Moin Leute,
meine Frau und ich sanieren ein Wochenendhäuschen mit ca. 70qm Wohnfläche, um einen Ruhepol in unserem Leben zu haben, den der Hauptwohnsitz nahe Hannover nicht bieten kann.
Im Wesentlichen möchte ich hier die Planung und Umsetzung der Heizungsanlage besprechen.
Ich bin aktuell von der Vielfalt an Split-Klimaanlagen und sonstigen Heizlösungen überfordert und hoffe auf etwas Unterstützung, um Struktur in das Thema reinzubekommen.
Es gibt nur einen Holzofen zum Heizen, der uns nicht ausreicht. ![]()
Voraussetzungen:
Wohnfläche ca. 60m² beheizt + Wintergarten
Warmwasser über DLE
Heizlast ca. 7-8kW, etwa 100W/m²
-> überschlägig errechnet aus 5000kWh Wärmestrom und 2-3 srm Holz á 2000kWh p.a. = 11.000kWh
-> Angenommen 1.500 Volllaststunden für ein EFH, ergeben sich 11.000kWh / 1500h = 7,33kW
Haus wird nur an Wochenenden oder in Ferien bewohnt, steht ansonsten leer
Räumlichkeiten (s. Grundriss):
Wohnzimmer ("Zimmer 2") und Küche ("Zimmer 3") werden zusammengelegt, die Wand entlang der grünen Strichelung auf ca. 2,5m Länge entfernt
Zwei Schlafzimmer á 8-9qm ("Zimmer 1" wird getrennt in Schlaf 1 und 2)
Das Badezimmer (ehemals Küche/WC) soll direktelektrisch bzw. indirekt über die angrenzenden Räume mitbeheizt werden
Wintergarten wird als Abstell-/Spielzimmer für den Nachwuchs genutzt, muss nicht direkt geheizt werden
Legende des Grundriss: rote Striche = Vorschlag Position Innengerät; grün gestrichelt = Wände, die nach Sanierung nicht mehr stehen
Mögliche Heizsysteme:
Alternativen zur Splitklima als Hauptheizung nehme ich gerne, mir fallen aber keine ein.
Infrarot kommt eventuell für die Schlafzimmer in Frage.
Anforderungen an Klimageräte:
- leiser Betrieb (Lüfter und Klappen)
- gleichmäßige Luftverteilung mit wenig Zug
- Dauerbetrieb ohne unnötiges Abtauen oder Takten
- per App aus der Ferne steuerbar
- Frostschutzbetrieb mit geringer Temperatur (<10°C)
- Heizbetrieb muss auch bei -15°C noch gewährleistet sein
- am besten selbst installierbar
Offene Fragen:
Wie gehe ich das jetzt an? Das Haus soll warm und komfortabel sein, die Klimageräte uns aber auch nicht arm machen und je weniger desto besser.
Reicht ein Innengerät an der 8,6m breiten Wand im Wohnzimmer (z.B. über dem Fenster im Norden), um auch die Küche ausreichend zu heizen oder sollten wir hier für die ganz kalten Tage ein eigenes IG vorsehen? Single- oder Multisplit?
Ist für die Schlafzimmer eine 2in1-Multisplit eine gute Idee, oder genügen da vielleicht Infrarot-Heizungen? Bei 800-900W Heizlast sind doch selbst 9kBTU-Anlagen überdimensioniert.
Mein Lösungsvorschlag:
Wohnzimmer: eine Monosplit, die bei -15°C noch genügend Leistung hat, um die Wohnhälfte des Hauses zu heizen. Sie bräuchte dann knapp 5kW. (100W/m² * 1,17 [5°C höheres Temp.-Delta (5/30) gegenüber NAT] * 40m² --> 4,7kW)
Im nächsten Winter testen wir dann, wie wir in der Küche klarkommen, und rüsten ggf. noch eine Monosplit-Anlage nach.
Die Schlafzimmer werden mit Infrarotplatten geheizt (günstiger Anschaffungspreis, schnell installiert, Leistung besser an die kleinen Räume anpassbar)
Das Badezimmer bekommt einen hochwertigen Heizlüfter, der während unserer Anwesenheit 18-19°C hält, zum Duschen schnell hochheizt und ansonsten Frostschutz gewährleistet.
Was haltet ihr von dem Vorschlag?
Welche Geräte würdet ihr empfehlen?
Gerne auch Vorschläge für IR-Geräte oder Heizlüfter, die sich bei euch in kleinen Räumen bewährt haben.
Vielen Dank schon mal! ![]()

