Planung MultiSplit-Klimaanlage für EFH

Hallo zusammen,

ich plane, in einem EFH zwei Räume/Bereiche mit einem MultiSplit-Klimagerät auszustatten.
Das Haus ist Baujahr 1998/1999.
Dach ist isoliert und ausgebaut.
Fenster mit Zweifachverglasung sind drin.
Unsere Ölheizung muss noch bisschen werkeln, unser Ölverbrauch liegt aber für die Gesamtfläche von knapp 150qm bei 1500 Litern pro Jahr.

Der erste Raum, der gekühlt/geheizt werden soll, ist das Dachgeschoss (2.Stock).
Es handelt sich um einen Raum mit ca. 22qm.
Der Raum verfügt über ein Dachschrägenfenster, sowie ein Fenster an der Giebelseite.
Der Raum wird über das Treppenhaus betreten und verfügt über eine Zimmertür.
Im Moment verfügt weder das Dachschrägenfenster noch das Giebelfenster über einen außenliegenden Rolladen. Der soll aber in Zukunft noch kommen.
Die Inneneinheit soll direkt über der Zimmertür installiert werden und würde ungefähr mittig zum Raum die Luft verwirbeln können.

Die zweite Stelle für eine Inneneinheit ist im 1.Stock.
Hier sind 3 Zimmer und ein Bad, alles über das offene Treppenhaus mit einem kleinen Flur verbunden.
Gesamtfläche im Obergeschoss ist ca. 60qm.
Die Inneneinheit soll im Flur an der Längsseite installiert werden und würde hauptsächlich zwei Zimmer versorgen, das Schlafzimmer und das Kinderzimmer.
Da die beiden Zimmer auf der Westseite des Hauses liegen, heizen diese sich im Sommer auch am meisten auf (Giebelseite ist Südseite).
Wenn die Türen der Zimmer offen sind, versprechen wir uns eine entsprechende Wirkung auch innerhalb der Zimmer (ins Schlafzimmer würde die Luft z.B. direkt reinströmen können).

Durch das offene Treppenhaus wird sicherlich auch kalte Luft ins Erdgeschoss “fallen”.
Eine extra Inneneinheit im Erdgeschoss ist nicht geplant, hier bleibt es gut erträglich.

Als Außeneinheit hab ich mir eine Mitsubishi MXZ-2F35VF ausgesucht.
Diese hätte eine Kühlleistung von 5,3kW und eine Heizleistung von 6,4kW.
SEER ist mit 8,63 und SCOP mit 4,6 angegeben.
Kältemittel ist R32.
Die Außeneinheit soll auf der Ostseite des Daches montiert werden, direkt neben den Trittstufen für den Kaminkehrer.
Etwaiges Kondensat der Außeneinheit wird direkt über das Dach abgeführt.

Für das Dachgeschoß soll es die Inneneinheit Mitsubishi MSZ-YA25VGK mit 2,5kW,
für das Obergeschoss die Mitsubishi MSZ-AY35VGK mit 3,5kW werden.
Die beiden Inneneinheiten liegen von der Anordnung ziemlich übereinander.
Für das Kondensat der Inneneinheiten wird ein 32mm KG-Rohr verlegt, was in der Achse dann direkt im Heizungskeller landet. Dort ist ein Überlauf montiert, wo irgendwas von der Heizung eh reintropft.

PV-Anlage mit im Moment 6,56kWp (Erweiterung auf ca.15kWp ist vom Energieversorger bereits genehmigt) wirft im Sommer genügend PV-Überschuss ab, der dann zum Kühlen eingesetzt werden soll.

Jetzt würde mich natürlich interessieren, was ihr von der Planung, Dimensionierung und der Wahl der Geräte haltet und freue mich auf rege Beiträge.

Beste Grüße,
Martin

Ich persönlich halte von diesen Flur-Lösungen mit der Hoffnung, dass in die Kinder und Schlafzimmer geblasen wird (und die immer davon ausgehen, dass alle die Türen offen lassen) nicht soviel, weil gerade wenn das in einem Treppenhaus ist, verschwindet dann nicht wenig nach unten.

Also deine Kinder haben dann die Wahl zwischen Schwitzen und Schlecht schlafen und Privatsphäre?

Ok, würdest du ohne PV-Anlage eine andere Anlage wählen=?

Ich stelle mir da eher den Teenager vor, der bis 3 Uhr morgens bei offener Tür Counterstrike am PC zockt (Der Rechner braucht Kühlung, wegen der FPS!). Natürlich mit Headset, damit er das Genörgle der Eltern nicht mitbekommt, die im Schlafzimmer bei ebenfalls offener Tür versuchen ein wenig der kühlen, frischen Flur-Luft zu atmen während sie dem Nachwuchs beim Beschimpfen des Gegner-Teams zuhören.

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Ich würde das nicht so dogmatisch sehen. Einfach mal gemeinsam überlegen, ob es für alle hinreichnd funktionieren kann. Nicht immer sind optimale Lösungen möglich. Und nichts ist in Stein gemeißelt, kann man ja später auch nochmal umbauen, wenn sich neue Bedürfnisse ergeben.

Ein “kleiner Flur” im OG mit einer 3,5kw Anlage wird ja massiv unterkühlt oder überhitzt werden müssen, damit in den Zimmern etwas ankommt. Denk dran, dass die Anlage da immer nachregelt, wenn sich Kält/Hitze staut.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das Wärme/Kälte nur sehr lau durch Türen in andere Zimmer fließt, wenn nicht der Luftstrom direkt reinbläst. Es kann aber trotzdem funktionieren, wenn dam die Anlagen lange laufen lässt und die Substanz kontinuierlich temperiert.

Ja, so in etwa.
Mein Junior ist 6 Jahre alt.
Im Moment ist es eine Gratwanderung, wo er Privatsphäre möchte.
Meiste Zeit sucht er aber unsere Nähe und Gesellschaft.
Und dann wird er eh ins Dachgeschoss ziehen wollen, da sind wir ziemlich sicher - hier ist eine Zimmertür und die andere Inneneinheit.

Es wäre baulich deutlich aufwendiger, in jedes der Obergeschoss-Zimmer eine separate Inneneinheit zu bauen. Da würde ich dann um Kabelkanäle für die Leitungen nicht rumkommen und das möchten wir nicht.
Es war zuallererst eine Deckenkassette im Flur angedacht, die in alle Richtungen pusten kann.
Das geht aber nicht, weil in der Mitte der Flurdecke ein Dachstuhlbalken verläuft.

Ja, das mag ein Punkt sein.
Ich hatte zwei Kältetechniker im Haus, die sich die Situation im Obergeschoss und die Möglichkeiten angeschaut haben - beide kamen mit derselben Montagestelle daher.

Die würde in das eine Schlafzimmer gut rein pusten.
Wenn die Inneneinheit dann so eingestellt ist, dass der Luftstrom immer wieder mal “geschwenkt” wird, wird auch das jetzige Kinderzimmer versorgt.

Hier mal ein KI-generiertes Bild, wie das aussehen würde:

An der Stirnseite ist die Tür zum Kinderzimmer, links die Tür zum Schlafzimmer.
Links von der Fotografier-Position ist das dritte Schlafzimmer, dahinter das Badezimmer.