Ich hatte es woanders hier im Forum schon mal geschrieben.
HAGER hat ein online Tool “ZPLAN” dort kann jeder einen Zählerschrank konfigurieren. Die Anforderungen der Netzbetreiber sind eingearbeitet, auch Wallbox, Pv, …
Ich persönlich gehe immer zu der “hohen” (1400mm) Variante bei der können 2 Zähler übereinander.
63A ist bei meinem VNB Standard.
Ich hatte bis vor 3 Jahren, noch 3x63A Schraubeinsatz Sicherungen in der Hausverteilung mit 10mm² Verkabelung.
Dann kam die PV und die Hausverteilung wurde auf 3x35A "kastriert". Begründung die 10mm² wären zu wenig...
Schau mal in die TAB deines VNB, was er da zulässt.
Ich bin gerade dran eine neue Hausverteilung mit 63A SLS und 16mm² bauen zu lassen.
Der Ele sagt, dass sieht der VNB nicht so gerne, aber zulässig ist es ohne weitere Einschränkungen.
Schau mal die Zeile mit SLS-Schalter (E-Charakteristik), da steht nach TAB des zuständigen VNB.
Das ist der SLS vor dem Zähler, da müsste noch ein 63A möglich sein.
Dahinter kommt dann eine 50A Variante, das ist bei mir dann auch so.
Wenn aber vorne schon ein 50A SLS sitzt geht dahinter nur noch 40A und dann wird es mit 30kWp PV nix mehr.
Hab das alles schon mit meinem Ele durchdiskutiert und der wird jetzt die 63A Variante anmelden.
(Bevor wieder irgendeinem Lobbyisten einfällt, das könnte man doch begrenzen um die PV auf Hausdächern noch weiter zu behindern... )
Das widerspricht der VDE-AR-N 4100 bzgl. Dauerbetrieb. Hat man einen üblichen Aussetzbetrieb wäre das noch ok, aber mit PV, Wallbox und WP halte ich das für utopisch. Der VNB referenziert in der TAB auf diese Norm insofern sehe ich bei mir keinen Sinn darin diese Diskussion jetzt zu führen. Insbesondere da 50A aktuell noch locker reicht.
Ich sehe das eher so: "Haben ist besser als brauchen"
Und wenns jetzt drin ist, hast du Bestandsschutz.
Es ist natürlich deine Entscheidung und die 10€ mehr für den 63er statt des 50er SLS machen es wirklich nicht aus, wenn der Schrank sowieso in 16mm² verkabelt wird.
Prinzipiell bin ich bei Dir insbesondere im verplombten Vorzählerbereich, aber bei jedem Ausbau und dann Meldung der PV sollte dies wenn es korrekt läuft geprüft werden. Daher wäre es eine Erhöhung der Chance, aber kein generelles Go.
War es bei uns auch, bis zur VDE-AR-N 4100:2019-04.
Seitdem 50A oder Wandlermessung. Bei mir wurde mit dem neuen Zählerschrank daher von 63A auf 50A reduziert.
Dementsprechend die TAB des örtlichen Netzbetreibers lesen und hoffen, dass der bei Direktmessung 63A noch zulässt.
Persönlich ist mir etwas breiteres lieber.
Ist beim niedrigen Altbaukeller weiter vom Boden entfernt, falls da mal Wasser in den Keller läuft.
Nah prima. Dort fordert der VNB für neue/wiederanmeldung ein TNS Netz. Bei mir läuft aber vom Zählerschrank zur UV das alte 4x16mm² also TNC. Keine Möglichkeit das zu erneuern.
Wie sind da übliche VNB konforme Wege? Die Hauptleitung vom HAK muß TNS bis in den Zählerschrank oder kann oft TNC bleiben (Bestandsschutz)?
Ich dachte immer, und habe den Tenor auch hier im Forum so verstanden, dass bis zum Zähler alles in der Verantwortung des Verbindungsnetzbetreibers liegt und nach dem Zähler in der des Kunden.
also soll sich doch bitte der Verbindungsnetzbetreiber darum kümmern, wie und womit der vom Hausanschlußkasten zum Zähler kommt.
Eigentumsgrenze ist idR der HAK. ( > TAB )
Leitung zum Zählerschrank, Zählerschrank, sowie alle Einbauten bis auf Zähler und dessen Zubehör sind Eigentum des Kunden.
Vom Zählerschrank zur UVT oder vom HAK zum Zählerschrank?
Deine 2 Absätze sind da widersprüchlich.
TNC wirst du ein Problem haben, die erstmalige und einmalige Auftrennung erfolgt im HAK. Sofern du in der Unterverteilung dreiadrig mit RCD´s (keine Nulleinspeisung) hast , wäre lokales TT-Netz eine Möglichkeit, aber k.A. ob so als Änderung zulässig.
Vom HAK zum Zähler wäre einfach zu erneuern (ca 1,5m). Aber vom Zähler zur UV unmöglich.
Wenn die bereits besprochen Verbraucher und Erzeuger wie PV, Wallbox, WP und ESS (dann im Zählerschrank angeschlossen) keine Verbindung zu den Stromkreisen dahinter (also der Haus UV) haben, dürften der Aufbau selbst mit RCDs funktionieren und die gewünschte Schutzfunktion haben. Oder übersehe ich etwas bzw. ist das für die VNBs ein NoGo?
Du kannst im Zählerschrank 2 Sicherungstrenner reinbaun und 4adrig rausgehn, 1x nach oben und 1x zu WP + PV Verteiler.
Wenn du auf TN-S aufteilst muss danach alles TN-S sein. Was machst mit Erdung, PAS? Willst ernsthaft nen neuen Zählerschrank mit nur 4 Schienen aufbaun?
Nö, die Frage war ob man wie gefordert jetzt im HAK den PEN auftrennt und zum Zählerschrank 5adrig verbindet. Dort im Zählerschrank alles 5 adrig verbunden als Endstromkreise außer die Verbindung zur UV per vorhandenem 4 adriger Leitung wieder mit PEN. An der PAS ändert sich nichts.
Die Alternative wäre die 4adrige Leitung auch vom HAK zum Zählerschrank zu lassen und im Zählerschrank und in der UV den PEN aufzutrennen.
Nix PEN.
Du fährst weiterhin 4-adrig in die UVT, aber mit N. PE kommt per Einzelader (NYM-J 1G16) von der PAS.
Lokales TT-Netz für die UVT. (> RCD´s verbauen, sofern noch nicht vorhanden)
So üblich im Bestand der mit Freileitung ursprünglich TT-Netz war und erst später mit Umstellung auf Erdkabel auf TNC-S umgestellt wurde. Nur k.A. ob du das nachträglich basteln darfst und ob deine Adernfarben das hergeben.
Also sprecht ihr auch von einem Umbau in der UV. Um dort ein 1x16mm² rein zu bekommen, muß ich zwar “Klimmzüge” machen und durch viele ausgebaute Kellerräume aber ich sehe da für 1x16 einen Weg. Für ein neues 5x16mm² nicht.
Definitiv ist im 4 Ader ein Grün/Gelber drin und den würde ich dann als Neutralleiter nutzen wollen. Könnte man mit Schrumpflauch kennzeichnen wie üblich beim PEN, aber es bleibt wie du sagst “Gebastel” und ob das jemand zeichnet und vom VNB aktzeptiert auch k.A.
Danach ist der 63er SLS vor dem Zähler zugelassen.
Der folgende Satz steht auch noch in der TAB, Wandlermessung erst über 63A. Zitat: Ab einem Betriebsstrom > 63 A oder einem Dauerstrom > 44 A ist eine Wand-lermessung vorzusehen.
Ich muss also nur unter den 44A Dauerstrom bleiben.
Das schaffe ich durch die NO und SW Ausrichtung meiner PV locker.
Hat dein VNB da strengere Regeln oder hat meiner nicht aufgepasst?
Aus meiner Sicht ist das identisch. Der Knackpunkt liegt hier bei dir aus meiner Sicht im Verständnis was “Aussetzbetrieb” und “Dauerbetrieb “ist. Letzteres bedeutet nach meinem Verständnis nicht das dies dauerhaft anliegt, sondern ist besetzt durch die Verwendung in zB PV und/oder Wallbox etc. Die laufen auch nicht 24h/dauerhaft aber legen die Auslegung (Kategorie ) gemäß der VDE fest.
Ich gehe mit dass sich das mit älteren VDE Normen, die immer noch gelten, in der Begrifflichkeit beißt. Wie zB der VDE 0298-4 wo auch einer Auslegung nach Dauerbetrieb (oder so ähnlich) formuliert ist. Gemeint ist aber was anderes in den beiden Normen.