Ausgangslage: Jemand hat einen 3-Phasen-Wechselrichter und ein 3-Phasen-Hausnetz, es gibt einen 48V-Akku. Für die 3-Phasen wichtig wäre sowas wie Durchlauferhitzer, Herd, Drehstrommotoren, vielleicht Wärmepumpe.
Nehmen wir aber an, dass man das ab 20:00 nicht mehr benutzen will, und bis 6:00 bleibt das auch so. Nix mit Mitternachtsnudeln (die aber auch nur 2 Phasen brauchen sofern man nicht Cretin-mäßig einfach Ketchup auf die Nudeln kippt).
Nun ist es so, dass der 3-Phasen-Wechselrichter, entnimmt er was aus dem Akku, und ist der Hausverbrauch niedrig, einen niedrigen Wirkungsgrad hat. Da wird auch schon von 50% gesprochen. Ich gehe davon aus, das liegt daran, dass alle drei Phasen einen Mini-Verbraucher haben.
Lösungsidee:
Abends umschalten von 3-Phasen auf 1-Phasen-Betrieb. Dazu dann die drei Phasen BRÜCKEN um nicht die gesamte Hausinstallation neu machen zu müssen. Absichern des Gesamten mit einem 16A LSS damit man gar nicht erst volle Möhre fahren kann. So sind immer noch 3,7KW möglich.
Der 3-Phasen-Wechselrichter geht schlafen oder wird ausgeschaltet, es wird auf einen 1-Phasen-Wechselrichter mit 3,7KW + den 48V-Akku umgeschaltet. Idealerweise sollte der Wirkungsgrad des 1-Ph-WR bei niedriger Last sehr hoch sein.
geht es um ersatzstrom oder Nullbezug?
ich speise mein 3phasige Haus mit einem 1phasen Deye, der liefert auf einer phase bis zu 4,6kW und der Zähler saldiert auf 0 (alls unter gesamt 4,6kw halt, klar)
als smartmeter hängt da ein 3phasiges chint dtu666 am deye
Die erste Frage ist: geht das? Und ist schon mit einem „Ja, aber…“ zu beantworten. Eher „Ja“, wenn die Hütte voll autark ist, eher „aber“, wenn nicht.
Obs sich lohnt, kommt dann auch drauf an, wieviel Strom aus PV o.ä. zur Verfügung steht, und ob die halbe kWh eingesparter Wechselrichterverbrauch pro Nacht so entscheidend ist, daß man sich den ganzen Aufwand antun möchte.
Hallo,
nach meinem laienhaften Wissen wird es eine (kurze) Unterbrechung geben müssen, wenn das öff. Netz abgeklemmt und die 3 Phasen parallel geschaltet werden. Das kann bei einigen Geräten einen reset auslösen, so dass sie erst wieder hoch fahren müssen.
Hatte mal versuchsweise von Netz auf Insel (nur 1 Phase) mit einem einfachen Relais (UM) getestet. Beim Umschalten folgt gelegentlich die Sicherung. Das kam vermutlich durch induktive Lasten, die den Strom zwischen speichern und dann unsynchronisiert in das umgeschaltete Netz schieben.
Machbar ist es gewiss. Der Umschalter wird einiges kosten, denn der muss ja die ganze Hauslast schalten können. Ganz so cool scheint mir die Absicherung mit 16A LS auch nicht zu sein, es sei denn, du lebst allein. Denn wer das nicht kennt, wird vielleicht öfter als gewünscht den LS auslösen.
Kleines Rechenspiel:
Sagen wir, durch die Umschaltung spart man 100 Watt, 8 Stunden am Tag. Dann wären das bei 30 Ct/kWh Bezugspreis aus dem Netz etwa 88 Euro, bei 8 Ct/kWh Einspeisevergütung 23 Euro pro Jahr. Den Bezugspreis für das Netz kann ich ja eigentlich nur ansetzen, wenn ich mit dem eigenen Strom nicht über die Runden komme. Dann könnte man ggf. nachts auch einfach den WR komplett abschalten und Strom zukaufen, ohne Verluste und den eigenen gespeicherten Strom dann nutzen, wenn der Verbrauch und damit Wirkungsgrad höher ist. Hab ich genug eigenen Strom gehts nur drum, ob ich mehr oder weniger einspeise und entsprechend ist nur die Einspeisevergütung anzusetzen. Dann ist da wenig Einsparpotential da und daraus Umbauten und ggf. weiteren WR zu finanzieren, wenn man es rein monetär betrachten will.
Inselanlage oder ganz einfach Netzparallel?
Bei Netzparallel, würde ich die drei WR abschalten und nen 800W Microwechselrichter mit Nulleinspeisung laufen lassen. Am Hausnetz müsste nichts geändert werden und auch keine Brücken zwischen den drei Phasen, was beim 3Phasen Herd Probleme machen wird.
Und wenn es doch mal ein Mitternachtssnack sein muss, dann eben die 3 großen WR einschalten.
Aber nur weil saldierend gerechnet wird. theoretisch gehen dann (fiktiv) 200W ins Netz an einer Phase und die anderen beiden Phasen ziehen je 100W wieder aus dem Netz.
Ich habe mal gerade nachgesehen. Auch die österr. Smartmeter sind saldierend aufgebaut. In dem Fall würde das also gehen.
Ich denke diese Idee hat was. Einzig wieder die Anmeldung wäre kompliziert beim Netzbetreiber. Aber ansich wäre das nichts anderes wie ein Wechselkennzeichen. Die PV ist sowieso größer und der zugehörige WR, würde ein BKW-WR genutzt werden wird das Netz nicht mehr belastet weil entweder/oder.
Ich hab die Situation das ich im Sommer den Akku immer voll und im Winter den Akku immer leer habe. Bringt das was zu strecken?
Ansonsten bringt das umklemmen nix weil saldierend. Du kannst den 3ph WR abschalten und einen kleinem MicroWR laufen lassen dessen Leistung nahe an der Grundlast liegt. Hoymiles sind sehr effizient. openDTU-onBattery wäre da dein Freund
Einerseits schreibst du von Phasen brücken, was ja nur bei Inselanlagen notwendig ist und anderseits von Smartmetern die auf einen Netzanschluss hindeuten.
Wenn es dir um Netzanschluss geht, dann ist die Idee alles andere als neu. Das machen (alle?) Hybridwechselrichter schon bei niedrigen Lasten um Energie zu sparen. Daher bei mir auch die Gesamtenergiemenge auf L1 um ~40% höher als auf L2 und L3.