Neues Heizkonzept für Bestandsbau, Kombination Luft-Luft WP mit Luft-Wasser WP

Sole-WP leben nach meiner Erfahrung am längsten. Ich kenne hier einen Haufen, die laufen seit 30 - 35 Jahren. Ab und an fährst mal zu einer hin schütze tauschen. Kaum schlechter: Grundwasser, wenn das nicht allzu sehr belastet ist mit Eisen oder Magnetit. Schwachpunkt Tauchpumpe die können dir nach so 20 Jahren mal sterben.

LWWP sind einfacher aufzubauen und dadurch viel billiger. Lebensdauer 10-20 Jahre. Irgendwann fault wir draußen was weg. Kann aber trotzdem wirtschaftlich günstiger sein.

Wenn Wärmespeicher unterm Wohn-/Bürobereich steht, hast halt warme Füße. Stört die Effizienz kaum. Wenn neu: Wärmespeicher in den Rücklauf kalkulieren wenigstens Wasserinhalt der Heizungskreise. Überströmer einstellen auf 50% des geingen Durchflusses ohne Büro. Vorerst kannst den Ölofen als Wärmespeicher verwenden, kann man in den Vorlauf schalten.

Wärmeverteilung: Wenn alles 1 Kreis ist und jetzt gut läuft, Wohnbereich nicht anfassen. Nur Bürobereich mit elektrischen Thermostaten einschalten z.B. 3h vor Arbeitsbeginn bis Feierabend. Schaltuhr reicht.

Heizkreis läßt dir spülen und mit gereinigtem Wasser füllen, sonst hast den ganzen Dreck in der wP drin. Bissel nachfüllen mit normalem Wasser ist egal.

Da würde ich deutlich mehr auf Energieinsparung optimieren.

Das ist dann sowieso sehr individuell. Effizienz und Komfort stehen sich oft diametral entgegen und jeder muss herausfinden, wie stark man die Effizienz optimieren kann, um den individuell nötigen Komfort noch zu gewährleisten.

Und es hängt natürlich auch stark an der Außentemperatur: Je tiefer die geht, um so weniger klappt das streng bedarfsweise. Bei Wetter wie derzeit, bei 12-16 Grad draußen, heize ich das Homeoffice wirklich nur dann, wenn ich mich dort aufhalte ohne vorheizen.

Ansich brauchst du keine Kaskadensteuerung. Es muss nur definiert sein wieviel Leistung du bei welcher Außentemperatur benötigt. Beispiel: Außen 0°C dann brauchst du 20KW. Dann WEISST du, ein Gerät kann nur 16KW, also mach ich Kiste 1: VL 40°C, RL 37°C ; Kiste 2: VL37°C, RL 34°C. Nur als grobes Beispiel.

Bei außen 12°C außen reichen 10KW, da lässt du ggf. nur Kiste 1 laufen.

Produktempfehlungen sind schwer. Wenn du es machen lassen willst bist du letztlich wieder abhängig davon, was der dir einbauen WILL. Nicht was es gibt oder möglich wäre.

Wie würde das Hydraulikschema am besten aussehen?
Verstehe ich es richtig du würdest eine Reihenschaltung machen?
Mein Gedanke ging auch in die Richtung gleichmäßige Laufzeiten beider WP. Also bei zwei 16 KW - wenn Bedarf von einer WP effizient zu decken läuft beispielsweise einen Tag WP 1 um am nächsten WP 2.

Wie würdest Du das machen? Geringere (Nacht)Absenktemperatur? Wir haben moderate Temperaturen für verschiedene Zonen definiert (Bad, Wohnzimmer, Büros, Showroom, Lager, Schlafzimmer, grob in dieser Reihenfolge. Das ganze dann optimiert nach Nutzungszeiten bzw. Anwesenheit) Mein Gedanke war weiter bei moderaten Außentemperaturen bei denen LLWP sehr effizient laufen diese zu verwenden um die Lufttemperatur in den Büros sehr schnell auf Komforttemperatur heben zu können und dann hauptsächlich über HK halten damit man das Laufgeräusch nicht hat. In der Wohnung ebenfalls aber in der Früh nicht weiter mit HK halten sondern wieder absinken lassen und dann am Spätnachmittag wieder hochheizen...
In der Überganszeit ausnützen der relativ hohen Außentemperaturen von Spätvormittag bis in den Abend um die Gesamtfläche eher zu "Überheizen" und so einen Puffer für die Nacht zu schaffen. Mir ist klar, dass die WP möglichst durchlaufen sollen und eigentlich nur runtermodulieren sollen. aber eine Taktung am Tag? Das würde andererseits die Gesamtlaufzeiten reduzieren was der Lebensdauer doch gut tun sollte?

Würde ich neu bauen wäre das absolut meine Lösung aber für einen Altbau stelle ich mir die Frage will ich eine große Fläche aufreißen um die Kollektoren zu verlegen? Weiter rechnet sich das?

Auch nicht. Bei einem Neubau hast du so gut gedämmt dass es egal ist ob du nun 2500kWh Strom oder 2000kWh Strom verbrauchst.

Stärker bedarfsweise heizen. Schlussendlich sparst du um so mehr, je niedriger das Temperaturniveau im Haus ist. Also so wenig überall heizen, dass es noch komfortabel genug bleibt. Zum Beispiel LWWP nur so betreiben, dass eine Grundtemperatur von 16 Grad gehalten wird und dann bedarfsweise hochheizen mit LLWP.

Je nachdem, wie gut gedämmt ist, kannst du evtl. die LWWP ganz abschalten für gewisse Zeitspannen.

Beispiel bei uns: Wir heizen nur mit LLWP. Das jeweilige IG läuft nur, wenn wir den Raum nutzen. Jetzt bei 12 Grad draußen geht das völlig ohne Probleme ohne Vorhheizzeit. Wenns ordentlich kalt ist, brauchts hingegen 4 Stunden Vorhheizzeit, um es halbwegs gemütlich zu haben. Trotzdem heizen wir auch im tiefen Winter die ganze Nacht nicht.

Das stelle ich mir recht schwierig vor. Eine LWWP bekommt man nur schwer so geregelt, weil du ja gar nicht einzeln für jeden Raum regulieren kannst. Da wird man eher nur die Strategie fahren können, in alle Räume so viel Wärme reinzupumpen, dass man die auf z.B. 16 Grad hält und den Rest macht dann die Split-Klima. Da muss man dann aber auch wieder aufpassen, dass die Split-Klima nicht zu sehr takten muss.

In der Übergangszeit dann nur mit Split-Klima heizen.

Früher war ich auch Fan von Heizung = (fast) aus wenn Raum nicht genutzt wird = Hausverstand eh klar. Habe inzwischen gelernt/akzeptiert dass der Wärmefluss vom warmen Raum in kalten Raum signifikant ist, deshalb nur moderat auskühlen lassen.

Bei 980m² sind sicher mehr als 3-4 Personen involviert –> Kompromisse bzw soll’s nicht zu kompliziert sein und der ‘Energieminister’ will nicht jeder Nutzerin, jedem Nutzer alle Rechte der Konfiguration gewähren, bzw gibt’s User_innen die wollen wohnen/arbeiten und nicht dauernd in einer App rumwischen um es warm zu haben - und noch wichtiger: Sind bereit nach Verlassen des Raumes die Temp runterzuregeln!

16° hat’s bei uns im Jänner im unbeheizten Keller, bis da die Wände warm werden ist die Bürozeit fast schon wieder vorbei, ich glaube 17° gilt als Anti-Schimmeluntergrenze. Das ist nur bei körperlicher Arbeit mittelfristig zumutbar, ev wenn ich 1/2 h mit Fahrrad zum Arbeistplatz komme für 15min (und die Finger hoffentlich nicht klamm sind).

2x gleiche WP? Ich hätte an 12…15kW für meiste Zeit im Winter gedacht, und 5-7kW für kühle Septermber, April-Tage und zum WW machen im Sommer, bzw zum Mithelfen für abtaukritische Wettersitutationen und wenn es wirklich kalt ist.
Die kl WP und die gr WP sind andere Größenklassen, mit anderen Modulationsbereichen, die 5kW Panas kommen auf 1kW Heizleistug runter, die gr wohl mind das Doppelte.
Wie ich oben schon gemeint habe, ev kann man auf die kl WP komplett verzichten wenn eh genug KlimasplitGeräte im Haus sind.
Ein Gebäude mit 980m² wird auch wenig(er) von Sonneneinstrahlung profitieren als ein Standard-EFH, die Grundlast/m² (m³) wird größer sein, viele Zwischenwände als Energiespeicher = träge.

Das ist ja vollkommen ok, so wird ein Raum, der nicht beheizt wird, eben ein wenig beheizt.

Ansonsten stimme ich dir voll zu: Es bleibt ein höchst individuelle Sache. Man muss den guten Kompromiss finden, wie alle Beteiligten zufrieden mit sind und man trotzdem sparsam heizt. Es bleiben immer Möglichkeiten, wo man optimieren kann und es gibt immer Grenzen, die die Nutzer von ihrem Wohlbefinden aus vorgeben.

Manchmal verschieben sich die persönlichen Grenzen auch. In beide Richtungen.

Ich denke aber, 18 Grad Auskühltempratur ist gut handelbar für die meisten Menschen, wenn man zügig mit LLWP aufheizen kann.

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Da gibts einen Wärmebedarf von ca. 50 000kWh. Wieviel mit Klima dazugeheizt wird steht in den Sternen. Da reicht eine 16KW Wärmepumpe nicht aus. Und Warmwasser benötigt man immer. Im Sommer läuft dann also eine nur für Warmwasser, kann das auch zügig machen, oder bedarfsweise mit wenig el. Leistung (1KW). Im Übergang wäre die LLWP eher gefragt, wie Win es meint, beim Übergang bin ich ganz bei ihm. Zwei große Geräte, wenn sie beide gleichzeitig laufen, haben 8KW Heizleistung. Das bekommt man bei insgesamt 50 000kWh schon weg. Und das Tolle ist eben, bei draußen um die +3°C und -3°C und hoher Luftfeuchte laufen beide Anlagen nicht auf Anschlag, frieren nicht so oft zu, werden weniger abgetaut. Du musst das mit Gesamtkosten rechnen. Wenn nun eine Anlage statt 3000€ 6000€ kostet dann ist das nur ein Posten.

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