Ich bin gelernter Energieanlagenelektroniker und plane eine DIY PV Anlage. Diese soll nach Absprache und Planung mit einem Elektriker komplett in Eigenleistung erstellt werden. Da schon ein Balkonkraftwerk vorhanden ist, ist bereits ein Zweirichtungszähler verbaut.
Geplant ist folgendes:
Wechselrichter On Grid: 3x Sun 1000G2 M zum einspeisen ins Netz
Wechselrichter Off Grid: 1x Solartronics 4000W zum betreiben Klimaanlage
Laderegeler: 4x Victron Mppt Smartsolar
Batterie: 24V Batteriepacks mit 8 EVE 280ah Lifepo4 Zellen geschützt durch Daly BMS
Hallo,
Du kannst den Lumentree SUN 1000 und auch die anderen Modelle ganz normal anmelden. Allerdings nicht im vereinfachten Verfahren, weil das nur Wechselrichter bis 800 Watt zulässt. Die Batterie muss separat angemeldet werden, da soll es aber bald bedeutend einfacher werden.
Ich will dich nicht auf falsche Gedanken bringen, aber ich habe schon gehört, dass der eine oder andere nur einen 800 Watt Wechselrichter angemeldet hat und doch einen 1000 Watt Wechselrichter verbaut hat. Die Anmeldungen werden nämlich überhaupt nicht geprüft.
Du kannst 3 Lumentree SUn mit dem Trucki-Stick parallel betreiben. Nur ist die Frage, ob du nicht lieber zu einer 48V-Batterie mit 16 Zellen greifen möchtest. Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass 7,5 kWh schnell verbraucht sind und 15 kWh ein sehr gutes Maß für ein Einfamilienhaus sind. So kannst du auch mal einen Tag schlechtes Wetter überbrücken und der Mehraufwand ist minimal. Vorteil ist auch, dass du mit einer 48V Batterie ein paar Watt mehr aus den Lumentree herausbekommst.
Da du gelernter Elektriker bist, kannst du das grundsätzlich selbst machen, solltest dir aber einige Videos anschauen, da Arbeiten an Batteriezellen nicht ungefährlich sind. Im Lumentree-Portal bekommst du auch mal Hilfe und kannst dort anrufen, wenn du insgesamt Fragen hast, das ist schon ein super Service dort.
Ansonsten passen deine Komponenten zusammen, dir sollte nur bewusst sein, dass ein 4000 Watt Inverter bei einer 24V Batterie um die 160 Ampere Strom zieht. Das solltest du bei der Auswahl des BMS berücksichtigen und mind. 250 Ampere wählen, weil du ja theoretisch auch noch die SUN hast.
Welche Modulleistung hast du an den jeweiligen PV-Strings?
Für dein Vorhaben sind die geplanten PV-Strings, deren Leistung und Spannung zunächst der Ausgangspunkt. Daran sollten sich dann die möglichen WR, Laderegler etc. orientieren.
Als Akku würde ich bei dieser Größenordnung definitiv zum 48V System raten, schon wegen der hohen Ströme bei 24V bzw. der entsprechenden Leistungsreduktion (sowohl beim Laden als auch Entladen).
DIY-Akkus anzumelden ist ggf. ein Problem, da es dafür keine Zertifikate gibt - ist mit dem Versorger/Elektriker abzustimmen.
ok danke für eure Meinung. Hat jemand hier im Forum schon mal einen DIY Lifepo4 Akku angemeldet bekommen? Man liest immer das eigentlich der Akku den Netzbetreiber nichts angeht, die aber trotzdem Zertifikate wollen die es natürlich nicht gibt.
Strings sind angedacht: Ost 2kwp, Süd 4kwp, West 2kwp
Mit insgesamt 8 kWp solltest du auf jeden Fall zum 48V Akku mit 15 kWh greifen. Den bekommst du auch im Winter vernünftig geladen und wie paddy72 schon gesagt hat, sind die Ströme nur halb so hoch. Möchtest du auch mal ein E-Auto aufladen oder hast du energiehungrige Verbraucher wie eine Sauna oder Pool?
Bei der Anmeldung sehe ich aber auch eher Probleme, wie du schon sagst, gibt es keine Zertifikate und keine Zulassung. Ich würde ja die Batterie unter dem Radar laufen lassen, es interessiert letztlich niemanden und es wird auch niemand danach fragen. Manchmal muss man dem bürokratischen Wahnsinn, der die Energiewende behindert einfach aus dem Weg gehen. Das ist aber nur meine Meinung, ich will dich zu nichts anstiften. Letztlich muss es jeder selbst wissen.
DIY-Akku Anmeldung scheint mir ein Graubereich. Manche Netzbetreiber/Versorger haben da weniger Probleme, manche machen eine große Nummer draus und werfen dir Knüppel zwischen die Beine. Zertifikate zum DIY-Akku wird es keine geben und von daher keine normgerechte Anmeldung. Wichtiger ist eigentlich die Zertifizierung des WR, weil nur dieses Gerät am Zählerschrank und am Netz hängt. Solange die Batterie nur über PV geladen wird, sollte das auch den VNB nicht interessieren. Noch weiter entkoppeln könnte man das über Nulleinspeisung, dann hat auch die Batterie keinerlei Einfluß auf das Netz (bis auf minimale Resteffekte, die man nur mit echter Inselanlage wegbekommt).