Deshalb sind auch mehrere kurze Strings besser als ein langer…
Am Besten sind parallel geschaltete Module (mit ungefähr gleicher mpp Spannung), da addiert sich der Strom. Das Modul im Schatten hat fast die gleiche Spannung, so gibt es kaum Rückstrom. Früher habe ich das sogar mit Dioden entkoppelt, bis ich gemessen habe, dass Sie keinen Vorteil bringen.
Ich schalte gern ein Ost und ein Westmodul parallel an einen MPPT Eingang von einem Mikrowechselrichter, die liefern nie gleichzeitig Ihrem Maximalstrom aber über den ganzen Tag gleichmäßiger etwas mehr als den Strom von einem und ohne Mittagsspitze. Das ist optimal für die Grundlast.
Eine Bypassdiode wird erst leitend, wenn sich die Spannung an dem Modul rumdreht. Das passiert erst, wenn das Modul ganz dunkel oder kaputt ist.
Solange nur Schatten da ist liefert das Modul Spannung, aber nur ganz wenig Strom. Darauf stellt sich der MPPT ein.
Der Kurzschluss lässt den vollen Strom der anderen Module fließen.
Das mit den DCDCWandlern ist die Rollsroiceversion, bringt aber nur homöopatische Mehrleistung, weil das verschattete Modul nicht mehr kann.
Der MPPT Eingang mit Schattenmanagement probiert, ob er einen besseren Maximalpunkt findet, wenn er den Strom zwangsweise durch das verschattete Modul treibt, bis die Bypassdiode leitend wird. Dann bringt der Optimierer (fast) nix.
Der Vorteil ist folgendes Szenario:
String mit 10 Modulen.
5 in der Sonne bringen je 500W
5 im Schatten bringen je 50W
Mit String WR und Schattenmanagement findet der nen Arbeitspunkt mit den 5 Modulen in der Sonne. Macht also 2500W.
Mit Optimierern bekommt man die Leistung der 5 Module in der Sonne + die Leistung der 5 im Schatten also 2500W + 250 W. Also 10% mehr Ertrag.
Dass bei 50% der verschattenen Fläche der WR sich noch im MPPT Bereich befinden ist aber die nächste Limitierung und wenn der WR da das Limit darstellt hilf auch kein Optimierer.
Um @froemer hier aber weiterzuhelfen:
Hast du schonmal mit dem Solarteuer gesprochen?
Kann der dir sagen ob der WR Schattenamangement unterstützt?
Die Solarmodule haben 3 Bypassdioden und der WR ist eigentlich modern genug, Sorgen müsste man eher bei mehr als 10 Jahren alten Anlagen haben.
Wenn sich herausstellt dass der WR das nicht kann, dann könnten Optimierer für ein Teil der Module sinn machen.
Ich habe nun mal ein Ticket beim Hersteller aufgemacht, in den Anleitungen nichts zu finden zum Schattenmanagement von E3DC und in anderen Foren eher die Ernüchterung, E3DC hat soetwas nicht, nur ein Beitrag, dass es da im 2024 eine “Verbesserung” gab… aber nicht konkret um welche es sich handelt.
Ich habe seit 2 Jahren, 15 Tigo optimierer. 3 verschiedene Ausrichtungsebenen. Ich bin voll zufrieden. Hatte hinther alle 23 PV Module damit bestucken mussen aber das ist eine andere Geschichte.
Andere Leute haben vielleicht andere auffassungen, aber ich bin mir 100% sicher das, das Schattenmanagement des WR, bei solche ausrichtungs unterschiede nie und nimmer mitkommen kann mit diese Optimierer. Ich habe die beide Optionen schon verglichen und die Tigo optimieren waren klar besser.
das ist ja mal eine gute Nachricht… ich habe nun mit etwas Aufwand meine Tracker im Logging und konnte Montag erste (wenn auch schlechtes Wetter) Ergebnisse einfangen:
Bei uns gibt es erst Mittwoch wieder richtig Sonne und ich bin gespannt. Erste Interpretation, ich habe zwar 15 Module a 360W auf der Garage, die bringt aber weniger Leistung als ein Balkonkraftwerk an der richtigen Stelle, wo auf dem Dach keine Verschattung einfällt! Aber das muss noch weiter analysiert werden.
Das ist zwar wenig, aber nicht überraschend wenig. Im schatten ist halt “nix”. Und in der Reihenschaltung ist das schattenmanagement des wandlers entscheidend. Wenn er keines hat….. schlecht.
Wenn er welches hat bringt er entweder den schnitt der besseren oder den der schlechteren. Nicht die Summe.
Die optimierer bilden die Summe aus dem herausholbaren pro Panel abzüglich Verluste und Eigenbedarf der Optimierer.
Und kosten soviel wie die Panel.
Das sind für den Einzelfall ganz viele Parameter.
PS: wenn man gemein ist: im grunde genommen holen die Optimierer vor allem die Leistung der gerade unverschatteten, und sorgen dafür das das verarbeitet wird. Der anteil der Verschatteten ist “marginal”.