Plan: 6 Räume Fachwerkaltbau mit Split Klima heizen und kühlen

Hallo zusammen,
nachdem ich zunächst sporadisch und dann intensiver Leser des Forums war möchte ich nun mein Projekt vorstellen und hoffe Antworten auf verschiedene konkrete Fragen zu bekommen.
Ich saniere ein altes Fachwerkaus Bj 1894, Es gibt außer einem holzbefeurten Herd im EG und einem Baumarkt Kaminofen im OG keine Heizung.
Ziel ist es das gesamte Gebäude mit Split Klima Geräten zu beheizen und in Obergeschoss auch zu kühlen.

Dabei soll es im Winter möglich sein, die einzelnen Räume auf 16 Grad Temperatur zu halten und nur bei Bedarf den/die jeweils genutzen Räume auf 21 Grad zu erwäremen.
Im Sommer sollen vor allem das Büro, das Wohnzimmer und ggf. der 3te Raum im Obergeschoss gekühlt werden können.

Was ich weiß:
Ich habe einen Wäremeverlust von 60-70 Watt pro qm bei einer Innentemperatur von 20 Grad und einer Außentemperatur von -10 Grad.
Kälteste Außentemperatur in den letzten 3 Wintern war hier -15 Grad, in 2 Nächten, ansonsten ist -10Grad bis zu 10x in einem Winter erreicht worden.

Nebenbedingungen:
Es können an der Ostseite und an der Nordseite jeweils maximal 2 Außengeräte aufgestellt werden.

Bedarfim Tagesablaug:
SZ1: Im Winter kann es nachts kann beliebig runterkühlen aber um 06:00 sollte es für 15 Minuten 20 Grad warm sein
Im Sommer kann es tagsüber beliebig war werden, aber um 22:00 Uhr sollte es nicht wärmer als 20 Grad sein, 18 wären besser.

Bad: Im Winter wären von 06:00 - 06:30 21 Grad nett, ebenso abends ab 19:00 - 20:00 Uhr, Rest des Tages egal.
Im Sommer muss der Raum nicht gekühlt werden.

Küche: Im Winter wären von 06:30 - 7:00 21 Grad nett, ebenso mittags zw. 12:00 - 13:00 und abends zwischen 18:00 - 19:00 Uhr
Im Sommer istz keine Kühlung notwendig

Büro: Ganzjährig soll der Raum werktags von 07:00 - 17:00 eine Temperatur von 21-22 Grad haben.

Wohnzimmer: Im Winter sollte es zwischen 17:00 und 22:00 Uhr 21-22 Grad warm werden können, ggf. kann hier mit Kaminofen geheizt werden,
Im Sommer sollte der Raum gekühlt werden können.

SZ2, der Multifunktionsraum/Gästezimmer sollte im Winter nicht unter 16 Grad kalt werden und ggf. bei bedarf am Wochenende erwärmt werden können.

Ich habe mir bisher folgende Lösungen überlegt:

a) 1xSingle Split für das Büro, 1x Dual Split für SZ1 und Wohnzimmer 1x Tripple Split für Bad, Küche und SZ2
b) 3x Dual Split für b1) Bad & Büro b2) SZ1 und Wohnzimmer b3)Küche und SZ2
c) 2x Tripple Split für c1)SZ1, Wohnzimmer und Büro und c2) für Bad, Küch und SZ2

Weitere Überlegungen:
Es sollen sowenig wiemöglich Durchbrüche durch die Außenhaut erfolgen, ich habe Angst dass ich mir hier Feuchtigkeit in das alte Fachwerk hole, die ich nicht in den Griff kekomme. Frage, ist das tatsächlich ein Risiko ober bin ich hier paranoid?
Das Bad muss noch total saniert werden, d.h. ein jetzt angebrachtes Innengerät muss in den nächsten 6-9 Monaten einmal abgenommen werden. Was ist das für ein Aufwand? Kann/darf ich das selbst, brauch ich wieder einen Klimatechniker, würde es sich hierfür und nur hierfür lohnen nur dieses Gerät mit Quick-Connect anzuschließen?

Grundsätzliche Fragen:

  • Ist die Lösung c) überhaupt eine Option da bei der Multisplit ein Geräät immer laufen sollte? Ich denke ja, denn allein der Wäremeverlust durch die Außenhaut muss ja ausgeglichen werden. Bin mir hier aber nicht sicher od das für den sinnvollen Betrieb reicht.
  • Verlegung der Leitungen innen oder außen? Bei den Lösungen b und c wäre es möglich durch einen 100x100er Schacht die Leitungen innen zu verlegen, da die Räume übereinander liegen.
  • Wandmontage der Innengeräte an Außenwänden, ist das wirklich ein größeres Problem? Das wäre nämlich bei jeder Lösung immer mein bevorzugter Montageort.

Gerätespezifische/ Shop spezifische Fragen
Reichen für das Projekt normale Geräte dann kämen nlx oder dagi für mich als shop in Frage oder brauche ich ein oder mehrere "Nordic" Geräte?
Wie beurteilt ihr folgende Kombinationen, bzw. was wären Alternativempfehlungen?:
für

a) Single: LG Klimaanlage S09EC NSJ/S09EC UA3 / Dual: Daikin 2AMXF40A + ATXF25G + ATXF25G Klimaanlage 2025 Dual Split 9000 + 9000 BTU A++/A+ WiFi Inverter R32 / Tripple: Beko BGMPO 271 Set Klimaanlage TrialSplit Evolutio 9+9+12Btu BEMPI 095-095-125 A+/A+ WiFi Inverter R32 Weiß

b) 3x Daikin 2AMXF40A + ATXF25G + ATXF25G Klimaanlage 2025 Dual Split 9000 + 9000 BTU A++/A+ WiFi Inverter R32

c1) 2x Daikin Comfora Klimaanlage - FTXP20N, 1x Daikin Perfera Truhengeräte FVXM25B an Daikin Multisplit Außengerät - 3MXM52A
c2) Beko BGMPO 271 Set Klimaanlage TrialSplit Evolutio 9+9+12Btu BEMPI 095-095-125 A+/A+ WiFi Inverter R32 Weiß

Vielen Dank an alle, die bis hierher gelesen haben.
Für jede sachdienliche Antwort steht hier im schönen Zenntal in der fränkischen Toskana ein Kaltgetränk bereit.

Planung_1894_Klima.pdf (168,3 KB)

Das erscheint mir etwas merkwürdig. Normal kühlt man im Sommer nicht auf solche Temperaturen. Das verbraucht jede Menge Energie und du müsstest den ganzen Tag kühlen, damit sich erst gar keine Bausubstanz aufwärmt.

Um einen sinnvollen Pfad für Wohlbefinden vs. Verbrauch zu haben, kühlen viele nur auf 23-24 Grad runter. Ich glaube, es ist auch ungesund, so stark runterzukühlen, dann wird man erschlagen, wenn man dann mal vor die Tür geht bei vielleicht 26-28 Grad.

Bei Multisplit denk dran, dass möglichst oft die meisten IGs laufen sollten, damit die effizient läuft. Und wenn du heizen willst, würde ich eher in Richtung A+++ Geräte schauen. Die günstigen ATXF z.B. nur, wenn es sehr preisoptimiert sein muss oder man in einem Raum sehr wenig heizt. Wir haben sie z.B. im Schlafzimmer, dort heizt sie über den Winter hinweg vielleicht nur 100 kWh weg.

Probleme aufgrund der Kernbohrungen: Kann ich mir jetzt nicht so recht vorstellen, dass das Probleme machen soll. Gerade im Fachwerkhaus, wo es ja noch nicht mal einen komplizierten Dämmaufbau gibt. Hab ich auch noch nicht gehört, dass damit jemand massiv Probleme hätte. Klar sollte man es fachmännisch machen, was aber recht einfach ist.

Abbau eines IG: Das muss auch wieder ein Kältetechniker machen. QuickConnect würde ich persönlich nicht verbauen. Diskussionen für und wider QuickConnect findest du hier im Forum einiges.

Da wirst du eher schauen müssen, wo der beste Pfad ist. Keine Anlage schafft es, dass ein auf 10 Grad runter gekühlter Raum durch die Nacht, morgens in 30 min auf 20 Grad erwärmt. Und es hat einfach sehr viele Vorteile, nachts keine Anlage laufen zu lassen. Es fühlt sich aber bei Klimaanlagen auch recht schnell warm an, selbst wenn es real nur 16 Grad sind. Die Luft ist typisch deutlich wärmer, aber rundherum ist eben alles noch kalt.

Das du nur 4 AGs stellen kannst, limitiert dich stark. Es lohnt sich oft, in Räumen, wo man sich sehr lange aufhält, eine Single-Split zu installieren.

In diesem Winter hat sich hier im Forum gezeigt: Die neue Daikin AllSeason bzw. ATXM aus Italien performt sehr gut im Winter. Die Multisplits von Daikin hingegen sind noch nicht aktualisiert, die haben bei einigen Probleme gemacht, also stark vereistes AG, was nicht hinreichend gut abtaut. Bleibt zu hoffen, dass Daikin da bald mal was Neues auf den Markt bringt.

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Die meisten Geräte bieten “Zeitprogramme” wo du jeweils nach Wochentag exakt einstellen kannst, was genau und wann genau passieren soll. Das funktioniert perfekt. Somit lassen sich “morgendliche Heizphasen” etc. problemlos einstellen. Insbesondere über die Handy App sehr einfach. Kann man dann zb. auch kopieren auf andere Tage usw. Wie lange du vorher einschalten musst, damit es dann warm genug ist in dem gewünschten Zeitraum, muss man ausprobieren.

2x Split wäre eher besser wie 3x. Ideal wäre auch, wenn jeweils immer beide Innengeräte laufen - falls sich das “einteilen” lässt. So nach dem Motto: Wenn A läuft, läuft meistens auch B.

Wieso soll das ein Problem sein? Das ist die wohl mit Abstand verbreiteste Montageart. Im Sommer muss ja das Kondensat abgeführt werden, das geht (ohne Pumpe usw.) dann i.d.R. nur so.

Gerade wenn du ohnehin mehrere Geräte bzw. je Raum ein IG einbaust, sind die “Nordic” im Grunde unnötig. Die haben im Wesentlichen den Vorteil, dass sie bezogen auf ihre Leistungsklasse / Baugröße besonders viel “Heizpower” mobilisieren können. (Bei dann nat. auch höherem Energieverbrauch, Lautstärke). Das nutzt man meistens, wenn man (wieso auch immer) in der Anzahl der IG sehr beschränkt ist. Zb. “Ich kann / will nur 1 IG - deshalb soll das möglichst viel leisten können”. Zwar kann man stattdessen auch einfach eine größere Leistungsklasse verbauen, die kann dann aber nicht so weit runtermodulieren i.d.R. (Ausnahme: Mehrleistung nur durch Software wie zb. in der 1,5-3,5 kW Klasse üblich).

Zusätzlich bieten die Nordic meistens noch eine beheizte Abtauwanne am AG, was je nach Montageort ein echter Vorteil sein kann. Wenn man aber gut rankommt und dort wohnt, eher unnötig.

Insgesamt lohnt sich dann eine Nordic Variante hier in dieser Klimazone meistens nicht, auch weil diese meistens erheblich teurer sind und auch nicht zu den “Kampfpreisen” wie zb. bei einer “Italo-Perfera” zu haben sind. Deshalb ergibt sich somit zum “normalen Mehrpreis” der enorme Unterschied in der Beschaffung. Am Ende kostet dann so eine Nordic oft das Doppelte oder gar mehr, das lohnt dann nicht i.d.R.

Für Mitglieder wie zb. Win, die hier unermüdlich und stets freundlich und sachlich Top Input geben für lau, sind auch kleine Spenden nicht ausgeschlossen :rofl:

Es hat sich wohl im Laufe der Zeit so ein wenig ein “Bild” ergeben, dass die LLWP “gehypt” werden.

Deshalb unbedingt auch schon vorab mit den “Schattenseiten” der Technik befassen. Ist wohl bei dir eh schon passiert, sollte man sich aber doch sehr genau ansehen. Zb. hat mich persönlich heute um 6°° morgens der Abtauvorgang eines IG das vor (!) der (offenen) SZ Tür im Flur montiert ist geweckt. War eh Zeit, aber das sind eben schon Dinge die man bedenken sollte. Das Abtauen ist vergleichsweis laut bei diesen Geräten. Aber auch Dinge wie Montage / Ausströmrichtung, Lautstärke usw.

Auch entsteht wohl zunehmend der Eindruck, Daikin würde “gehypt”. Ich persönlich habe nur damit Erfahrung, weil ich die am besten geeignet fand und gekauft habe. Es gibt sicher viele interessante Geräte, es könnte aber von Vorteil sein, wenn man schon vorab entscheidet wo man passende Geräte findet und dann bei einer Marke bleibt. Dann muss man sich nicht mit verschiedenen App´s usw. beschäftigen.

Preis / Leistung werden Geräte mit sehr hoher Effizienz wie zb. Daikin ATXD bzw. Perfera den Aufpreis je nach “Auslastung” oft nicht “verdienen” - andererseits haben die oft abseits davon noch weitere “Qualitäten” wie laufruhiger Betrieb und geringe Lautstärke (insbesondere Perfera 2025). Ich persönlich habe deshalb nur diese Geräte gekauft.

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Hast Du schon einen Kältemonteur, der dir die verschieden Marken (von Dir geliefert) einbaut?

Viele bauen nur ihre eingespielten Marken ein und auf bauseitig gelieferte Geräten sind viele auch nicht besonders scharf.

Unbedingt vor Bestellung abklären!

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