Optimierungspotential?

Grün = Hausverbrauch, Blau = WR Einspeisung

Die letzten beide Tage war schön sonnig, nur vereinzelt ein diesiger Schleier. Meine beiden Panele (je 425Wp) haben üchtig geliefert. Der Laderegler speist ab 8:00 Uhr ca. 100W ein und geht bis auf 800W um die Mittagszeit hoch. Aber in der Mittagszeit senkt der LR die Leistung oder liefert gar nichts, abhängig von der gemessenen Akkuspannung.

Wie man aus dem Diagramm entnehmen zieht der WR in der Zeit der höchsten LR-Leistung aber nicht genug, um die Akkuspannung signifikant zu senken. Da um die Mittagszeit der Akku (25,6 V 100 Ah) voll oder nahezu voll ist, schöpfe ich das Potential der Panele nicht aus. Ich bin schon dazu übergegangen den Verbrauch zeitlich einzuordnen und z.B. Verbraucher wie Waschmaschine vormittags zu starten, so ab 10:00 Uhr. Das hilft nur ein wenig, da zwar hoher Bezug da ist, aber die Hauseinspeisung max. 600 W beträgt.

Gestern war ein guter Tag

aber geht es nicht noch bischen besser, ohne meinen Verbrauch zu erhöhen? Schließlich will ich ja Bezugskosten sparen.

Meine Anlage besteht aus 2 Trina Vertex S Modulen je 425 Wp, Power Queen Laderegler PQ2439, Power Queen Akku 25,6 V 100Ah und einem Lumentree 600 mit Trucki Stick.

Da ich schon mal mit Sonne im Zenit 860W Solarleistung gemessen habe, könnten es auch die 435Wp Module sein, obwohl ich nur die 425Wp gekauft habe. Und ich muß mal wieder hochklettern und die Sahara von den Modulen entfernen.

Zur zeit ist der Stick so eingestellt, daß bei 23,8V abgeschaltet wird und bei 26V Einspeisen wieder startet. Die Nachtphase habe ich bis 9:00 Uhr eingestellt, dann ist der Akku auf 24V runter. Ab 8:00 liefern die Module (Süd) schon fast 100W und 9:00 Uhr 200W langsam steigend bis zu 800W Sonne im Zenit. Mein Verbrauch liegt so zwischen 150 und 180W (Peaks gibt es immer), so daß schon die Module genügend für Einspeisung liefern und noch was für den Akku überbleibt.Ich denke etwas später im Jahr wird es morgens etwas mehr werden (Sonnenstand)

Aufgezeichnet werden die Werte mit Home Assistant. Ja ich weiß, nur um die Energiewerte darzustellen, ist das wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Die Grafik ist korrekt, 3,9kWh aus dem Akku, 6,1kWh vom Netz, gesamt im Haus verbraten 10kWh. Also 39% aus der PV und 61% aus dem Netz. Tatsächlich ist die Nutzung der PV etwas geringer, da es immer wieder mal Netzeinspeisungen von wenigen Watt für ein bis 2 sekunden gibt. Ich habe es bisher nicht geschafft nur die negativen Werte der Hauseinspeisung zu kumulieren. Sehe ich mir den Graphen der Hauseinspeisung an ind das nur sehr wenige Prozent, geschätzt viel kleiner als 5%.

Hier muß ich noch mit Target spielen um das Überschwingen der Hauseinspeisung zu minimieren. Da ich ja doch immer noch vom Netz zukaufen muß, wäre es nicht schlimm die Hauseinspeisung so zu regeln, daß immer noch ein geringer Netzbezug vorhanden, aber keine Netzeinspeisung mehr erfolgt. Weiterhin muß noch mit mailen Einspeisewerten spielen, so daß ich abends den Akku voll habe, bevor es dunkel wird, ann könnte ich vielleicht die Nachteinspeisung erhöhen. Nachts habe ich erhöhten Bedarf wegen meiner Atemhilfen.

Ich überlege ein weiteres Modul zu kaufen für die Westausrichtung, möglicherweise würde auch ein zweiter zur Verbessrung beitragen. Um mehr für den Nachtbetrieb zu haben.

Momentan ist die Einspeisung auf 12h a 150W begrenzt, Da morgens nicht erst noch eine längere Ladephase erfolgen soll.

Das kann durchaus auch das 425Wp Modul sein - anbei ein Screen aus der openDTU für ein 435Wp Trina Vertex S+ Modul...

Du hast da etwas, das ich gerne hätte. Ich hab mal bei opnDTU nachgesehen, die arbeitet wohl nur mit dem Victronprotokoll zusammen RS485 Schnittstelle, mein PQ2430 hat die RS232 mit einem RJ12 Stecker. Bilang habe ich nichts gefunden, womit ich die auslesen kann und die Daten an Home Assistant übergeben kann.

Ich glaube ich eine Möglichkeit gefunden die Akkuladung besser auf den Tag zu verteilen. Den ganzen morgen habe ich mit PVGIS rumgespielt. Wenn ich Ausrichtung meiner Module ändere. 1mal 25° Richtung Osten und einmal 45° Richtung Westen Habe ich eine längere Zeit mit Sonne und durch diese Ausrichtung nur 100kWh weniger Jahresertrag.

Das, so denke ich, wird aber dadurch kompensiert, daß ich nicht in die Abschaltung zur Mittagszeit komme.

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Wenn deine anlage auf net zero geregelt ist merkt niemand wenn du etwas heftiger einspeist. Die 600W sind nur die grenze für's netz.

Deine wama oder kochherd brauchen 2kw, also brauchst du einen wesentlich stärkeren inverter um diese spitzen abzufangen. Dann ist auch dein "mittagproblem" gelöst.

Wo hast du dein "Grün = Hausverbrauch, Blau = WR Einspeisung" grafik her? Sind die 12kw werte real (durchlauferhitzer?) oder ist das fehlmessung?

Das sind reale Werte, die ich vom Shelly und dem Trucki-Stick erhalte. Aufgezeichnet im Home Assitant, 12kW sind von Warmwasser.

Mir geht es darum so gut wie nichts in das Netz rauszugeben und andereseits die Sonne optimal für mich zu nutzen. Vielleicht geht es, wie oben beschrieben, das "Mittagsproblem" mit geänderter Ausrichtung in den Griff zu bekommen.

Da wäre eine grafik bis 1000W nützlicher. Oder wie meine (laden & entladen) -1850W bis + 1850W.

Die Grafik ist mit plotly erstellt und da kann scnhell rein und raus zoomen.

Orange ist die Einspeisung in das Haus mittels Lumentree.

Ich kapiers nicht richtig. Fragen:

Blau ist was der shelly misst? Grün = blau + orange?

Warum ist orange = einspeisung so träge und grob quantisiert?

Ist das ziel nicht blau auf "target power" (bei mir 30W) zu bringen?

Blau ist die Messung vom Trucki-Stick Netzbezug, Orange ist die Output -Messung vom Stick und Grün ist netzbezug und Output addierd, also das, was ich im Haus verbrauche.

Ich habe lange Zeit die Werte vom Shelly und vom Trucki-Stick in einem Diagramm aufgezeichnet, so gut wie keine Differenz. Da habe ich es mir einfach gemacht und nur die Trucki-Werte verwendet.

Auch bei mir ist der Target 30W.Setze ich den Target auf 20 oder gar auf 10 ändert sich nur die Netzeinspeisung etwas. Bei 40 sehe ich keine Veränderung zu 30. Ich muß mal mit dem Average rumspielen und sehen, was das bringt.

Der Bedarf im Haus ist nicht konstant und schwankt sehr, zwischen 150 und 300W und das auch relativ schnell, da kommt die Regelung nicht so gut hinterher.

In der Nacht sieht es besser aus.

Der trucki misst ja selber nix. Der holt das vom shelly. Klar sind die gleich. Sind dieselben daten :slight_smile:

Ich hab auch den eindruck seine regelung funktioniert nicht. Die orange kurve sollte so verlaufen dass die blaue nahe bei null ist.

Doch der Stick regelt die Hauseinspeisung und wenn geduscht oder gekocht wird, speist der auch 600 W ein, ansonsten speist der so ein, daß der Netzbezug minimiert wird.

Ich wüßte keine Regelung die so schnell ist und eine Nulleinspeisung realisiern kann. Ich könnt das Target verkleinern und noch näher an die Null zum öffentlichen Netz kommen. Das würde dazu führen, das doch mehr Netzeinspeisung erfolgt (Überschwingen der Regelung). Wenn der Stromversorger ein anderer wäre, wäre mir das egal, aber der EON will ich Watt schencken, das die teuer an meine Nachbarn verkaufen.

Tagsüber wird wenig im Haus verbraucht und der Laderegler speist schön in die Batterie ein, manchmal bei wirklich gutem Sonnenschein hört der Laderegler auf weil sonst die Akkuspannung zu hoch wird. Der Wechselrichter speist weiterhin in das haus ein und der Laderegler speist den Akku wieder, sobald di Akkuspannung wieder im Rahmen ist.

Mein "Problem" ist, das ich geizig bin und zu gerne die Energie die nicht in denn Akku kommt genutzt hätte. Es ist kein wirkliches Problem, sondern mehr ein Meckern auf allerhöchstem Niveau.

Anhand deiner bilder macht er das eben nicht.

Wenn aus "target power = 30W" dann 170W netzbezug werden stimmt etwas nicht.

Ja die Werte sind identisch, es gibt zwischen beiden eine minimal Zeitverzögerung.

Oh, die Regelung funktioniert schon. Mich "stören" die negativen Überschwinger, darum ist Target so hoch

Wie man sieht folgt die Hauseinspeisung dem Hausbedarf.

@texnik

Deine früheren bilder sahen ganz anders aus. Das letzte, das ist OK, so ist das gut.

@surolac

Doch wenn der Hausbedarf angesteigt, steigt auch der Netzbezug bis der Stick nachgeregelt hat. Target ist kein konstanter absoluter Wert sondern eine Größe die angestrebt wird. Wenn der Netzbezug steigt, muß in Richtung Target geregelt werden. Man Target auch auf 5 W setzen, dann würde der netzbezug +- 30/40W um die 0 schwanken.

@surolac

Kommt durch zoomen.

Bei deinem ersten bild hier

hast du 300W / 500W netzbezug und keine funktionierende regelung.

Ich lasse den WR den Akku nicht leersaugen. Ab 9:00 kommen von den Panelen fast 600W. ab 10:30 ca. 700W und zwischen 12:00 und 14:30 über 800W. Bei Supersonne zu dieser Zeit, heute waren es "nur" 720W. danach geht es wieder runter auf 200W um 18:00.

der Laderegler zeigte mir gestern abend an, daß 160Ah in den Akku gingen.

Leider kann ich die Panele und den Laderegler nicht aufzeichnen. Die Schnittstelle im Laderegler ist RS2322 mit RJ12 Stecker. Hersteller sagt mir es wäre ein Bluetooth Protokoll.

Davon gibt es aber verschiedene und der weiß es wohl auch nicht welches. Wohl ein gebrandetes Zukaufteil.

Sobald ich mit der Ausrichtung gespielt habe, melde ich mich.