Ich habe heute mal den Ertrag der Einzelpanels kontrolliert und war überrrascht welchen großen Unterschied im Ertrag nur ein kleiner Unterschied in der Neigung macht.
Heute haben wir einen schönen Sonnentag und mittags um 12Uhr habe ich folgenden Ertrag.
Die Panels sind auf dem Dach der Gartenhütte fest nach Süden 0° ausgerichtet.
Die beiden äußeren Panels haben eine Neigung von 8°, die beiden inneren von 15°.
Bei Wintersonne zur Mittagszeit macht der Unterschied von den leicht stärker geneigten Panels ca. 40% Mehrertrag aus.
Bei bewölktem Wetter und Streulicht machen dafür die flacher stehenden Panels so 5% mehr als die stärker geneigten.
Dann ist der unterschied zwischen 8 und 15 grad bei Wintersonne aber nicht verwunderlich.
Mit den 13 Grad Erhebung der sonne zu mittag macht das einen winkel von 20 und 28 Grad, in dem Bereich ist noch sinx gleich x, und 28 zu 20 sind genau 40 % mehr.
Das ist rechnerisch offensichtlich nachvollziehbar.
Für die Intuition sind solche Winkelunterschiede und die daraus resultierenden Ertragsdifferenzen gerade in der Anschauung schwer nachvollziehbar.
Deshalb war dieser hohe Ertragsunterschied für mich schon überraschend.
mach ein Foto aus Richtung der Sonne und betrachte darauf die scheinbare Fläche der Module. Sie haben darauf die gleiche Breite aber einen Höhenunterschied von fast 2zu1
Deswegen gleicht sich das im Winter auf lange Sicht vermutlich aus. Bei direkter Sonne haben die steiler aufgeständerten halt deutlich mehr Ertrag, bei Streulicht (das ist wohl der überwiegende Teil des Winters) liegen die flacheren etwas vorn. Das ist doch so eine gesunde Mischung!
Und ein wichtiger Punkt ist noch: Bei viel Sonne, mangelt es eher nicht an Leistung, aber bei Schwachlicht kommt es auf die Performance an!
Bei mir mangelt es immer an Leistung wg. Vermieter. Guter Ertrag mit 1x 600W Panel 75° auf SO. Die weit größere installierte Leistung nachmittags bringt kaum was, weil die Sonne hinterm Berg verschwindet
Einfach mal überschlagen. 5% gegenüber 40% gleichen sich in der 8-fachen Zeit aus. Bei angenommenen 90 Sonnenstunden im Januar, sind das 720 Stunden Streulicht, pro Tag 23 Stunden. Zusammen mit den 3 Stunden Sonnenschein also 26 Stunden am Tag Licht für den Ausgleich.
Aber selbst dann wird daraus nichts, denn es sind +5% von deutlich weniger als bei den +40%.
4 Wochen sicher ists noch knapp. Boiler schafft nur knapp über 40° und ich will dem Stromdealer möglichst nicht noch Geld zuwerfen .. Dies Jahr muss aus meiner DIY 24V Heisswasser-WP was werden
Jeden Tag an dem die Sonne durch die Wolken kommt.
Ich hatte mal einen PV-Testaufbau, mit 0° und 56° Verstellung.
Folgende Beobachtungen:
bei 0° Einstellung und durchgehend bewölktem Himmel ca. doppelter Ertrag als bei 56° Einstellung
Bei 56° Einstellung und voller Sonne, so 3-4mal mehr als bei 0° Einstellung.
Meine Schätzung für deinen Verstellbereich: Die 20° bringen bei bewölktem Himmel etwas weniger als die 0° und die 50° das doppelte der 20° bei praller Sonne.
Die Abschätzung kannst du auch mit PVGIS Daten überprüfen, lade dir die Stundenwerte für beide Neigungen herunter und vergleiche Wintertage mit geringem Ertrag (vermutlich bewölkt) und Tage mit hohem Ertrag (vermutlich pralle Sonne) zwischen den beiden Winkeleinstellungen.