nachdem ich sicher nach den vergangenen Tagen nicht der Einzige in Deutschland bin, der derzeit auf der Suche nach einer Klimaanlangen Lösung ist, hier mein Plan und meine Fragen dazu. Ziel ist es für mich möglichst einigermaßen auf Augenhöhe mit einem etwaigen Klima-Techniker sprechen zu können wenn diese mal ein zukünftiges Angebot vorlegen.
Aktuelle Situation:
Reihenmittelhaus BJ 1989 (6 x 12m).
Keine Dämmung, Außenmauern rein 30er Steine mit Putz. Dach mit bisschen Zwischensparren-Dämmung und loser Dampfsperre. Es wird also ordentlich heiß im Dachgeschoß.
Überall neue 3-fach verglaste Fenster verbaut.
Gastherme aus 2018vorhanden. Verbrauch ~12-13kWh p.a. nach vielem Tunen etc.
Heizlast Haus laut Energieberater: 6,2kW + Warmwasser.
Die letzten Tage haben wir mit einem Ventilator die warme Luft hin und her geschaufelt. Innentemperatur um die 30 Grad im Erdgeschoss. Schlafen im Keller, dort “nur” 26 Grad.
OG und DG unbewohnbar.
Klimagerät Trotec PAC 3900 X vorhanden zumindest für das Arbeitszimmer (im DG).
Home Assistent läuft.
PV mit 2x 1500W (SO und NW) auf dem Dach läuft. Dazu Speicher mit 4kWh. Sprich Sonne/Strom über den ganzen Tag verteilt vorhanden.
Pläne hier eine Wärmepumpe zu installieren wurden erstmal verworfen (Aufwand/Kosten Faktor).
Der Plan:
Gerüstet für die Zukunft sein - der Trend zeigt nun einmal klar in eine Richtung.
Zwei Außengeräte sowie fünf Innengeräte anbringen.
Daikin oder Mitsubishi hatte ich mal für mich heraus kristallisiert nach bisschen Lektüre im Netz.
R290 wird wohl (noch) nichts. Also R32.
Im Erdgeschoß: Auf SO Seite Terrassen Eingang ins Wohnzimmer 1x Innengerät. Das Wohnzimmer geht in ein Esszimmer über mit Treppenauf- und abgang. Dann auch offen geht es weiter in die Küche. Raumlänge also hier = Hauslänge von 12m. Knapp 50m² Fläche.
Im Obergeschoß: Auf SO Seite Eltern Schlafzimmer mit 14m². 1x Innengerät.
Im Obergeschoß: Auf NW Seite Durchgangszimmer 12m² sowie Kinderzimmer offen verbunden mit 12m². 1x Innengerät.
Im Dachgeschoß: Auf SO Seite Gästezimmer mit 6m². 1x Innengerät.
Im Dachgeschoß: Auf NW Seite Arbeitszimmer mit 5m². 1x Innengerät.
Dazu die Idee auch im Winter oder der Übergangs-Zeit Gasheizung + Klimageräte parallel laufen zu lassen, wenn das denn wirklich so gut funktioniert…und damit am Ende noch Geld zu sparen..wäre natürlich super.
Bilder dazu (Rote Kästen == geplante Innengeräte, BLAUE Kästen == geplante Außengeräte), Süd-Osten ist OBEN. Nord-Westen ist UNTEN auf den Bildern:
Lautstärke gering sowie Leistungsaufnahme gering sowie Kühl-Leistung groß - gibs das?
Welche Innengeräte mit welchen Außengeräten befruchten?
Nutzung der Räume: EG wichtigster Raum (hab hier bisschen Bammel, dass die kalte Luft am Ende durchs Treppenhaus nach unten verschwindet? Das gleiche Phänomen haben wir leider auch mit der warmen Heizungs-Luft im Winter, WAF leider nicht vorhanden für Lösung mit Schiebetür oder Vorhang…). Die Länge des Raumes macht mir weiterhin Sorgen, 12m gleichmäßig effizient zu kühlen? Funzt das? Noch ein Innengerät?
Elternschlafzimmer: Eigentlich sind wir ja strikte Klima Aus Fraktion (im Hotel etc), aber bei über 30 Grad sollte diese nun eben hier auf kleinster Stufe nachts only vor sich hin surren oder am allerbesten unhörbar laufen, zugfrei.
Durchgangszimmer + Kinderzimmer: Siehe Elternschlafzimmer, aber auch am Tag wenn Kind und/oder Freunde im Zimmer wäre schon gut wenn die da liefe..
Arbeitszimmer: Neben EG wichtigster Raum - Homeoffice Ole Ole… Muss tagsüber laufen.
Gästezimmer: Wird nur sporadisch genutzt - eben dann wenn Gäste anwesend..
Also: Alle 3x SO Geräte zusammen an ein Außengerät auf Dach montieren? Alle 2x NW an ein Außengerät auf Dach montieren?
Die Außengeräte wären so auch durch Fenster auf Dachziegeln erreichbar…
Montage via Dachkonsole auf Sparren und korrekten Gummipuffern sollte HOFFENTLICH funktionieren - ohne massiven Schall und Vibrationen im Haus?
Förderung möglich? Welche Bedingungen müssen da erfüllt sein?
Wartung wegen viel Kältemittel hier jährlich notwendig?
Das wäre jetzt erstmal alles was mir dazu einfällt….
Bin auf Eure Kommentare, Hinweise, Feedback gespannt.
Einen Balkon oder Kellerabgang auf bzw. über dem die Außengeräte stehen könnten habt Ihr nicht? Ich würde eher in Richtung eines Singlesplit Geräts für das EG tendieren (bessere Effizienz zum Heizen) und einem Dreifach-Multisplit für Schlafzimmer, Kinderzimmer und Arbeitszimmer. In letzterem würde ich zur Tür in blasen, versorgt dann das vermutlich eher selten genutzte (?) Gästezimmer auch bischen mit oder kommt da bei Besuch nur Not tagsüber ein Heizlüfter rein oder ein Radiator. Damit könnte dann ggf. neben dem Kühlen auch das Heizen erschlagen werden und die Gastherme mittelfristig ersetzt werden.
Kein Balkon, kein Kellerabgang. Single Split für EG hab ich mir notiert und werden den Handwerker entsprechend dazu befragen. Aber das das DG Arbeitszimmer IG in das DG Gästezimmer blasen können sollte - no way. Da sind entsprechende Türen und Stürze und siehe oben Bilder mit eingeuzeichneten einzigen Möglichkeiten eines IG über/neben den Türen in die entgegengesetzte Richtung der gegenüberliegenden Zimmer… Es geht vorrangig ums Kühlen. Das Heizen ist nice to have und ja wird wichtiger werden. Aber Kühlen ist das Ziel Grüße!
Der Raum ist eigentlich zu groß für ein einzelnes IG. Auch wenn man ein 5 kW IG installieren würde, hätte man voraussichtlich mehrere Klimazonen im Raum. Ganz einfach gesagt: zum Sitzen zu kalt, zum Kochen zu warm.
Die Zimmer sind eigentlich zu klein für ein eigenes IG. Hier könnte man über ein etwas leistungsstärkeres IG über der Treppe nachdenken, dass mit hoher Lüfterstufe läuft. Über zwei Ventilatoren könnte man die kalte Luft dann einigermaßen Effizient durch die Türen in die beiden Räume bekommen. Einige Forenmitglieder haben schon solche Lösungen umgesetzt und sind zufrieden damit.
Ist sicherlich ne Frage des Anspruchs. Da die Küche im NW ist, wird sie von außen weniger Wärmeeintrag bekommen, dafür natürlich vom Herd, wenn man am Kochen ist. Bei uns Ost/West Ausrichtung ging es eigentlich ganz gut mit der offenen Wohnküche, allerdings Flur/Treppe außerhalb.
"Anspruch" kommt später. Das EG ist völlig offen und obwohl es ein RMH ist, damit nur zwei Fensterseiten hat, die nach SO und NW gehen und die Mittagssonne nur übers Dach und die beiden kurzen Außenwände einwirken kann, erreicht das EG 30°C. Die Länge des Raums mit um die 12m ist in etwa identisch zu unserem Wohnzimmer. Der Klimatechniker hat uns damals ganz klar gesagt, zwei IGs auf die lange Wand. Mit einem, selbst sehr leistungsstarkem Gerät, schaffen wir uns nur einen Kältesee. Ich weiß nicht, wie es mit einem IG geworden wäre, bin aber froh über die gleichmäßige Temperatur im Wohnzimmer unter allen Bedingungen.
Das im EG dachte ich mir auch. Aber vlt hilft es zu wissen, dass wir hier nicht auf 20 Grad abkühlen müssen, 24 würden genügen?
Hast Du konkrete Beispiele dafür ein großes Gerät im DG Flur anzubringen und damit die beiden Räume zu bestreichen? Das würde ich beim Handwerker auf jeden Fall auch ansprechen…
Meine Erfahrung: Die Klimas haben gerade beim kühlen mehr Power als man denkt. Die Geräte sind für einen internationalen Market entwickelt und "lachen" quasi über unsere deutschen Sommer. Meine Klimas laufen quasi immer am untersten Limit. ich hab z.b. einen Raum mit 70m2 und 7,5m breiten Verglasung nach Westen, den kühlt eine alte 2,6kW Klima locker.
Und dann willst du nur auf 24°C kühlen. Wenn die Klimas zu gross dimensioniert sind, werden die ständig takten, und das ist dann vom Komfort her wirklich nicht so angenehm.
Meine Meinung: Deutschland braucht Klimatisierung, ja, aber es braucht gar nicht viel. Die Häuser sind international betrachtet sehr gut gedämmt, und deswegen ganz ohne Klima saumässig unkomfortabel.
Wenn du mit den Klimas heizen willst, ist das eventuell wieder eine andere Diskussion.
Völlig falscher Ansatz fürs Schlafzimmer (wo tagsüber normal eh niemand ist) und PV aufm Dach.
Wenn die Sonne knallt und der Strom nix kostet läuft die Klima im Schlafzimmer volles Rohr (19°). Abends dann aus, absolut ruhig und zugfrei im kühlen Zimmer schlafen.
Das ist absolute Geschmackssache. Ich lasse im Sommer die Klimas einfach durchlaufen, fertig. Geräusche sind für mich unhörbar und der Luftzug stört auch nicht. Die halbe Welt schläft nachts mit laufenden Klimas, glaube ausschliesslich Deutsche haben damit ein Problem.
Durchlaufen lassen ist auch OK wenns nicht stört und der Speicher groß genug ist. Nur den Raum tagsüber wenn man im Normalfall Stromüberschuss hat erstmal ordentlich aufheizen lassen und dann zu hoffen das die Klima Nachts möglichst leise die angestaute Hitze wieder rauszieht ist Wunschdenken.
Die Werte sind aus den Eurovent-Daten interpolierte COPs bei gemessener AT und elektrischer Leistung. Elektrisch sind da 11,4 und 5,7 kWh drauf gegangen.
Das, was Du da beschreibst, würde ich als "viel zu groß" definieren. Etwas größer als unbedingt nötig führt nicht zu vermehrtem Takten (meine Klimas Takten so gut wie nie), sondern zu leiserem Betrieb.
Oh doch, es braucht sogar sehr viel. Nicht überall, aber im wenig energetisch sanierten Bestand auf jeden Fall.
Sie ist, was Kälte- oder Wärmeverteilung angeht, identisch. Ich kann eine Windmaschine über die Länge des Raumes ausrichten und darauf hoffen, dass am Ende des Raumes noch Wunschtemperatur herrscht und nahe der Windmaschine niemand weggeweht wird. Oder ich kann mehrere Wärme- oder Kältequellen im Raum verteilen und von mehreren Punkten aus für eine gute Luftdurchmischung sorgen.
Wunschdenken. Das klappt vielleicht bei sehr gut gedämmten Neubauten, aber nicht bei dem vom TE geschilderten Temperaturniveau im Haus.
Bei 30°C AT nachts ist das tagsüber gut runtergekühlte Zimmer innerhalb kürzester Zeit wieder bei "zum Schlafen unerträglich". Hab's letzte Woche mal ausprobiert, ob Schlafen bei ausgeschalteter Klima möglich wäre...
Das klappt in meiner alten Hütte problemlos. Schlafzimmer im OG mit Kniestock, Dachbereich mit 160mm Zwischensparrendämmung, zwei Dachflächenfenster. War früher bei Hitzewellen nach wenigen Tagen unerträglich.
Wenn ich die Hitze tagsüber rausziehe ist vorm Schlafengehen alles (Wände, Möbel usw.) kalt und heizt sich auch bis zum Morgen nicht unangenehm auf.
Wenns Nachts tatsächlich 30° hätte wär natürlich was anderes, soweit sind wir aber glücklicherweise noch nicht…
Es ist eine Daikin 3MXM40 und eine 2MXM40. Die Erzeugungsbalken beziehen sich auf die einzelnen Räume, wobei im Wohnzimmer zwei IGs hängen. Die Betriebszeiten sahen am 28.06. so aus:
Also mal abgesehen davon dass du den heissesten jemals gemessenen Tag in DE rausgesucht hast, sehe ich nicht mal da eine hohe Last. Noch dazu sind die 3X Multisplit keine Effizienzwunder. Ich sehe meine Aussage bestätigt.