Planung Neubau EFH - Klimaanlage

Hallo,

ich bin ganz neu hier und habe das Forum über ein sehr interessantes YT-Video gefunden.

Unser EFH (KfW55) ist mehr oder weniger fertig geplant (schlüsselfertig). Uns wurde zwar mehrfach bei den Vorgesprächen versprochen das ein KfW55-Haus sich nicht so aufheizen wird, wir lassen aber trotzdem eine Klimaanlage zu der Wärmepumpe und PV mit Batterie einbauen. Wenn nicht jetzt, wann dann. Und bei PV und Batterie drängt sich das im Sommer zum Kühlen ja nahezu auf.

Der Installateur der Wärmepumpe hat auch gleich eine Klimaanlage von Vaillant mit angeboten. Das war mir direkt viel zu teuer und Vaillant sagte mir erst mal überhaupt nichts bei Klimaanlagen. Ich warte immer noch auf die Angabe, wer den der eigentlich Hersteller ist.

Daher haben wir uns selber nach Alternativen gesucht (Grundrisse verschickt) und haben ganze 2 weitere Angebote erhalten, alle anderen Anbieter haben abgesagt oder erst überhaupt nicht geantwortet. Bei der Hitze alle 120% ausgelastet, da interessiert ein Neubaustart Ende 2026 nicht.

Ich habe mal die angebotenen Geräte bei ChatGPT vergleichen lassen und alles in eine Tabelle kopiert. Findet sich unten. Bei den Vaillant Innengeräten findet sich mit der Angabe auf dem Angebot nichts direkt passendes bzw. es ist nicht eindeutig.

Es sind insgesamt 4 Räume, 3 im OG, 1 Gästezimmer im EG. Wir hatten schon mal ein EFH und haben damals im OG auch nur 3 Räume mit einer Panasonic-Spliklima ausgerüstet. Das vermisse ich in der Mietwohnung gerade extrem.

Das Außengerät soll auf die angrenzende Garage, hat sich damals auch sehr bewährt. Die 4 Räume sind zwischen 13 - 19 m², insgesamt 63 m². Keine Kondensatpumpen!

Heizen steht nicht im Fokus, ggf. in der Übergangszeit mal kurz anmachen. Ansonsten WP über FBH.

Wir sind an der Schweizer Grenze, da ist sowieso ein hässliches Preisniveau.

Angebote:

Vaillant: ca. 15600 (komplett inkl. Anschluss durch Elektriker und Sanitär)

Mitsubishi: ca. 16100

Fujitsu: ca. 11500 => da kommt noch Elektriker hinzu und Sanitärarbeiten für
Kondensatleitung

Ich habe das ganze auch ChatGPT bewerten lassen (ohne die Preise) => Fujitsu, es sei denn man setzt den Geräuchpegel im Schlafzimmer als extrem wichtig an => dann Mitsubishi. Fujitsu deshalb, weil das mit der Leistung perfekt passt 4 x 2 kW => 8 kW. Wobei 2.0 kW schon recht viel wäre bei einem Neubau und der Raumgröße. Bei großer Hitze kann ich mir aber vorstellen das wir die Türen im OG offen lassen und die Kälte ins EG fallen lassen wenn es mal wieder 40°C hat. Anderes Argument was das die Fujitsu mehr Power hat und aber auch nach unten hin tiefer moduliert.

Zu Fujitsu findet man extrem wenig im Internet, ansonsten wäre das auch mein Bauchgefühl, auch natürlich weil ich auch die Preis sehe. Vaillant ist raus, will ich nicht.

Hoffe ihr habt auch Input, bei ChatGPT bin ich mir nicht immer sicher, da wurde mir schon einiges an Bullshit aufgetischt.

Gruß Ralf

PS: cooles Forum hier, vermutlich zu spät entdeckt für unser allgemeine Planung

Persönlich würde ich Daikin nehmen. Kühlen können die aber alle

8 Kw Kühlleistung ist definitiv zu viel. Ansonsten würde ich dir ggf. empfehlen, dass du das Gerät im EG als Monosplit ausführst. Für die drei Schlafzimmer könnte man zB von Daikin 3MXM40 nehmen, das hat 4 kw Kühlleistung und reicht absolut aus. Moduliert auch viel weiter runter als so ein 8 Kw Brummer.

Preislich ist das nicht völlig abwegig, als Faustregel 3000 pro Innengerät plus Schweiz-Aufschlag

Das ist eine absolute Lüge. Es wird warm und dann kriegt ihr es nicht mehr raus. Richtige Entscheidung von euch.

Ich mache das auch bei 25 Grad AT, warum sollte ich das nicht machen?

Warum plant ihr kein Gerät im Wohn/Essbereich! Das würde ich viel eher machen als im Gästezimmer.

Hallo Marl84,

weil wir nette Leute sind :slight_smile: , Gäste immer zuerst. Wie geschrieben hatten wir das in unserem alten Haus auch so, im EG ist es da nie unerträglich geworden. Und wenn würden wir Gästezimmer anwerfen und die Türe auf lassen.

Danke und Gruß

Ralf

Hallo Marl84,

das sind keine 3 Schlafzimmer, 2 davon sind Büros, da halten wir uns viel auf und daher haben die große Priorität für uns. Ich werde mit dem Anbieter sprechen und schauen, ob es nicht etwas kleineres von Fujitsu gibt. Ein Unternehmen als Partner von Daikin haben wir angeschrieben, noch nicht mal geantwortet. Ich frage dann einmal nach, danach lasse ich das aber auch sein. Das genügt mir schon als Einschätzung von Firmen, wenn es noch nicht mal reicht für einen Einzeiler: vielen Dank für ihre Anfrage, es tut uns leid ihnen aus Kapazitätsgründen absagen zu müssen. Verstehe ich, alles gut. Aber einfach ignorieren taugt nichts.

Wir haben dann auch noch unseren Plan B aus der Mietwohnung, ein recht teures DeLongi-Gerät. Das taugt aber alles nichts mit Schlauch nach draußen. Wir freuen uns auf den Zustand in einem Jahr.

danke und Gruß

Ralf

Du musst hier unterscheiden zwischen Innengerät und Außengerät. Beim Innengerät gibts oft nichts Kleineres, als 2kW, ist aber auch gar nicht nötig. Viel wichtiger ist die Leistung des Außengeräts, weil das schlussendlich die Quelle ist. Und da sind 8kW deutlich zu viel. Da wird vermutlich ein 4-5 kW Gerät reichen. Halt das kleinste, was du als 4er Split bekommen kannst. Mitunter kann es auch besser sein, 2 Stück 2er Splits zu nehmen, also 2 AGs hinzustellen.

Vaillant würde ich auch nicht nehmen, in der Regel sind das irgendwelche günstigen China-Geräte zum überteuerten Preis, weil Vaillant drauf steht.

Fujitsu ist grundsätzlich ein solider und etablierter Hersteller von Split-Klimas. Aber in Deutschland nicht so verbreitet. Und hier im Forum gibts auch wenig Erfahrungen damit. Wobei im reinen Kühlbetrieb ist das alles nicht so kritisch.

Hallo,

danke für die Antwort. Dann muss wohl einer mutig voran gehen und die Erfahrung mit Fujitsu machen. Es beunruhigt einen natürlich: wie sieht es mit Ersatzteilen aus, wer kann Service machen und kennt sich damit aus.

Das das AG bis 2.4 kW runter kann ist keine sinnvolle Lösung? Wenn wir wirklich die Türen auflassen, dann wird die Wohnfläche fast 3 mal so groß, irgendwie stimmt mich da 8 kW ruhiger als Reserve. Scheint wohl der falsche Gedankengang zu sein?

Ich habe 2 weiteren Firmen bis nächste Woche eine Frist gesetzt um ein Angebot abzugeben. Ich befürchte aber da kommt nichts, noch nicht mal ein nein.

Gruß Ralf

Ich kann nur sagen, dass ich mit 6,8 kW Kühlleistung (verteilt auf vier IG) bei einem EFH mit 160m2 (Süd und West voll in der Sonne) auch Ende Juni gar keine Probleme hatte die Temperatur problemlos auf 23° C im Haus zu halten, und die Anlage lief da kein Volllast, sondern eher zwischen 30 und 50% ihrer maximalen Leistung.

Wenn du einen unbeschatteten 80m2 Südwintergarten hast, dann kannst du die 8 kW wählen.

Hallo,

ich habe mich mal auf der Fujitsu-Homepage für Deutschland schlau gemacht:

https://www.generalww.com/de/products/multi/r32-unit/index.html

Für meine geplanten 4 Innengeräte gibt es nur die Version mit 8 kW. Die letzte Zahl gibt die Anzahl der möglichen Innengeräte an. Jetzt könnte ich natürlich die 5.4 KW mit 3 Innengeräten für das OG wählen (AG auch Garage => kurze Wege). Und ein weiteres AG (in den Garten) mit 4 kW und dann doch 2 Innengeräte für Wohnzimmer/Esszimmer und das Gästezimmer. Das macht das ganze sicherlich noch mal ein gutes Stück teurer.

Das Hauptproblem ist die höhere untere Modulationsgrenze. Wenn du deutlich weniger Kühllast hast, dann taktet die Anlage häufig. Damit sinkt die Effizienz und auch der Komfort ist nicht so gut, wenn die Anlage immer wieder wechselt zwischen Leerlauf und Kühlung.

Bei 4er Split solltest du auch mindestens 3 Geräte immer parallel laufen lassen, damit die Effizienz nicht zu sehr leidet.

Mir ist auch nicht ganz klar, warum du dich jetzt direkt auf Fujitsu versteifst. Ihr startet doch mit dem Bau erst Ende 2026, da kannst du jetzt quasi den ganzen Herbst über vernünftige Installateure suchen.

Wenn ihr über einen Bauträger plant, solltet ihr das auch dringend mit dem absprechen, wenn da währenddessen andere Gewerke bei sind, die nicht über die beauftragt worden sind, haben die das nicht so gern, das spielt ja auch ne Rolle bei der Gewährleistung (Durchdringung Dampfbremse undicht mit Folgeschaden => wer ist verantwortlich?)

Hallo Marl84,

das kann ich dir erklären. Vaillant kommt ja über den Bauträger und das will ich nicht. In Absprache mit ihm haben wir uns nach Alternativen umgesehen, der Bauunternehmer ist dann dafür offen das mit einer anderen Firma zu machen. Ich habe genau diese Bedenken, die du äußerst (also selber beauftragen, ich habe auch nicht die Zeit und das Wissen das später mit den Firmen selber zu koordinieren).

Aus meinen vielen Anfragen sind genau die 2 anderen Angebote entstanden (Fujitsu und Mitsubishi Electric), mehr kommt einfach nicht (kein Samsung, kein Daikin, kein Panasonic usw.). Ich kann ja niemanden zwingen mir zu antworten.

Baustart soll Mitte Oktober sein und in Kürze wollen (müssen) wir den Bauvertrag unterschreiben. Und bis dahin hätte ich das gerne fix mit drin.

Ich hoffe das erklärt es und klingt auch vernünftig.

Gruß Ralf74

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Mitsubishi Electric (MEL) ist in Deutschland deutlich breiter aufgestellt, in vielen Regionen neben Daikin sogar führend. Zu MEL findest du im Internet auch recht viele Erfahrungen.

Die deutlich höheren Kosten sind natürlich ein Argument. Da könntest du aber auch mal schauen, ob es nicht ein kleineres AG gibt.

Hab mal nachgeschaut: Die MEL, die dir angeboten wurde, hat komplett inkl. MwSt einen Internetpreis von 5300 Euro. Fast 11000 Euro, um eine 4er Split zu montieren mit vielleicht maximal 1000 Euro Kleinkram, bleiben immer noch 10000 Euro Arbeitslohn. Das erscheint mir deutlich zu viel.

Das Angebot ist also nicht so hoch, weil die Anlage so teuer ist, sondern weil deren Installationskosten einfach deutlich zu hoch sind.

Prüfe die Angebote doch mal daraufhin, wo diese Mehrkosten gegenüber Fujitsu herkommen.