OpenDTU / Beanstandung durch Bundesnetzagentur

Hallo,

ich habe gerade vom Verkäufer meiner OpenDTU folgende Info erhalten:

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden, wir wenden uns heute mit einer wichtigen Mitteilung an Sie. Das Produkt Open DTU Kit das Sie von uns auf www.ebay.de am xxx erworben haben unter der Bestellnummer xxx wurde von der Bundesnetzagentur beanstandet. Wir haben uns daher dazu entschlossen, eine Rückrufaktion durchzuführen.

Ist euch dazu etwas bekannt?

Das würde ja extrem viele Kunden betreffen...

Hallo,

na das war ja klar. Bei den Mikrowechselrichtern ganz lange und fest die Augen zu machen und sich erst durch die Amateure wecken lassen, aber nun bei der Open DTU ganz plötzlich selber tätig werden ...

Ich schätze mal, dass es da ein Problem mit der Sendeleistung gibt. WLan darf ja nur 100mW haben, wenn in alle Richtungen abgestrahlt wird. Vielleicht war bei dem Modell ein etwas zu starker Sender verbaut oder die Antenne bündelt zu stark.

Interessante Info!

Ist mittlerweile der Grund bekannt? (Sind es EMV-Probleme (Störungen oder gar zu hohe Sendeleistung?)

Kaum.

Die esp32/esp8266 module sind millionenfach in betrieb und zugelassen. Jeder shelly hat sowas drin. Und die sendeleistung lässt sich mit einem firmwareupdate auch niedriger einstellen.

Da wird ein konkurrenzprodukt geklagt haben. Einfach nicht beachten ist das richtige.

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Genau... und um so was kümmert sich die Bundesnetzagentur :rofl: :rofl: :rofl:

Nun ja, millionenfach ja, zugelassen alleine nicht. Ist aber eh egal.

Das es ja (erst einmal) nur um ein ganz bestimmtes "Open DTU Kit" von einem ganz bestimmten Anbieter geht, wirds eher um so etas wie eine komplett fehlende CE-Zertifizierung o.ä. gehen. Da spielt es dann gar keine Rolle, was die Funkmodule selber anstellen.

Oliver

Und um noch ganz viele andere Dinge. Das ist deren Aufgabe...

Oliver

Ja, das ist ureigenste Aufgabe der BNetzA. Sich darum kümmern, dass Geräte keine Funkstörungen verursachen. Die kaufen allerdings normalerweise keine Geräte bei EBAY und testen die. Jeder Bürger kann aber eine Funkstörung melden und die BNetzA wird mit einem Funkmesswagen aktiv. Beliebt sind wohl die alten analogen Funkkopfhörer.......

Würde vermuten, dass ein Bürger eine Funkstörung gemeldet hat, ein Funkmesswagen eingesetzt wurde und als Verursacher das OpenDTU-Kit des Anbieters identifiziert wurde. Der musste jetzt aktiv werden.

Wird ein Problem des Funkmoduls sein, dass eingesetzt ist. Evtl. auch nur eine falsche Einstellung. Die Sendeleistung kann man ja einstellen.

Da es potentiell auch andere hier betrifft: Könntest Du uns weitere Informationen bereitstellen? Insbesondere welches Funkmodul ist bei Dir verbaut ist? Ist das ein Modul mit einem NRF24L01+ (also für HM-xxxx mit oder ohne externe Antenne?) oder ein CMT2300A (also HMS-xxxx)?

Foto des Moduls bzw. Aufbaus mit geöffnetem Gehäuse wäre toll! Danke!

Toll wäre auch, wenn Du den Anbieter fragst, ob er weiß was die BNetzA dem Anbieter genau gemeldet hat.

Wäre vorsichtig damit ohne weitere Information dasselbe Kit weiter zu nutzen. Wenn jemand eine weitere Störung meldet, wieder die BNetzA aktiv werden muss und es sich herausstellt, dass es dasselbe Kit des Anbieters war, kann es teuer werden.

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Habe nun eine Rückinfo:

Die Bundesnetzagentur hat administrative Mängel beanstandet (fehlende Kennzeichnungen, Gebrauchsanleitungen und Informationen (u.a. CE-Kennzeichnung und EU-Konformitätserklärung).

Problem wird hier also das Inverkehrbringen funktionsfertiger Hardware sein, ohne die genannten Punkte eingehalten zu haben...

Von "illegalen" Frequenzen oder dergleichen hat der Verkäufer nichts geschrieben.

Die offizielle Rüge der Bundesnetzagentur liegt mir aber nicht vor, nur die Antwort des Verkäufers.

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Danke für die Info. Das ist seltsam. Möglicherweise hat ein Konkurrent oder jemand aus der Open-Source-Scene den Verkäufer angeschwärzt. Gibt viele, die es nicht mögen, dass solche Verkäufer Geld daran verdienen, was die Open-Source-Community macht.

Sehe das nicht so negativ. Es gibt viele Normalnutzer, die überfordert sind die einzelnen Teile zusammenzukaufen, zusammenzustecken, Gehäuse zu kaufen bzw. zu drucken und dann noch das System zu flashen. Oder einfach die Zeit dazu nicht haben. So teuer finde ich die fertigen Systeme bei Ebay persönlich nicht. 29 EUR inkl. USB-Kabel für ein Komplettsystem mit ESP32 inkl. externer Antenne und inkl. Gehäuse finde ich persönlich nicht zu viel.

Das man als Verkäufer bei dem geringen Preis keine CE-Zertifizierung hinbekommt, ist ja wohl klar.

Selbst finde ich die Erfahrung toll es selbst zusammen zu bauen. Meinen Schwager habe ich meine erste Version ohne Display geschenkt.

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@wihz

Ich baue normal immer alles selber, aber bei den Preisen habe ich mir die Arbeit erspart.

Jetzt schicke ich das Teil eben zurück... :roll_eyes:

Deswegen liefert man Bausätze, die alle Teile Info. Schrauben und Gehäuse umfassen, und lässt den Benutzer das Zusammenstöpseln.

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Ein Leben ohne Verschwörungstheorien ist halt für manche undenkbar.

OpenDTU als Software steht unter GPL2. Deren Grundprinzip ist, daß bei Einhaltung der Lizenzbedingungen jeder mit der Software machen darf, was er will - ausdrücklich und gewollt auch, auch, die zu verkaufen.

Nur verkauft da verkauft jemand ein Gerät, ohne sich and die dafür geltenden gesetzlichen Vorschritten zu halten. Das da open source Software drin steckt, ist dabei völlig egal. Andere verkaufen Geräte mit der gleichen Software, und halten sich and die Regeln. Ganz ohne Verschwörungstheorien spricht die BNA dann halt mal ein Machtwort.

Ja, und wie man sieht, ist auf den Irrtum, daß dann manche Regeln (CE, ...) nicht gelten, auch der Verkäufer reingefallen.

Oliver

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@oliverso Laut TE: Problem wird hier also das Inverkehrbringen funktionsfertiger Hardware sein, ohne die genannten Punkte eingehalten zu haben...

d.h. das war kein Bausatz sondern ein "fertiges" Produkt und da hat sich die BNA eingeschaltet.

Das Zitat nicht gelesen?! Ich bezog mich selbstverständlich drauf, wenn Firma A Firma B verklagt

Warum solltest du das machen? Dem machtgeilen bürokraten zuliebe?

Nur weil ein verkäufer den anderen weg haben will?

Nee, das war der klassische Irrtum, daß Bausätze grundsätzlich nicht zertifizierungspflichtig wären. Oder er hats einfach drauf ankommen lassen.

Oliver

Die Vorschrift, dass das Gerät eine CE-Zertifizierung braucht, führt in diesem Fall eines Gerätes mit 5V-USB-Anschluss nur dazu, dass man für 29 EUR kein Fertiggerät mehr bekommt. Ist m.E. eine Überregulierung.

Ganz ohne Verschwörungstheorien. Woher hatte Deiner Meinung nach die BNetzA die Infos zu den EBAY-Angebot?

Es wäre eine Verschwörungstheorie, dass die Sachbearbeiter und Referenten der BNetzA so viel Zeit haben die Angebote in EBAY durchzugehen, sich die einzelnen Geräte zu bestellen und dann zu prüfen. Da würde man zu Recht schimpfen, dass das Steuergelder verschwendet werden.

Das machen die genauso wenig wie die einzelnen Mikrowechselrichter in China zu bestellen und zu prüfen. Bestell mal in einer Behörde Geräte bei EBAY. Viel Spass bei dem Verwaltungsaufwand.

Ganz ohne Verschwörungstheorie: In den Richtlinien zu CE ist ausdrücklich, wissentlich, und beabsichtigt festgelegt, daß die Aufsichtsbehörden auf Hinweis von Marktteilnehmern tätig werden. Und so wirds dann hier auch gewesen sein.

Da ist natürlich nachweislich falsch.

Oliver

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Was soll denn eine CE Zertifizierung sein?

CE ist eine Konformitätserklärung und braucht (erstmal) keinerlei Zertifikat das Geld kostet.

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