Next Level Wasserstoffheizung, bitte um Erfahrungen und Einschätzungen

Ich frage mich, wie die sich ihr Geschäftsmodell vorstellen. Die haben ja nun scheinbar wirklich echte Geräte, die sie real bei Kunden einbauen. Soweit klappt das auch noch. Gerät wird eingebaut, macht schön warm, alles gut.

Aber spätestens nach einem Jahr werden die Kunden sich doch massiv über die Stromrechnung erschrecken. Wenn das in ein ungedämmtes Einfamilienhaus eingebaut wird mit 20.000 kWh Gasverbrauch, wird man sicherlich 15.000 kWh Strom verbrauchen. Das wären dann 4500 Euro. Wenn die noch PV + Speicher dazu kaufen, sind es vielleicht 3500 Euro, die man noch zukaufen muss.

Das wäre dann ja nur ein Geschäftsmodell, was nach einem Jahr extrem schwierig wird, das weiter durchzuziehen.

Immer diese Geheimniskrämerei. Wie wäre es mit dem Gegenteil. Wärmepumpen auspacken. Gas oder H2 als Quelle für eine Brennstoffzellen Heizung mit nachgeschalteter Wärmepume. Was kostet daraus gewonnener Strom bei üblicher Nutzung. Rentiert sich die Anschaffung irgendwann? Die Abwärme dient zur Vorwärmung der Wärmepumpe, damit steigt der cop.

@hopfen Bei der Vielzahl der Wandlungen, Gas in Strom (Brennstoffzelle zwischen 0,35 - 0,65), Strom dann über Mechanik in Wärme oder noch schlimmer Strom in H2 (0,8), H2 in Strom(0,35-0,65), Strom wieder über Mechanik in Wärme wird am Ende nicht mehr viel über bleiben für einen adäquaten Wirkungsgrad.

Bei einem Input von 1kWh werden 0,65 kWh bei Gas zu Strom, ein Drittel ist also verloren und bei der anderen Version wird es noch übler-> 0,8*0,65 = 0,52kWh Strom oder fast die Hälfte an Verlust. Das ist wie mit E-Fuels. In der Theorie ne gute Idee, in der Praxis zu teuer, zu knapp, zu ineffektiv. Echter Vorteil wäre im Idealfall keine Abregelung mehr und weniger Netzausbau dafür aber evtl. ein Infrastrukturbedarf für die Verteilung des aus P2G gewonnenen Energieträgers. Ein Ausweg wäre möglicherweise die Methanisierung, die angeblich bei 85% Wirkungsgrad liegen soll. Das könnte man vertanken oder verheizen, dafür gäbe es bereits Infrastruktur. Mit dem Nachteil des teils grottenschlechten Wirkungsgrades der nachgelagerten Verwertung, z.B. im Benzinmotor mit nur 20-40%.

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Von einer "keine Abregelung mehr" habe ich genau nix. Meine PV liefert zur Heizzeit gerade mal um 10%, brauchen würde ich das 10 fache.

Der schreibt ja von nachvollziehbarem Wirkungsgrad Wärme? oder was immer da rauskommt 0,97.

Keine Ahnung was Gas heute kostet, war früher jedenfalls ein Bruchteil der Stromkosten und wird vermutlich immer noch deutlich günstiger sein.

Ist jetzt egal wenn das umwandeln in Strom auch nur mit 50% statt 60% abläuft und der Rest als verwertbare Wärme für die Pumpe anfällt. Vermutlich fällt aber zu viel Wärme die die Pumpe gar nicht verarbeiten kann an. Das schmälert dann wieder den cop.

Es wird ja nur bezogenes Gas in eine Richtung gewandelt. Lässt man die System und Betriebskosten jetzt mal kurz weg müsste Gas halt unter 50% von Strom kosten.

Alles darunter dient der Amortisation.

Ich persönlich wäre mit einem 1 kW Generator zufrieden, der allerdings mit Flaschengas betrieben werden müsste, womit man vermutlich gar nicht mehr rechnen braucht.

Was anderes wäre wenn ich im Sommer monatelange speicherbares Gas selbst herstellen könnte.

So wird möglicher PV Strom einfach gar nicht erst erzeugt da der Abnehmer fehlt.

@hopfen Sieh mal hier: Strompreise

Betrachte mal die Netzentgelte und deren Anteil am Strompreis. Mehr als ein Viertel ist Netzentgelt. Sinkt das nun, weil der Netzausbau langsamer gehen kann, wg. P2G..., so sinkt auch der Strompreis.

Dein Gas (H2) kannst Du bereits selbst herstellen. Picea! Allerdings ist auch der Preis!!!! Und halt der Strombedarf. Du musst etwa die doppelte Energiemenge in Form von Strom investieren, vielleicht sogar noch mehr, ich kenne den Wirkungsgrad von Picea nicht. Aber den beinahe sechsstelligen Preis.

Willst Du nun 6.000kWh für ein gut gedämmtes EFH in Form von Wärme / H2 bereitstellen können, musst Du übers Jahr 12.000kWh ernten. Das wird niemals wirtschaftlich werden, weil Dir 16ct./kWh Einspeisevergütung flöten gehen und Gas, jedenfalls aktuell, um 10ct./kWh kostet.

Da die Brennstoffzelle nur 1,5kW liefern kann wird das auch nicht für eine XWWP reichen.

Was meinst Du mit 1kW-Generator? Eine Brennstoffzelle? Oder einen Moppel? Moppel gibt es für Flüssiggas, was es wieder in Flaschenform gibt.

Bleibt bitte beim Thema.

Bei mir gibt's keine Einspeise Vergütung und habe ich auch nicht vor. 5kWp/800W. Vielleicht gönne ich mir mal 10 kWp, kost ja nix an Modulen.

Habe mir gerade mal den Flüssiggas Preis angesehen, da bleibe ich beim Bezug von großteils österreichischer Wasserkraft.

Mir würde tatsächlich ein 1 kW Brennstoffzellen Generator reichen da die Wp nahe scop 6 läuft.

Das ganze ist eine reine Gedanken Spielerei ohne Absicht sowas jemals zu verwirklichen.

Würden die Strompreise jedoch wieder mal langfristig explodieren wovor sich die Betreiber aber inzwischen wohl hüten werden wäre das ein gedanklichen Ausweg.

Ps: Thema ok ok ok, binschonweg.

Das mit dem Wasserstoffkessel ist sicher nur ein Schreibfehler. Richtig soll das doch "Wasser/Stoff-Kessel. Ein mit Stoff isolierter Wasserkessel.

Is doch ganz einfach - :stuck_out_tongue:

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@hopfen Mit SCOP nahe 6 machst Du Dir aber was vor, wenn Du aus Österreich kommst. Der Labelgenerator von Daikin sagt im mittleren Klimabereich 5,73. Die Karte sieht aber so aus, als wenn ganz Gallien besetzt ist. Oh, Quark :rofl: . Als wenn ganz Österreich in der kalten Klimazone liegt. Damit dürfte 5,73 ein frommer Wunsch sein.

@thorstenkoehler gehe davon aus daß die im Betriebsbereich der 25er bei mir läuft. Also 5.900. Achja und ständig staubfreiem Innenfilter, das die Vz9 und alle anderen nicht bieten. Da bin ich fast überzeugt daß der Durchschnittswert über der vz9 liegt :wink:

Hat aber mit Wasserstoff oder Plasma rein gar nix zu tun :wink:

@hopfen Du meinst den Leistungsbereich? Die Klimazone interessiert das aber nicht. Wenn es durchschnittlich kälter ist als in der mittleren Zone, dann beeinflusst das den SCOP nicht positiv.

ICH habe so einen Elektroboiler, der sogar nur zwischen 0,6 und 2 kW pro Stunde, Warmwasser und Heizungswärme produziert !!!

Es ist ein OKHE 100 den ich selber auf eine unvorstellbar geniale Steuerung umgebaut habe!

Auf technische Feinheiten kann ich, wegen der Gefahr von Nachahmern, genau wie das Next Level Dings, nicht eingehen.

Im Gegenteil, es ist laut Hersteller ein eindeutiger Boiler!

Und er wird mit sehr sparsamen 2 kW vom Hersteller angegeben.

Wenn man aber nicht mal in der Lage ist, den Unterschied zwischen einem Boiler und einem Durchlauferhitzer zu begreifen, sollte man vielleicht Heizdecken verkaufen :wink:

Und sich extra hier anmelden um als ersten Beitrag ein "Produkt" anzupreisen ... fällt irgendwie verdammt negativ auf.

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Musst du auch nicht. jeden normalen Warmwasserspeicher mit noch einem freien Montageloch kannst du von deinem Installateur deines Vertrauens mit einem Heizstab ausrüsten lassen.
Und dann kann man die Vorzüge dieser streng geheimen zukunftsweisenden Technologie schon selber nutzen.

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Danke, ich habe viel Spaß beim lesen gehabt.

PS.: Die Internetseite ist auch ein Knaller. Es gibt dort Plasmaheizkörper!

Einfach köstlich, welche physikalischen Abstrusitäten da so zusammengeschrieben wurden, viel Spaß beim Lesen:

https://epeunextlevel.com/epeu-heizkorper/

Da muss man echt fragen, was die geraucht haben.

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PV-Magazin hat auch was zu geschrieben:

Naja, um das zu wissen braucht man keinen Gutachter. Das lernt man im ersten semester Physik, thermodynamik oder Strömungslehre, und damit weis jeder Mschinenbauer, Elektrotechniker oder Mechatroniker genug. Und ein bischen Schulphysik würde auch reichen.

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Einem Gutachter oder Experten wird geglaubt. Wenn hier einige mit physikalischen Verständnis im Forum schreiben, wird nicht geglaubt.

Tja, selbst nicht Experte sein, keine Ahnung haben, aber genug wissen dass man anderen nicht glaubt die wahrscheinlich mehr Ahnung haben, und es ihnen erklärt.
Das nennt man YT.