Nutzen statt abregeln: Kostenloses Überschußladen!

Finde ich nicht so prickelnd: als Kunde möchte ich vorher wissen, was ich hinterher zahlen muss. Eine Abrechnung, per der sich der Strompreis im 1/4 Stundentakt ändern, möchte ich lieber nicht haben. Die EEX Preise stellen nur einen geringen Teil der tatsächlichen Handelspreise dar. Viel größere Mengen werden "over the counter" als langfristige "futures" gekauft (z.B. 5 MWh lieferbar im Monat März 2027).

1 „Gefällt mir“

Ja, so sollten auch dynamische Preise umgesetzt sein. Also nicht im 1/4 Stundentakt unvorhersehbar ändern, sondern der Preis wird bei Ladestart angezeigt. Genauso, wie bei der Tankstelle.

3 „Gefällt mir“

Wie kann man sich da sicher sein? Ich mein, denken wir mal zurück zum Verbrenner. Wann wurde der betankt? Wenn der Tank leer war und nicht wenn gerade Überschüsse vorhanden- und der Preis günstig ist. Okay, es mag Ausnahmen geben, hab auch einen Nachbarn der allen Ernstes abends um 22Uhr noch mal zur Tanke gefahren ist wenn´s gerade 2Cent günstiger war. Aber ich bleibe vorerst bei meiner Vermutung, dass der Großteil der Autofahrer zur Spitzenzeit auf der Arbeit ist und sich nich an eine Ladesäule stellen kann.

Im Süden von Ö hat der Netzbetreiber reagiert und bietet in der PV Kernzeit bis etwa Herbst eine etwa 20% Reduktion des Netzentgelts.

Kann man durch Timer, Schaltuhren usw. bei einigen Verbrauchern sinnvoll nutzen.

1 „Gefällt mir“

Das wurde wegen 2 Dingen gemacht. Erstens musst du dann den Zähler auf 15-Min Werte einstellen lassen. Und zweitens soll das den Energiegemeinschaften das Wasser abgraben. “Ach wenn ich nur 2ct spare im Sommer, dann brauch ich auch nicht in eine Energiegemeinschaft gehen.” Und schwupps, bleiben mehr private Anlagen auf ihrem Strom sitzen. Das EVU wird dann den Strom los.

Und das deckt sich noch mehr, wenn man weiss, dass einige der größten EVUs im Sommer noch zusätzlich du dem SNAP (wie es heißt in Österreich) verbilligte Tarife haben. Man will die privaten PV-Anlagen rausdrängen. Und dass weniger gebaut werden. Während die EVUs weiter und weiter EE ausbauen.

1 „Gefällt mir“

Ich hab nix zu verbergen, immer diese Angst vor Datenschutz. Und dann wühlt man grenzenlos im Internet rum und hinterlässt seine Spuren, vielfach bebildert.

Leider habe ich die Smarmeter Schnittstelle aufgehängt so daß sie mir keine Daten mehr liefert. Brauche ich eh nicht. Mir reicht die Statistik vom Betreiber.

Jou. Du suggeriert das der Börsenpreis der Preis an der Ladesäule sein kann. Das ist grob falsch.

In meinen Netzgebiet liegen die fixen Nebenkosten bei ca. 17ct. Das variiert, kommt aber immer on top.

Betriebswirtschaftlich unterschlägst du außerdem Standortmiete für die Ladestationen, deren Wartung, Abschreibung das ganze Backoffice, irgendjemand muss die Apps schreiben usw.

Ladestrom kostet an der Säule so 30-80ct. Der durchschnittliche Strompreis an der Börse liegt bei so 10-15ct. Bei Strompreis 0 kann der Säulenpreis auf 15-65ct sinken wenn du gleichzeitig noch Deckung der Fixkosten haben möchtest.

Und zum Schluss:

Tesla hat zum 10 Jährigen Jubiläum der Supercharger laden umsonst angeboten. Ich war da. Da kamen am Schnellader noch 30kw raus. Hab ne halbe Stunde da gestanden, dann wurde es mir zu blöd/langweilig im Auto zu warten.

Ich war froh das ich dem Tag nicht zu den armen Schweinen gehört habe die irgendwo hin mussten und deren Pläne kollabiert sind.

Tesla hat übrigens variable Tarife. Gerade geschaut: Heute tags 53ct, nachts 25ct. Muss man aber um 23uhr zum laden fahren.

2 „Gefällt mir“

Das ist der Plan "B": If you can't beat them, join them!. Aber räum vorher die lästigen Wettbewerber ab.

Sieht mann auch gut in DE:
A) maximale Laufzeit für fossile Erzeuger ermöglichen
B) Dezentrale PV Dächer verunmöglichen:

  • Erst keine Vergütung bei neg. Preisen mehr
  • Dann Null-Einspeisung propagieren
  • Abschließend die Einspeisung verbieten und
  • mit sog. SmartMetern kontrollieren und mit Strafen belegen

C) Parallel aber Freiflächenanlagen fördern, die widerum die Netzgebühren erhöhen
Hört sich bekannt an, ist es auch: Der Plan der Miss Wirtschaftslerin in DE

1 „Gefällt mir“

Das ist plakativ und stimmt so in der Form nicht

Nun, auf den Fixkosten soll ja keiner sitzen bleiben !

Steht auch in der Petition - die Forderung:
Wenn der Day-Ahead-Preis negativ ist, ruhen Steuern und preisunabhängige Aufschläge auf öffentliches Schnellladen automatisch — das Netzentgelt wird aus dem negativen Großhandelserlös über ein Verrechnungskonto gedeckt*. Keine Subvention, kein Fördertopf, kein Pilotantrag. Eine zeitliche Erweiterung von §13k EnWG („Nutzen statt Abregeln 2.0", in Kraft seit 2024) — der Strom deckt seine eigenen Netzkosten in der Stunde, in der er sonst abgeregelt würde.

Ja ist auch falsch und irreführend.

Von den Fixkosten der Betreiber steht da nix.

Zur Deckung der Netzentgelte muss der Strompreis deutlich negativ sein. Zur Deckung aller Kosten muss der Strompreis gegen -50ct /kWh gehen. Das passiert selten und soll gerade durch diese Maßnahme auch verhindert werden

Es ist vermutlich absehebar keine Erkenntnis, marktwirtschaftlichen betriebene Ladesationen mit permanent wechselndem Tarif anzudenken.

Hingegen wächst die Anzahl der Stromspeicher

Und es werden absehbar mehr, so daß man in so belanglosen Details wie Ladestationen gar nicht nachzudenken braucht.

Wenn dann unmittelbar Wedel in Betrieb geht - ist schonmal ein gewisser Anteil geschafft.

Das bedeutet - der Stromverbrauch steigt, die Grundlast wird höher

Und das sind nur für mich lokale Dinger....

Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Offtopic Sammelthread

Nun, ich denke das ist weniger von der jeweiligen Person oder Partei abhängig die gerade das Wirtschaftsministerium inne hat, sondern viel mehr hängt das an den Interessen der Versorger/VNB, eben Geld zu verdienen. Da kann man meiner Meinung nach nicht der Frau Reiche einen Vorwurf bezüglich dessen machen, was ein Habeck begonnen hat und sicher weiter führen würde wäre er heute noch im Amt. Das Urinteresse eines jeden commerziellen Erzeugers und Netzbetreibers soltle wohl jedem klar sein.

Ist doch ganz einfach: Es gilt der Preis, der bei Ladebeginn angezeigt wurde, wie bei der Zapfsäule an der Tankstelle. Der Preis ist dann für den ges. Ladevorgang garantiert. Chancen und Risiken für beide Seiten gleichermassen verteilt :wink: Im Zweifel wird der Betreiber dann eher etwas höhere Preise verlangen, aber dafür hast Du die Sicherheit.

1 „Gefällt mir“

Danke @anon24819938 für die schönen Beispiele. Hier in meiner Kleinstadt gibt´s einen großen Windpark, der gelegentlich wegen der Netzengpässe abgeschaltet wird. Seit einigen Jahren läuft ein Pilotprojekt in Kooperation von Stadtwerken und Ü-Netz Betreiber. Bevor der WKA abschalten lässt, wird der Strom zum Aufheizen eines Heizwasserspeichers der Nahwärmeversorgung genutzt. Die Stadtwerke bezahlen dann nur den Gaspreis, den sie im EK für die gleiche Wärmemenge benötigt hätten. Das scheint gut zu laufen, bietet allen nur Vorteile und ist technisch/finanziell keine große Herausforderung. Die Umbaukosten trug übrigens der Ü-Netzbetreiber.

Die EEX Preise sind m.A. schon sehr virtuell. Wenn der Wind an der Nordsee kräftig weht und negative EEX Preise zu sehen sind, nützt dann ein großer Stromabnehmer tief im Süden der Republik? Ist es nicht eher wahrscheinlich, dass die Stromautbahn irgenwo einen Stau hat. Könnte es sein, dass dann sogar ein fossiles Kraftwerk angeworfen werden muss, um den Strombedarf im Süden zu decken?

Weg von der einen Gebotszone an der EEX für die Republik, hin zu mehr Gebotszonen würde zu einer Entlastung der Netze führen.

Ladesäulen sind als Stromsenke nur bedingt brauchbar, weil der Betreiber nicht garantieren kann, dass zum rechten Zeitpunkt dir richtige Leistung abgerufen wird. Dagegen sind stationäre Haus Akkus durchaus geeignet, Netze zu entlasten. Dann müsste allerdings die "Steuerung" (Be- oder Entladen) in die Hände des VNB gelegt werden. Das wird z.Z. bei meinem VNB als Idee diskutiert.

Am Ende ist aber die Frage, wenn man jetzt mal nur an PV denkt, wie groß die Resonanz tatsächlich wäre, wenn zur Spitzenzeit ein Großteil der Bevölkerung auf der Arbeit ist und sich nicht an einen Schnelllader stellen kann.

Eben. Aber stell dir mal vor, bei jedem Supermarktparkplatz, bei jedem P+R Parkplatz, fast überall sind einfach nur popelige Steckdosen mit 3,7KW. Und dann gäbe es eine App. Und mit der App kann man dann sogar einstellen, wie voll der Akku am Ende sein muss wenn man zurückkkommt. Ob der Akku vom Netzbetreiber benutzt werden kann.

Beispiel:

Es ist 12:00 und das Netz ist gerade sehr belastet von viel Strom. Dann darf der Netzbetreiber den Akku nutzen um ihn zu füllen und entlastet damit das Netz. Für diesen Strom keine Netzgebühren!
Und das kann man noch weiter treiben. Für jede eingespeiste kWh des Netzbetreibers bekommt man auf ein “Netzkonto” einen Freibetrag des durchschnittlichen Netzpreises. (bei laden mit 3,7KW zu hause oder unterwegs). Ich stelle dem Netzbetreiber meinen Akku zur Verfügung, zum entladen oder laden, sagen wir 1000kWh, und dafür bekomme ich weitere 1000kWh egal wo ich lade, zu 0ct Netzkosten. Ende des Jahres verfällt das.

1 „Gefällt mir“

mh...
was wissen wir über Subventionen - hier Verzicht auf Netzgebühren? Ein anderer zahlt die Zeche, nämlich derjenige, der die Befreiung nicht nutzen kann. Wieviel Haushalte wohnen zur Miete (ohne PV)? 60% sind es und wieviele BEV sind in der bundesdeutschen KfZ Flotte (kaum mehr als 1%). Wer zahlt die Zeche: alle Stromkunden, die nicht von Netzentgelten befreit werden. Die öffentliche Ladestation ist mangels Steuerbarkeit auch keine echte wirksame Stromsenke, die nach Bedarf Überschüsse abnimmt.
Sehe ich das falsch?

Gilt gleichermaßen für die negativen Strompreise, das Defizit wird von irgendjemandem bezahlt werden müssen, Gleiches gilt für die Redispatchkosten.

Nach den aktuellen Zahlen des KBA sind es aktuell rund 4%, etwas über 2 millionen BEV - Nutzfahrzeuge hierbei erst mal ausgeklammert.

Meiner Meinung nach müssen die nicht steuerbar sein. Eigentlich dürfen sie gar nicht steuerbar sein da ich als Kunde erwarte wenn ich mich da hinstelle möchte ich mein BEV geladen wieder zurück haben. Man kann ja auch kaskadiert anfangen. D.h. ein Kontingent von Ladesäulen wird für einen Probetrieb erstmal eingerichtet/bereit gestellt. Die entnehmen dann während des Ladezyklus eine gewisse Leistung um deren Betrag die Windkraft/Solarkraft dann nicht abgeregelt werden müssten. Laienhaft gesehen wäre das eine Art Annäherungsbetrieb.

2 „Gefällt mir“

Planbarkeit, Zuverlässigkeit......

Ja - Statisches erfüllt das

Bezahlen tut das die Masse, wenige profitieren.