlecht aus.

Ist das gesichert oder "nur" Meinung?
Zwei Pro-Shellys (von denen eins wohl ausverkauft ist) werden ja inzwischen wohl auch unterstützt.

Gibt es vielleicht User, die schon so ein System am Start haben - eventuell sogar mit einem Shelly und nicht mit dem Anker eigenen PowerMeter - die das bestätigen können?

Gruß
Claus

Hallo zusammen,

ich bin einen halben Schritt weiter.
Da die Amortisation vom BKW nicht die allerhöchste Prio hat und Basteln zu meinen Hobbys gehört, habe ich eine Solarbank 2 gekauft.

Und die hat gleich mehrere Erkenntnisse gebracht.
Die Wichtigste:ist natürlich, dass sich damit - wenig überrraschend - die Eigenverbrauchsquote erheblich erhöhen lässt - heute bei Sonnenschein tatsächlich auf 100%.

Auch wichtig finde ich, dass das beworbene Plug-and-Play bei dem Ding nur in der Theorie praktikabel ist.
Man benötigt dazu ja eine Aussensteckdose in einer von den beigefügten Kabeln erreichbaren Entfernung sowie die Bereitschaft, die Batterie im Winter bei Bedarf mit Strom zu beheizen - beides ist bei mir nicht vorhanden.
Die Batterie nach innen zu verfrachten führt aber fast zwangsläufig zu Folgearbeiten - wer hat schon an den Panels einen Weg ins Innere, durch den ein MC4-Stecker und mehrere Kabel passen.
Wir nicht - bei uns gibt es ein 20er-Leerrohr für das AC-Kabel vom Mikrowechselrichter und mehr nicht.
Damit die Batterie innen ihren Platz findet, ist also Selbermachen der DC-Kabel angesagt.
Und dazu benötigt man Kabel, Stecker mit Hülsen und eine Crimpzange.
Ganz hilfreich finde ich zusätzlich eine feine Abisolierzange, eine Knipex Cobra, eine sog. dritte Hand und einen Lötkolben mit mehr als den 25 Watt von meinem Ersa Multitip, mit dem ich sonst immer Audiokabel löte.
Der Ablauf:
Vorgeschlagen wird im Internetz, das Kabel 7-10mm abzuisolieren.
Ich nehme statt dessen 12mm.
Ich lege dann die Hülse so in die Crimpzange, dass diese packt ohne zu crimpen, überprüfe die Position und führe dann das abisolierte Kabel soweit hinein, dass die Isolierung an die Zungen für die Zugentlastung anstösst.
Crimpzange zu und prüfen, ob das Kabel so schon hält.
Danach mit der Cobra die Zungen der Zugentlastung zudrücken und den ganzen Stecker wieder gerade biegen - der verbiegt sich bei mir etwas durch das Crimpen.
Jetzt am Übergang von der Zugentlastung zu dem dort offenen Kabel Lötzinn drauf - das hält dann nämlich sicher.
Zum Schluss noch das Gehäuse vom Stecker drauf und fertig.
Vor dem Anschliessen an den Wechselrichter finde ich es auch noch eine gute Idee, bei etwas Sonne mit einem Multimeter die DC-Spannung zu überprüfen.

Damit funktioniert die Solarbank schon mal - und dank der vier unabhängigen Anschlüsse auch mit ebenso vielen Panels.
Perfekt wird das allerdings erst im Zusammenspiel mit einem Smart Meter.
Anker bewirbt die Integration mt der Shelly Family - und davon haben wir schon einige am Start.
Was Anker allerdings nicht schreibt, ist die Tatsache, dass nicht jeder Shella Pro EM integriert ist - es geht eigentlich nur mit dem 3EM-120A mit seinen riesigen 120A-Wandlern.
Unser 3EM-3CT63 - der mit seinen Wandlern immer passt, wenn noch eine TE für den Shelly frei ist - geht jedenfall nicht.
Diese Baustelle ist also noch offen.

Gruß
Claus

Wenn du eine vernünftige Crimpzange hast, ist verlöten absolut überflüssig. Löten würde ich nur, wenn keine Crimpzange zur Verfügung steht.

Inzwischen ist der 3EM-120A auch da und an den Start gebracht.
Die Messwerte mit meinen von den vorhandenen EM50 übrigen 50A-Wandlern waren eigentlich schon ganz gut - ich habe sie trotzdem nach Anleitung neu kalibriert.
Das Verbinden mt der Batterie hat dann auch auf Anhieb geklappt.
Die Nutzung im Eigenverbrauchsmodus dann aber leider erstmal nicht.
Es kam immer wieder der Fehler 32.
Dazu habe ich zwar jede Menge Posts in den verschiedensten Foren gefunden - aber keine wirklich schlüssige Begründung, die durch z.B. ein Wireshark-Capture untermauert gewesen wäre.
Der Anlass für den Fehler ist wohl jedenfalls, dass die Kommunikation zwischen Batterie und Smart Meter nicht einwandfrei funktioniert - und zwar unabhängig davon, ob dieses von Anker oder ein Shelly ist.
Bei mr sind eigentlich grundsätzlich alle IoT-Geräte, die in irgendeienr Cloud unterwegs sind, im Gastnetz der FritzBox untergebracht.
So auch hier - und daran könnte es liegen, auch wenn der Haken für eine Kommunikation der Geräte im Gastnetz natürlich gesetzt ist.
Nachdem ich nämlich beide Geräte ins Heimnetz und den 3EM zusätzlich noch ins LAN umgesiedelt habe, ist der Fehler weg, die Kommunikation also wohl stabil.
Leider habe ich bisher nur ein Netzwerkkabel zu der als Mesh-Repeater fungierenden FritzBox im Keller liegen, an welcher der 3EM hängt - deshalb geht dort zur Zeit per KAbel nur das Heimnetz.
Das werde ich probehalber mal ändern und provisorisch ein LAN-Kabel dahin legen und beide Geräte wieder ins Gastnetz packen, den 3EM dann per LAN und die Batterie gezwungenermaßen per WLAN.
Dann sehen wir ja, ob es nur am Gastnetz selbst oder an der WLAN-Verbindung innerhalb des Gastnetzes liegt.

Gruß
Claus