in einem anderen Thread habe ich die Frage gestellt, ob sich für mich mit 68 Jahren noch eine große PV-Anlage mit 13 kWp rechnet. Ich bin zu dem Entschluss gekommen - nein; aber ein Balkonkraftwerk soll es werden.
Folgende Komponenten habe ich mir ausgesucht, nach dem ich hier etwas recherchiert habe.
Vier PV-Module < 2000 W: Solyco Pro R-TG 96.5h (HJT Module)
Mit DC in den Speicher: Hoymiles HiBattery 4020 X (4 kWh) - leider gibt es noch keine Erfahrung mit dem Speicher, da recht neu auf dem Markt.
Ich habe mich auch schon mit Home Assistant beschäftigt, da auch eine Wärmepumpe und eine Wallbox ansteht. Digitaler Stromzähler wird nächsten Monat eingebaut.
Die PV-Module sollen auf dem Carport, Flachdach mit Trapezblech aus Alu, mit 30° Neigung Richtung Südsüdwest aufgeständert werden. Um diese Jahreszeit ist dort morgens bis ca. 10 Uhr volle Sonne, dann eine teilweise Verschattung und ab 12:00 Uhr wieder volle Sonne. Wie das im Winter aussieht, kann ich momentan nicht beurteilen, vermute aber, dass die Verschattung länger dauert.
Der Speicher soll in einen trocknen, kühlen Kellerraum, dazu müsste jedes Kabel der acht Stück ca. 12 m lang sein.
Fragen:
Sind die oben ausgewählten Komponenten sinnvoll?
Ist die Aussrichtung Sudsüdwest in Ordnung? (In diesem Fall stehen die Module dann parallel zum Carport)
Ist die Aufständerung mit 30° sinnvoll oder wäre flacher (15 - 20°) sogar sinnvoller
Ist die Länge der Kabel ein Problem?
Welchen Querschnitt für die Kabel (4 oder 6 mm^2)
Alternativer Aufstellungsort für den Speicher wäre ein Holzschuppen hinter dem Carport. Dort wird es aber im Sommer sehr heiß und im Winter kalt, weil ungeheizt. Vorteil: Die Kabel wären nur ca. 3 bis 4 m lang.
Macht für mich so definitiv Sinn und habe es so ähnlich letztes Jahr auch einer älteren alleinstehenden Bekannten installiert. Dort drei Module an der RMH Hauswand Richtung Süden, etwa 30 Grad aus der Senkrechten raus und jeweils mit eigenem Kabel zum bei ihr Anker Solix im Waschkeller. Bei ihrem Verbrauch wäre ne größere PV auf dem Dach völliger Unsinn. Wenn demnächst ein Jahr rum ist, muß ich sie mal besuchen und die Daten mit anschaun, schrieb auch vorher schon immer ihre Verbräuche auf, was sie von ihrem verstorbenen Mann - Elektriker - übernommen hat.
Wenn sie auf einem Flachdach stehen, sind die 30 Grad Aufständerung gut. Kannst überlegen, ob Ost+West Ausrichtung besser ist (hier mit dem PV Tool simulieren). Was spricht für gerade diesen Wechselrichter/Akku?
Das ist ein guter Einstieg in die Eigenversorgung mit PV. Das die Module nicht ganz in Südausrichtung stehen verringert den Ertrag kaum, wichtiger - sie sollten sich im Winter nicht gegenseitig verschatten. Idealerweise stehen alle Module in einer Reihe, so der Platz reicht. Da im Sommer der Ertrag kaum aufgebraucht werden wird, ist ein steilerer Winkel für mehr Ertrag im Winter angeraten. Auch bei mir ist ein Teil der Module mit 60° aufgestellt, also 30° aus der senkrechten. Bei zweireihiger Montage sollte man sich das maßstabsgerecht aufzeichnen und mit dem Wintersonnenstand die Verschattung prüfen.
Zu Frage Kabelquerschnitt: 24 m Kabel mit 4 mm² zum Modul hin und zurück haben einen Widerstand von etwa 0,12 Ohm. Beim Maximalertrag des Moduls von 14 A werden Kabelverluste von 6,72 W entstehen (P=I²*R). Mit 6 mm² sinken die Verluste auf 4,48 W.
Bei geringerem Ertrag sinken die Kabelverluste quadratisch zum Strom, spielen also noch weniger eine Rolle.