Parallelschaltung bei meinen Komponenten möglich?

Hallo Leute!

Entschuldigt bitte, dass ich erst jetzt Zeit gefunden habe, ausführlich auf Eure Anmerkungen und Rückfragen zu reagieren.

Zunächst nochmals vielen Dank! Ich sehe nun schon etwas klarer, zumal mir die Bauteile mittlerweile vorliegen. Kurze Info zu meinen Fähigkeiten: Handwerklich bin ich durchaus fit, beim Auto habe ich schon einen ganzen Motor (Bulli) ausgetauscht. Was Elektrik betrifft, so habe ich tatsächlich eine gewisse Blockade im Kopf - trotzdem schaffe ich es, gewöhnliche Schuko-Steckdosen und Schalter zu verkabeln.

Nun zu den Modulen, die ich habe: Es handelt sich um HORAY-Module (Typ HS440TC-MHO-O), von denen habe ich 4 Stück.

Bei den WR handelt es um den HOYMILES HMS-800W-2T, von denen habe ich 2 Stück. Je zwei Module und ein WR gehören zu einem Set der Fa. PIANETA.

In meiner zugegebenermaßen laienhaften Vorstellung dachte ich mir, ich hätte zur Installation zwei Optionen:

  1. Anschluss aller 4 Module an nur 1 Stück WR. Das wird nicht funktionieren bzw. würde "Overpaneling" darstellen, so viel habe ich glaube ich verstanden.

  2. Reguläre Installation beider "Sets" mit je einem WR. Und dann die beiden Ausgangsleitungen der WR mittels Muffe verbinden und via Schuko-Steckdose anschließen (ich dachte mir, das müsste eine reguläre Steckdose mit 1,5 mm2 aushalten?!). So, jetzt dürft ihr mich gerne steinigen.

Bei weiterer Recherche bin ich auf die Möglichkeit gestoßen, mehrere WR ausgangsseitig mittels AC-Verkabelung parallel zu verbinden (was im Grund genommen das Gleiche darstellen dürfte wie meine Selfmade-Variante?!). Das geht doch, oder? Natürlich vorausgesetzt, dass ich aufgrund der Anordnung der Module auf der jeweils gegenüberliegenden Seite des Gartenhauses maximal 800 W einspeise.

Bin gespannt auf Eure Tipps und Hinweise!

Das ist eine ausgesprochen gute Idee! Das erspart auch allen anderen Forumsteilnehmern mit dein Aggression umgehen zu müssen.

Danke dafür
Arc

AC-seitig kannst du technisch gesehen zahlreiche WR anschließen. Das funktioniert. Rechtlich darfst du nur einen 800W WR betreiben, ganz egal wie viel Watt dieser einspeist. Also nicht 2 WR, auch wenn die jeweils nur 400 W einspeisen würden. Rechtlich meint, dass es dann nicht mehr über das vereinfachte Verfahren als BKW anmeldbar ist.

@Win: Danke Dir für Deine Antwort!

Tatsächlich habe ich dazu andere Meinungen gelesen, siehe unten. Aber da kann ich wahrscheinlich eher Eurer Expertise vertrauen! :slight_smile:

  1. Abgesehen davon: Spräche aus Deiner Sicht etwas gegen meine beschriebene Variante 2? Oder sollte/muss ich lieber die Systemkomponenten (AC-Verkabelung) verwenden?
LG
Zwei Balkonkraftwerke an einem

Zähler - ist das möglich?

Grundsätzlich gilt, dass die Grenze von 800 Watt pro Zählerpunkt nicht überschritten werden darf.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass theoretisch zwei 400 Watt Balkonkraftwerke an einem

Zählerpunkt angeschlossen werden dürfen. Oder wenn ein Haushalt mehrere Zählerpunkte hat, können auch mehrere 800 Watt

Balkonkraftwerke angeschlossen werden.

Genau was in deinem Zitat steht, ist richtig und kein Widerspruch. Bei einem Stromvertrag hast du einen Zähler und an diesen Zähler darfst du nur eine WR-Leistung von 800W anschließen. Also 2x400W WR-Leistung geht, aber nicht 2x800W WR-Leistung, auch wenn die nicht über 400W produzieren.

Und so wie ich dich verstanden hatte, wolltest du genau das machen: 2 800W WR an einen Zähler und das geht zumindest rechtlich nicht.

Viele WR sind direkt kaskadierbar, z.B. die älteren Hoymiles HM-800. Da gibt es also 2 Kabel, die aus dem WR rauskommen, eins geht ans Netz und an die andere Seite kann ein weiterer HM-800 angeschlossen werden. Bei den neueren HMS-800 gibt T-Stücke, über die du kaskadieren kannst. Aber klar, du kannst auch alle Verbinder abschneiden und es mit irgendwelchen Klemmen direkt verbinden. Das macht technisch-elektrisch gesehen keinen Unterschied.

Hier siehst du das T-Stück mit Verkabelungsplan:

Zu 1.) Ich halte es nicht für Overpaneling. Du musst nur unter 2000W bleiben und das ist ja gegeben.

Wäre nur die Frage, ob in reihe oder parallel.

Overpaneling bedeutet, dass man mehr Modulleistung anschließt, als die Spezifikation des WR zulässst. Hat nichts mit den 2000Wp zu tun, die rechtlich zulässig sind.

Aber Overpaneling ist eigentlich das Mittel der Wahl, um die rechtliche Grenze von 800 W WR-Leistung einzuhalten.

@win

Nur um sicher zu gehen:

Bei der Selbstkonfiguration bzw. der Direktverbindung muss ich jeweils Phase mit Phase und Masse mit Masse verbinden, richtig?

Ja, gleichfarbig miteinander verbinden. Du müsstest 3 Leiter haben, Phase, Null und PE. PE ist grün/gelb, Null in Deutschland blau, aber bei den WR ist das unklar. Phase in Deutschland braun, aber auch hier unklar.

Also wenn du alle 3 Leiter mit den gleichen Farben verbindest, wäre es richtig.

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@win

Herzlichen Dank für die stets konstruktiven und vor allem schnellen Rückmeldungen!!!

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Ist doch jetzt nicht euer Ernst, dass der Rat nun ist, zwei 800W WR parallel zu schalten und an einer Steckdose einzuspeisen?

Da kannste ja gleich eine dreifach Leiste nehmen und zusammen stecken!?

Nun... @stolley - Du hast über einen Punkt noch nichts geschrieben (oder ich habe es komplett überlesen) - nämlich die mögliche Ausrichtung der Module.

Solltest Du 2 unterschiedliche Ausrichtungen (z.B. O & W oder SO & SW), dann wäre eine Parallelschaltung von je einem Modul aus unterschiedlicher Ausrichtung durchaus sinnvoll (also 2 Module pro Eingang), es handelt sich ja um identische Module. Ich würde in diesem Fall sogar die Parallelschaltung an einem Wechselrichter bevorzugen, da Du konform nur 1 WR betreibst und mit den 4 Modulen die Fläche und damit den Ertrag bei Schwachlicht - also z.B. morgens und abends - spürbar verbessern kannst.

Die Module stellen die maximal verfügbare Leistung bereit, der Wechselrichter nimmt sich das, was er umsetzen kann.

Der Wechselrichter sollte mit der Parallelschaltung also keine Probleme haben, eine Garantie kann dir hier natürlich niemand geben.

Sollten aber alle Module nur in eine Richtung zeigen, bringt dir die Parallelschaltung an einem WR natürlich weniger als je 2 Module an einem WR.

Ich halte mich mal an die weiter oben genannte Begrifflichkeit von @Win, die richtig ist und deshalb Sinn macht, fortgeführt zu werden.

Rechtlich ist (nur) 1 Wechselrichter bis 800 W pro Zähler als BKW zulässig, alles darüber oder weitere Wechselrichter führen zur Anmeldung mit Elektriker, weil außerhalb der Spezifikation BKW.

Das Überbelegen eines Hoymiles HM-600/800 oder eines Herf-800 ist kein Problem, selbst getestet. Auch mit anderen Hoymiles soll es gehen. Andere Wechselrichter, z.B. APSystems sind schon dabei kaputtgegangen, wie hier im Forum berichtet wurde. Dazu kann ich nicht raten.

Ich betreibe 5 Module a 400 Wp, also die zulässigen 2000 Wp an einem Herf-800 mit 800 W. Parallel angeschlossen an Y Steckern. Also 2 mal 2er Y an einer und 2 mal 3er Y an der anderen Seite.

Das läuft gut, manche Tage stundenlang am Stück mit AC 800 W. Da wird der Wechselrichter richtig warm, also viel zu warm, was auf die Haltbarkeit geht. Deshalb kühle ich den WR.

Ist mit weiteren Tipps in diesem Thread beschrieben.

Das ist die einfachste und kostengünstigste Lösung. Hierbei können alle 4 Module auch in unterschiedliche Ausrichtungen angeordnet sein. Das funktioniert mit den 2 MPPT, ohne nennenswerte Ertragseinbuße, als wären es 4 MPPT.

Bevor jetzt wieder, wie schon so oft in diesem Thread, vorlaute, besserwisserische und auch arrogant/aggressive Störer auftreten, weil sie meinen, das wäre unlogisch oder nicht richtig, bitte ich diese Leute, sich hier oder woanders über die Sache zu informieren.

Bis zu einem gewissen Grad kann ich ja über diese Typen noch schmunzel. Irgendwann wird es aber lästig und der Thread durch diese unsinnigen Einwürfe und die unvermeidlichen Antworten zur Richtigstellung darauf unleserlich. Und das ist doch saudoof, weil sich jeder Neue, der den Thread liest, da durch quälen muss, wenn er denn nicht vorher schon aufgibt.

Ich weiß, ihr wollt im Grunde genommen wie kleine Jungs nur Aufmerksamkeit. Papa, Papa, guck mal, was ich kann. Das ist ja auch bis zu einem gewissen Grad OK. Nur nicht immer und immer wieder. Und das in fast jedem Thread in dem ihr schreibt.

Wie gesagt, technisch ist das überhaupt kein Problem und genau dafür sind die Mikrowechselrichter ja designt, dass man die kaskadieren kann, was eine Parallelschaltung AC-seitig ist. 1600 Watt sind für eine Schukosteckdose auch noch im Rahmen für Dauerlast, wobei man da natürlich schon auf ordentlich funktionierende Steckdosen achten muss. Würde ich nicht an einer 50 Jahre alten Steckdose machen. Wenn irgendwie möglich, würde ich bei solchen Leistungen besser auf Festanschluss gehen. Verringert das Risiko, zumal das ja auch oft läuft, wenn man nicht zu Hause ist.

Rechtlich sollte die Sache klar sein, da geht in Deutschland nur ein 800W WR pro Zähler.

Ich glaube nicht, was ich hier lese! Bei der 800W Grenze geht es doch nicht nur um die eigentliche Steckdose, sondern um den Rest der Installation.

Vor allem, löst bei zu hoher Einspeisung die Sicherung nicht mehr aus, wenn auf einem anderem Strang eine Überlastung auftritt.

Alles richtig, das muss natürlich beachtet werden. Bei 1600 Watt sollte nichts anderes mehr an dem Leitungsstrang von der Unterverteilung aus hängen. Oder man sichert mit 10A statt 16A ab, dann ist man schon wieder im sicheren Bereich. Und natürlich sollte man auch mal eine genauere Prüfung der Leitung machen, wie z.B. der Spannungsabfall bei 2000 Watt so ist.

Genau aus diesem Grund gilt ja die rechtliche Grenze von 800 W. Wer keine Ahnung hat, wird da recht sicher geschützt.

@nachtwind Das hätte ich natürlich noch explizit erwähnen sollen - ich hatte es nur versteckt angedeutet. Tatsächlich sind die Module jeweils in Richtung Ost und West orientiert, je zwei auf dem flach geneigten Dach eines Gartenhauses.

Ich hätte jetzt zusätzlich noch eine technische Frage: Bevor ich die gesamte Kabelinstallation fertiggestellt habe, habe ich mal versucht, ganz regulär zwei Module an den WR anzuschließen und mit der Steckdose zu verbinden. Die LEDs leuchten jedoch rot, was laut Beschreibung bedeutet, dass eine AC-Netzstörung vorliegt. Kann mir jemand sagen, was das konkret bedeutet? Oder liegt das ggf. daran, dass ich bei meinen bisherigen Versuchen noch keine direkte Sonneneinstrahlung auf den Modulen hatte?

Der WR wird von den Modulen versorgt. Ohne Sonne läuft der WR nicht. Was der LED-Code bedeutet, kann ich dir nicht sagen, aber teste es doch einfach mal, wenn die Module Tageslicht bekommen.

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In der Konstellation würde ich definitiv je 1x O und 1x W Modul parallel schalten und alle 4 Module an einem Wechselrichter betreiben.

Die Wechselrichter werden - wie schon gesagt - von den Modulen versorgt und gehen von deren Energie in Betrieb. Sobald genügend Energie da ist, wird auf die Netzfrequenz synchronisiert und erst danach wird Energie in das Netz eingespeist. Das kann einen Moment dauern, in der der Wechselrichter noch rot blinkt. Nach einer Weile sollte er dann in ein grünes Licht übergehen. Also etwas Geduld und dann noch mal schauen :wink:

Super, danke für Deine Meinung! Und das Ganze dann am besten mit einem Y-Stecker, richtig?

Und, um sicher zu gehen, sollte ich hier dann lieber einen Y-Stecker mit 6mm2 (die anderen Kabel haben 4mm2) verwenden?