Optimaler Position für Wechselrichter für BKW

@deff danke für die ausführlich Antwort. Also bei
(1) 8Mal (4Mal + und 4Mal -) DC-Kabel in Garage legen und dort WR anbringen (dein klarer Favorit) verliere ich 27W und bleibe hinsichtlich Batterie und Wartung maximal flexibel. Denn WR bzw. die Batterie sollte ich dann möglichst nah an der Wand anbringen und in AC Strom konvertieren, oder? So vermeide ich weitere hohe DC Verluste und muss ab da auch nur noch 1 anstatt 8 Kabel weiterführen
(2) Die 106W Verlust gehören zu einer potentiellen Reihenschaltung der Module und dann je ein + und ein - DC-Kabel in die Garage rein, oder? Weil du parallel geschrieben hast. Ich habe richtig verstanden, dass diese Set-Up ohnehin nur mit einem Akku und einem MPPT Lader funktionieren würde, oder? Da ich erstmal keinen Akku habe, fällt diese Option weg und 106W Stromverlust muss jetzt natürlich auch nicht unbedingt sein
(3) WR unter Solarmodulen auf Dach und dann 1 AC Kabel in die Garage rein. Hat die geringsten Stromverluste und sieht optisch am Aufgeräumtesten aus. Nervt aber bei Störungen und für einen Akku müsste ich umbauen

Habe ich das richtig zusammengefasst? Und nochmal die Frage: DC-Kabel selber konfektionieren kann man auch als geschickter Laie, oder? Und dann würde ich noch 2 Rohre in der Art kaufen und jeweils die + und - Kabel gebündelt, regen- und sonnengeschützt leiten**:
Gewiss Flexrohr kaufen

Dann würde ich mal deinem Rat folgen und (1) anpeilen. Zur Not kaufe ich mir noch ein 5m Betterie-Schuko Kabel und setze (3) um.

** ich habe gelesen, dass man nicht zu eng bündeln sollte, da die Leitungen schon ziemlich warm werden. Wieviel Rohre mit welchem Durchmesser würdet ihr für 4 + und 4 - Kabel nehmen? Gibt es da geeignetere Kabelführungen als die von mir genannte? Laut Beschreibung hält dieses Rohr z.B. nur Temperaturen über -5° Grad aus (nicht so optimal)

Man kann mal in Richtung Marstek schauen, zumindest mal genauer recherchieren. Gutes Preis-Leistungsverhältnis und viele, die mit einigen Produkten von denen zufrieden sind.

Aber generell derzeit echt schwierig, einen wirklich ausgereiften Speicher für BKW zu finden von einem Hersteller, der guten Support bietet, gut am Markt etabliert ist und permanent ordentlich weiter entwickelt. Hingegen jede Menge windige Anbieter.

Anker Solix soll auch gut sein, wäre so ein Kandidat, aber die sind relativ teuer. Zendure gibts auch noch, da weiß ich aber nicht, wie die sich inzwischen etabliert haben.

Hallo Bernd,
zu 2
ja und nein: parallel bedeutet, dass alle Minus Pole der Module zusammen geschaltet werden und die Plus Pole auch. Dann erhöht sich der Strom auf 48 A, die Spannung (40V) ändert sich nicht. Dann hast du nur ein Kabelpaar mit 4mm2 und den hohen Verlust.
Reihe bedeutet, von Modul zu Modul werden nur ein Plus mit einem Minuspol zusammen geschaltet: der Strom bleibt gleich, doch die Spannung erhöht sich. Da die Spannung (V) keine Auswirkungen auf den Kabelverlust hat ist das die verlustärmere Variante. Das geht aber mit den herkömmlichen WR für BKW nicht, denn die mögen keine hohen PV Spannungen an ihren MPP Eingängen. Maximal 60 V sind bei den Meisten zulässig. Anders sieht es bei den MPPT Ladegeräten aus. Die kann man auch bis 200V oder noch mehr erhalten.

1 und 3
ja, wir verstehen uns

L.G.

Da müsste man sich aber noch anschauen, was der WR überhaupt an Strom zulässt. Bei den meisten Mikrowechselrichtern ist doch bei spätestens 15-17 A Schluss. Mehr fließt dann nicht.

@win Ich habe es so verstanden, dass ich ohne Batterie, nach Möglichkeit, je ein Modul an einen MPP Stecker des WRs anschließe. Mit Batterie, würde ich hingegen die Module in Reihe schalten und dann die 2 Kabel in die Batterie stecken. In Reihe geschaltete Module und dann direkt in den WR klingt nicht sinnvoll

richtig @win

bei meinem HMS 800 ist das so und bei vielen anderen auch.

Man könnte die beiden Enden vor dem WR wieder aufspleißen (Y-Verbinder), um den Strom auf die Eingänge zu verteilen. Doch das wäre die allerschlechteste Variante. Was man am Kabel spart, gibt man für Verbinder wieder aus und hat zudem die hohen Verluste. Die Variante hatte ich nur für die Leitungsverlust Berechnung erwähnt, aber nicht empfohlen.

1 „Gefällt mir“

Das kommt sehr auf die Batterielösung an. Bei den gängignen BKW-Batterien schaltet man nichts in Reihe, die haben Eingänge ähnlich den Mikrowechselrichtern, also ein Standard-Modul pro Eingang, wahlweise auch mehrere parallel aber nicht in Reihe.

Bei Selbstbaulösungen und 48V Batteriesystem sieht es anders aus. Da brauchst du deutlich höhere Spannung, als ein Modul hat.

@win Danke für den Hinweis. Ich würde definitiv eine gängige BKW Batterie kaufen. Alles andere übersteigt meine Kragenweite. Ich hatte in einem Post von einer dummen Batterie gesprochen. Damit hatte ich aber nur gemeint, dass man ja nicht unbedingt das EMS des Akkuherstellers benutzen muss, sondern eventuell auch einen externen WR steuern kann. So hatte ich das zumindest in einem Thread gelesen. Ist vielleicht auch totaler Quatsch. Die meisten gängigen BKW Batterien werden wohl einen integrierten WR haben.

Dann lege ich mir jetzt mal 3-4 Module aufs Dach, 8 (4mm² oder 6mm²) DC Kabel in die Garage und hänge dort einen WR auf. Falls ein Akku irgendwann dazukommt, könnte ich den einfach an die Stelle des WRs hängen. Der WR wäre dann vielleicht überflüssig aber auch kein Drama.

Danke an alle für den Input.

2 „Gefällt mir“

Genau so ist es. Und deshalb ist die erste Ausbaustufe mit 4 Kabelpaaren in die Garage die Vorzugsvariante. Alle Module können einzeln verschaltet werden. Der oben berechnete Verlust tritt ohnehin nur kurzeitig auf, wenn die Sonne maximal scheint und die Module noch recht kühl sind. Das sind gefühlt wenige Stunden im Jahr.

L.G.

1 „Gefällt mir“