Platzierung Außeneinheit und Kondensatablauf

Hallo Zusammen,

an meinem EFH plane ich die Installation einer Single-Split Klimaanlage (Daikin Perfera). Die Inneneinheit wird im Schlafzimmer montiert. Über die Positionierung der Außeneinheit bin ich mir noch unschlüssig und möchte mir hier Rat von euch holen. Hauptsächlich möchte ich im Sommer kühlen, da das Schlafzimmer Südseite ist und in den Übergangszeiten etwas zuheizen.

Im grünen Bereich wird sich sich die Inneneinheit befinden und der orangene Bereich wäre meiner Meinung nach für die Außeneinheit am sinnvollsten. Ich weiß aber nicht so richtig, wohin mit dem Kondensat, da die Ecke schon recht stark versiegelt ist und sich dort auch der Kellereingang befindet. Für die Kondensatleitung der IE würde ich nur eine der Betonplatten entfernen. Nun habe ich aber gelesen, dass an der AE im Winter viel Wasser beim Abtauen anfällt und ich habe Angst, dass mir der ganze Weg und die Kellertreppe in eine Eisbahn verwandelt werden. Mache ich mir unnötig Sorgen oder gibt es gute Tipps?

Rein von meiner Anlage und Bauchgefühl, wäre ich da vorsichtig. Die Wassermenge im Sommer empfinde ich fast als mehr und wird oft mit 0,5-1,5L pro Stunde angegeben. Im Winter bei tiefen Temperaturen baust du dir so aber durchaus eine Eisbahn.

Ich würde drüber nachdenken vielleicht 2 Platten zu entfernen und dort Kieselsteine zu streuen. Deine Regenrinnen oder Kanalanschlüsse erscheinen aufwendig zu erreichen. Bzgl. Versickern, Deine Hauswände sind ordentlich abgedichtet oder hast schon jetzt feuchte Wände ohne zusätzliches Sickerwasser?

Ich lasse an der Hauswand in ein Blumenbeet versickern, aber dort ist lockerer Boden (keine Lehmschicht) und im Winter ist es nicht dauerhaft so kalt das alles total zufriert.

Ich sehe 2 Möglichkeiten:

  1. AG etwas erhöht aufstellen, so dass der Kondensatschlauch mit Gefälle irgendwohin ablaufen kann.
  2. Bohrung ins Erdreich (ggf. durch die Gewegplatten) und das Bohrloch mit grobem Kies auffüllen, so dass das Kondensat darin versickern kann. Die Bohrung müßte sicher 25-30mm haben und mind. 50cm tief sein, denke ich. Hängt etwas von deinen Bodenverhältnissen ab. Bei Lehmboden wird das wohl nicht funktionieren.

Kannst die Anlage auch in 2-3 m Höhe aufhängen. Darunter stellst eine Regentonne, da fließt alles rein. So hast du gleich Wasser zum Gießen. Und da nur Übergangszeit, spielt Frost auch keine Rolle. Bevor ordentlich Frost kommt, leerst du die Tonne.

Wir haben eine Anlage, wo wir selbst den ganzen Winter durch das Wasser auffangen. So richtig zugeforen war es die letzten 4 Jahre nicht, NAT ist hier -8 Grad. Auch unsere Regentonnen haben wir seit Jahren nicht mehr geleert im Winter.

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Die Sorge ist tatsächlich berechtigt, wobei ich dich so verstanden hatte, dass du nur in der Übergangszeit zuheizen willst. Da ist in der Regel kein Frost.

Ihr habt natürlich recht, dass es in der Übergangszeit noch keinen Frost gibt. Aber ganz ausschließen kann ich die Benutzung im tiefsten Winter auch nicht. Wer weiß, was die Zukunft bringt. Zumindest möchte ich lieber vorher den Standort so gut wie möglich vorbereiten, als mich hinterher zu ärgern. Die Vorschläge mit dem Kies und mit der Regentonne fand ich gut. Die werde ich auf jeden Fall näher in Betracht ziehen.

Die Norweger stellen oft einen großen Mörtelkasten drunter. Sowas in der Art:

Durch die schrägen Wände kann man Eis dann auskippen und das Eis zerstört auch nicht das Teil selbst.

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Mir kam schon in den Sinn, das Kondenswasser robuste Pflanzen verzocken zu lassen, die kaum einer Pflege bedürfen und auch damit klar kommen, wenn mal ein Tag kein Kondenswasser kommt. Meine spontane Idee wären männliche Pflanzen der Ghettopalme (auch Götterbaum genannt). Das ist zwar eine invasive Art, die den Klimawandel überleben wird, doch bei uns gibt es Unmengen davon und männliche Pflanzen werfen keine Unmengen von Samen. Die wachsen in wenigen Monaten zu stattlichen Pflanzen, die unkaputtbar sind und dann das Wasser auch verbrauchen.

Auffangen und das Wasser zum Gießen verbrauchen ist doch eine gute Lösung! Wasser wird immer knapper und das Kondensat ist auch noch destilliertes Wasser, könnte man sogar in der Waschmaschine nutzen. AG einfach auf hohen Sockel (Pflanzsteine etc. oder Halterung an der Wand) platzieren und 2-300l Regentonne darunter - fertig. Die Regentonnen sind ja auch konisch nach unten verjüngend, so schnell platzen die bei Frost auch nicht. Habe auch schon mehrfach Regenwasser überwintert, fängt halt oberflächlich an zu frieren. Kommt ne Styroporplatte drauf und wenns ganz dick kommt 1h Tauchsieder 1kW reinhängen - dann ist wieder 2 Tage Ruhe. Tauchsieder natürlich mit PV-Strom speisen :wink:

Destilliertes Wasser ist nicht zum Blumen gießen geeignet.

Hmmm - wir gießen alle unsere Pflanzen mit Regenwasser. Wenn das nicht destilliert ist, weiß ich nicht - es ist zumindest kondensiert, genau wie das Kondenswasser aus der Klima… :wink:

Regenwasser ist das Gegenteil von destilliert. Destilliertes Wasser ist Mineralfrei.

Wenn man nicht ausschließlich mit dem Kondenswasser der Anlage gießt, sollte das ok sein. Das Kondenswasser der Anlage ist auch kein destilliertes Wasser, das hat schon jede Menge Staub und Schmutz gesehen, bis es aus dem Schlauch rauskommt. Ganz ähnlich wie Regenwasser.

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Pflanzen kann man problemlos mit dem Kondenswasser aus den Splits gießen, das von den Leitwerten locker demineralisiertem Wasser entspricht. Da wäre eher das Problem der mikrobiellen Belastung durch Schimmelsporen u.ä.
Für Zierpflanzen draußen, passiert da nicht viel. Dünger in Form wichtiger Mineralsalze beziehen die Pflanzen aus der Erde, die man als Mineraldünger natürlich auch noch ergänzen kann. Gerade Pflanzen wie die Ghettopalme sind da aber völlig anspruchslos. Ich will dort ja kein rauchbares Gras züchten :smiling_face: