Habe unseren neuen Nkon Ess Eco an unseren Deye-WR angeschlossen und es läuft soweit mit Pylontech-Can Protokoll. Die Einstellungen im Seplos-BMS (V.3.0) habe ich über die Seplos BT-App vorgenommen: requested charge voltage: 55,3V - für ein initialies Balancing.
Auch die OV-Alarm und OV-Trip Einstellungen passen. Ebenfalls im Deye-WR habe ich die Ladespannung auf 55,2V gesetzt (kann man nur bei Ausgeschaltetem BMS-Protokoll). Aber beim Anklicken der Detailsettings (Battery Settings) im Deye zeigt er mir immer: Ladespannung: 55V.
Das ist grundsätzlich völlig o.k. aber für ein initiales sauberes Balancing der neuen Zellen würde ich gerne auf 3,45V/Zelle kommen. Was habe ich evtl. übersehen? Das BMS zeigt mir 99% SoC an - soweit auch o.k.
Ja, da hast Du vermutlich Recht - mache ich auch so bei meinem älteren, kleineren Akku. Initial wollte ich hier mal etwas höher gehen, damit die Kurve noch steiler wird.
Nach einer Weile schaute ich wieder auf die App und stellte fest: die Ladespannung dümpelt um 56V! Das hatte ich nicht eingestellt und schien mir viel zu viel. Bin sofort runter in den Keller und habe die alten Settings wieder eingestellt: charge request voltage auf 54,8V gesetzt und auch die Warn- und Trip-Grenzen enger gestellt. Vermutlich kann der Deye den Strom gar nicht so schnell regeln wie die Zellspannungen hochschießen…
Ich dachte du bist kein Freund von "BMS gesteuert"?
Was du beschreibst zeigt jedenfalls klar das der Deye die Vorgaben vom BMS bekommt. Es spielt also offensichtlich keine Rolle was du im Deye einstellst da das bei erneuter Verbindung zum Akku über CAN wieder verworfen wird.
Ja, richtig, bin ich auch nicht. Leider bietet der Deye-WR von sich aus nicht viele Möglichkeiten einer wirklich guten LFP-Ladestrategie. Man kann nicht einmal zwischen Bulk-, Absorptions- und Floatphase unterscheiden, geschweige denn die jeweils geeigneten Spannungen separat einstellen (wie ich es aus dem Victron MPPT Laderegler kenne). In diesem Fall raten die meisten dazu, das BMS steuern zu lassen zumal es da wohl eine gewisse (versteckte) Strategie über den Schweifstrom gibt. Eine Floatspannung vermißt man beim Seplos-BMS leider auch. Kann mir nur damit behelfen, nach dem initialen Balancing die Ladespannung (requested charge voltage) herunter zu stellen (bin jetzt bei 54,4 V).
Der Deye reagiert ein wenig träge auf Parameterwechsel im BMS. Die ‘Strategie’ ist beim Seplos-BMS wohl überwiegend in der Firmware versteckt. Allerdings kann man über die App eine Unzahl an Parametern einstellen (ca. knapp 100 Werte und Flags…).
Verstehe
Dann bist du wohl gezwungen die möglichen passenden Parameter über das BMS rauszufinden. Das sollte ja wie es sich anhört zumindest schonmal besser als nichts sein. Vielleicht ist es ja nach der Garantiezeit eine Option auf ein anderes BMS mit Kommunikation umzubauen. Und vielleicht kommt in der Zeit ein neues BMS von Jikong raus, welches die Problemchen des Inverter-BMS nicht hat. Obwohl ich garnicht genau weiß ob das Inverter-BMS mittlerweile vielleicht sogar sehr gut läuft. Hab nur was gelesen gehabt das es keine Firmware Updates dafür mehr geben wird.
Ich habe noch ein älteres JK-BMS an meiner kleinen DIY-Batterie, damit bin ich eigentlich sehr zufrieden bisher. Das nutze ich aber nicht zur Ladesteuerung; diese wird vom Victron MPPT gesteuert - so wie es sein soll. An unserer großen Dach-PV mit 14,4 kWp werkelt ein Deye Hybride mit 15kW - der bietet leider keine vernünftige Ladestrategie, sondern nur einige wenige Randparameter. Da ist es besser, man läßt das BMS machen, hier ein Seplos V.3.0 - soll eigentlich gar nicht so schlecht sein. Viele Parameter gibt es redundant für das gesamte Pack und die Einzelzellen. Teils sinnvoll, teils Unfug m.E. Eine Floating voltage sucht man aber auch vergebens.