Hallo zusammen,
das ist mein erster Beitrag. Meine Vorstellung habe ich im „Stell dich vor" erledigt.
Ich habe letzte Woche meine PV-Anlage mit 29,6 kWp und SMA STP25000TL-30 in Betrieb genommen. Als ich die Anlage geplant und bestellt habe, war PV-Speicher wegen Unwirtschaftlichkeit noch kein Thema für mich. Ich hatte da eher noch darauf gehofft, dass PVtoGrid in absehbarer Zeit realisierbar wird. Diese Einschätzung hat sich geändert, nachdem ich die tollen Videos von Andreas und Anderen über DIY-Speicher gesehen habe.
Bevor ich jetzt in die Detailplanung zu einem DIY-Speicher gehe und für mich herausfinden muss, ob ich das mit meinen Fähigkeiten überhaupt vernünftig realisieren kann, möchte ich mir über 2 Punkte klar werden, die ich bei einem gekauften Speicher genauso klären müsste:
1. SMA-Batteriewechselrichter, oder anderer Hersteller?
2. Wie groß soll der Speicher werden und welche Ladeleistung braucht der Batteriewechselrichter.
Zu 1: SMA-Batteriewechselrichter, oder anderer Hersteller?
Ich tendiere zu einem AC-Batteriewechselrichter. Der EVU-Zähler ist bei mir im Wohnhaus, Der SMA-Wechselrichter hängt in einer Halle 40m vom Wohnhaus entfernt und die PV-Module liegen auch auf dieser Halle. Ein AC-Batteriewechselrichter könnte im Wohnhaus direkt beim EVU-Zähler hängen. Der Raum ist geheizt und der Speicher würde da gut geschützt stehen. Außerdem müsste ich die PV-Anlage in der Halle nicht anfassen, was dann auch keine Garantieprobleme mit dem Ersteller der Anlage bedeuten würde. In der Halle wäre zwar auch ein DC-Wechselrichter machbar, aber die Halle ist nicht geheizt und es könnte da eher mal stauben als im Wohnhaus. Der Speicher dürfte in der Halle auch nicht in einer fahrbaren Kiste stehen, sondern müsste hoch genug an der Wand montiert werden. Außerdem würde ich ungerne den gerade nagelneuen SMA STP tauschen, wenn der nicht mit einem vorgelagerten DC-Speichersystem kompatibel ist.
Jetzt die Frage, ob ich bei SMA bleiben sollte (SB Storage oder Island?), oder bei einem anderen Hersteller. Im Sunny Portal habe ich den SMA STP eigentlich nur angemeldet, weil ich über Fehler per email informiert werden möchte. Die Erträge und meinen Hausverbrauch schaue ich mir im Moment über meine OpenWB-Wallbox mit EVU-Kit an und bin mit der Darstellung ganz zufrieden. Außerdem habe ich irgendwo gelesen, dass die SMA-Batteriewechselrichter nicht unbedingt kompatibel mit DIY-Speichern sein sollen. Eine Notstromversorgung wäre schön, ist aber kein muss. Wenn Notstrom, dann gerne mit Phasenkopplung. Drehstrom brauche ich da nicht unbedingt. Welchen Batteriewechselrichter würdet Ihr nehmen?
Zu 2: 2. Wie groß soll der Speicher werden und welche Ladeleistung braucht der Batteriewechselrichter.
Mein Jahresstromverbrauch liegt etwa bei 10-12.000 kWh und zwar ohne Heizung (Wir heizen noch mit Erdgas). Seit ca. 4 Wochen habe ich eine OpenWB-Wallbox und kann damit sehr schon den Lastgang verfolgen. Ich habe da mal 2 Aufzeichnungen angehängt.
Die erste Aufzeichnung zeigt unseren Stromverbrauch an einem typischen Augusttag, bevor wir die PV-Anlage hatten. Der gesamte Tagesverbrauch lag 36,9 kWh. Die Grundlast nachts liegt ca. bei 1 kW. Die Spitzenlast lag bei ca. 5 kW, war an anderen Tagen aber auch schon mal bei 6 kW. Wir hatten auch mal Tage mit über 40 kWh Verbrauch dabei. Ich glaube nicht, dass der Stromverbrauch im Winter deutlich höher ausfallen wird. Da leuchten die Lampen zwar ein bisschen länger, dafür läuft der Poolfilter nicht mehr. Vielleicht muss ich mich da auch eines Besseren belehren lassen. Da habe ich einfach noch keine Daten.
Die zweite ist Aufzeichnung ist von vorgestern mit der neuen PV-Anlage. Da wars hier ziemlich wolkig und hin und wieder kam die Sonne durch. Da haben wir in der dunklen Zeit 15,77 kWh verbraucht. Im Winter wird das natürlich noch mehr werden.
Ich hatte ja ursprünglich gedacht, ich würde einen Speicher mit 14,4 kWh bauen wollen, aber so wie es aussieht reicht das ja gar nicht. Ich scheue im Moment den Einbau einer Erdwärmepumpe, weil das Haus und damit die Heizung gerade erst 3,5 Jahre alt ist. Von dem Wirkungsgrad von Luftwärmpumpen bin ich nicht wirklich überzeugt, aber ich könnte mir vorstellen, mit einer Split-Klimaanlage zuzuheizen und im Sommer die Kühlung zu genießen. Der Verbrauch könnte also bis nächstes Jahr dazukommen. Und dann kommt natürlich noch das eAuto, das ich soweit wie möglich nur mit PV-Überschuss laden möchte.
Also hier die Frage: könnt ihr aus diesen Daten abschätzen welche Speichergröße bei mir Sinn ergibt und welche Ladeleistung der Batteriewechselrichter haben sollte?
Danke und liebe Grüße,
Markus

