Ich würde einfach mal ganz langsam bei den Basics anfangen und dann Schritt für Schritt gehen - statt mir eine eierlegende Wollmichsau ins Haus zu holen.
Die Marke allein schützt vor Fehlinvestitionen nicht und wenn man mal ehrlich ist, so ist Deine Beschreibung katastrophal mau, so dass Du in anderen Foren mit Gegenwind oder Orkan rechnen könntest, denn Verbrauchszahlen, Flächen und was nicht noch Fehlanzeige. Wieviel kWh in welcher Brennstoffform, nix.
Und da willst Du schon eine Lösung für ein Problem haben, dessen Tiefe Dir entgangen zu sein scheint ?
Ich seh da erst einmal hohe Investitionen allein an Material von wohl 7000€, bis alles vor der Hütte steht.
Dann sehe ich da lächerliche 6,8 kW Heizleistung gesamt nebst darin enthaltenem Warmwasser von 90 Liter. Das sieht auch zuerst einmal wie ein Wurmfortsatz aus im Sinne von , was können wir denn noch dran hängen, nur ob die Firma bekannt für diese Geräte ist, sehe ich nicht und von Dir selber liest man kein Wort, ob Du überhaupt einen blassen Schimmer davon hast, was Du da tust, oder schon mal von den Nachteilen gehört, die sich gerade bei Multisplit einstellen können ?
Und wie wirkt sich noch ein 4. Verbraucher / Client auf diesen Moloch aus, kann der gar die anderen 3 Zimmerheizer in der Leistung beschneiden und Du hast heißes Wasser, aber kalte Bude ? Dir ist schon klar, dass jeder Raum mit Innengerät zu Komplikationen und Nachteilen führen kann, die auch noch Hersteller spezifisch unterschiedlich ausfallen können.
Ich wette, Du verlierst die totale Kontrolle über den Verbrauch, außer dass Du x kWh p.a. der Klimakiste zuweisen kannst.
Jetzt schalten wir mal das Anfängerhirn ein und machen nur das, was immer klappt und günstig ist auf Basis eines 7000€ Budgets.
Zuerst kommen in die großen Räume die einfachsten, aber großen Mitsubishi Split Klima mit 5,4 kW und Quickconnect sowie WLAN Anbindung, damit Du auch was im HomeAssistant sehen, loggen und steuern kannst. Dazu noch ein SonOff PowR ELite 16A zum Stromverbrauch messen, denn all die Anbieter messen ihren Stromverbrauch nicht, sondern schätzen den, wie man an den Fußnoten in den Apps etc. sehen kann.
Du hast ja 3 Innengeräte gewollt, also bekommst Du von mir 3 x Mitsubishi mit 5,4 kW Heizleistung. Klar, das mag zu viel sein, aber wen juckt denn das, wenn die Kosten zwischen 2,5 kW und 5,5 kW je Split Gerät lächerliche 300€ sind ?
Ich meine, bei 1200€ (inkl. 6 m Quickconnect, Wandhalterung, WLAN, Schläuche) sind 900€ für die kleinen 2,5 kW Kisten nicht die Ersparnis, wo auch noch die großen meistens effizienter arbeiten und vor allem kannst Du jeden Raum leicht oder stärker übertemperieren und bei angelehnter Tür auch das Haus mit aufheizen oder Du verteilst die Wärme von dem Flure aus. Fakt ist: Du kriegst 3x Brummer und nur 3.600€ sind weg, aber in jedem Zimmer völlig individuell einstellbare Splitklima statt Risiko, dass der eine gerade Vollgas braucht und das andere Innengerät gerade nix tut, denn da kann was nicht alles noch passieren ?
3 Räume und je ein Nachbarraum könnte so versorgt werden und das besser als zuvor, weil individueller. Wenn Du natürlich noch die Luft auch noch elektronisch seitlich verteilen musst, dann kann Mitsubishi Dir auch gerne 500€ mehr je Gerät dafür abnehmen.
Bleibt noch die 90 L Warmwasserfrage. Gibt es auch im PV Forum einen 1100 Beiträge langen Topic zur Nuos Primo aus Italien, der seit 2014 läuft und wo auch Leute berichten, die Büchse seit 10 Jahren in der Bude haben und Warmwasser machen. Hast Du eh PV Überschuss, dann ist Nuos Primo nix, aber für Dich ein guter Einstieg, um mit dem Thema WP und warmes Wasser sowie Überschuss vertraut zu werden, aber auch nur wegen Deines Holzkamins, weil der ja an sich für warme Luft in einem Raum sorgt, die meist überwarm werden kann, weil oft schwer zu regulieren oder einen Abgasstrang nach sicht zieht meist am Kamin oder Heizungsraum, wo viel warme Luft ist, die man sehr gut nehmen kann, um ihr die Wärme zu entziehen und in warmes Wasser zu stecken. Du hast also dann in der Gebäudehülle einen Wärmeüberschuss.
Die Ariston Nuos Primo ist die günstigste Variante (1000€ für 80 L, die 100L für 1050€ mitunter) und die Kritiken sind mehrheitlich gut, die Erfahrungen ebenso. Der Hersteller bietet noch ein 10x so großes Programm, aber eben nicht in Deutschland, also lass die Finger davon, Dich in dessen Programm auszutoben, wenn die Tochterfirma in Deutschland keinen Support dafür bietet, weil die nur mehr oder minder 2 Produkte hier anbieten.
Wenn Du dann mal weiter schaust, findest Du in der 100 L / 150 L Klasse für 500€ mehr deutlich bessere Geräte, die vor allem eines auszeichnet: WLAN Anbindung und zumeist auch HomeAssistand Einbindung sowie viel wichtiger einen SG Ready Eingang. Dazu musst Du aber einmal verstehen, dass SG Ready eine parallele Stromversorgung ist, da die WP direkt am Stromnetz angeschlossen ist und parallel einen 2. Anschluss hat. Das besondere an dem Anschluss ist, dass die WP in dem Moment, wo auf dem Anschluss 230 liegen , sie ihr aktuelles Programm vergisst und in einen PV Überschuss Aufheizen Modus geht und den gesamten Speicher auf bis 63°C bringen will.
Kommen Wolken , dann wäre der Überschuss vorbei und stell Dir vor, auf der SG Ready Stromleitung käme kein Strom mehr an ?
Dann liefe die immer noch mit dem Strom der Hauptzuleitung, aber schalte dann zeitnah in das ursprüngliche Programm zurück.
Falls Dir der Kopf rauchen sollte, dann ist das Dein Fehler, weil Du Dich wohl kaum mit der genannten Anlage so tief beschäftigt haben wirst, dass Du bis zu der Stelle vorgedrungen bist, oder ?
Jedenfalls zurück zum Warmwasser: Home Assistant oder DEine Solarmanager oder EVCC zum Überschussladen kann eine FUNK LAN Steckdose schalten , wenn eine Einspeisung über sagen wir 450 W bemerkt wird, denn so 450 W reichen bei Cop 3 für 1500 W Wärmeleistung , wenn die aus dem Raume bei 15° genommen werden kann.
Die Funk LAN Steckdose schaltet also ein und schon liegt strom auf der BWWP am SG Ready Eingang und sie läuft mit 450 Watt, aber ohne Heizstab , auf Vollgas Kurs 63°C.
Ob Du wohl das Daikin Angebot verstanden hattest, weist also, was der Heizstab von 1,2 kW bedeutet und ob das viel oder wenig ist ?
Kindergarten, denn die o.g. 100 bzw. 150 L kommen mit 1,8 kW Heizstab für den Notfall, das von jetzt auf nachher das Wasser wieder heiß sein muss, denn hattest Du schon die Aufheizzeiten der Daikin studiert und was von 10h gelesen oder vielleicht gar15h , bis deren Tank die Temperatur hat ?
Diese dedizierte BWWP für 1500€ hängen nicht mit 3 anderen Geräten an einem Außengerät, sondern arbeiten nur für sich, wenn auch nur mit COP 3 bis 3,5 je nach Einsatzraum, aber dafür sind die in 6 h fertig, wobei das meist eine Aufwärmung des gesamten 100 L Speichers von 15°C auf 55° umfasst, also glatt 25% mehr als bei Deiner Lösung. Und wetten, die Daikin hat eine niedrigere Warmwasser Stromaufnahme bzw. weist die gar nicht aus ?
Ich kann Dir nur dringend abraten, so zu starten, wie Du vor hattest. Bin kein Profi, aber ich glaube, mit einer Schritt für Schritt Enticklung kommst Du weiter, weil Du nach Einbau der 1. großen Mitsubishi Erfahrungen sammelst und dann Dinge anders machen würdest. Ich würde immer wieder die Geräte an der Wand befestigen, aber nur 20 cm über dem Boden, so dass man unten drunter mit Besen und Kärcher agieren kann. Keinesfalls auf den Boden stellen. Und ich würde die Geräte auch nicht mehr oben an die Wand packen, wenn das gar weiße Wände sind und man am Ende viel Amorflex nutzen darf, um auch die ggf. 50 cm zu viel Verrohrung / Quickconnect im Ringelschwanz Abbau (man kann die nicht kürzen) in Amorflex zu hüllen. Sieht super mies aus. Also immer schön an der Wand, aber etwas über dem Boden und drum rum kannst Du auch noch gern eine Teak Holzverkleidung packen, oben drauf ein Blümchen und schon sieht das ansehnlich aus.
Dafür hast Du ja noch Geld, denn o.g. Kit waren 3x 5,5 kW Mitsubishi für 3600€ und sagen wir 100€ Werkzeug sowie 1600€ BWWP mit 150 Liter, die nur eines tut und das dafür Best statt das 4. Rad am Wagen der Wollmichsau zu sein - oder das 1. Rad. In Summe bin ich bei 5.300€ und einer besseren Anlage, weil ich 16,5 kW verbaut habe und wasserseitig noch einmal 450 Watt, also grob 17 kW.
Die übrigen 1.700€ hast Du dann als Reserve oder nimmst 2 x 900€ und baust noch 2 weitere kleine 2,5 kW Mitsubishi Split Klima selber ein.
Alles besser als die eierlegende Wollmichsau, von der Du kaum was verstanden haben dürftest, wie die sich in Dein Haus einfügt und mit welchem Verbrauch zu welchen Folgekosten führt, denn 4 Verbraucher an 1 Versorger wird immer zu faulen, damit auch ineffizienten Kompromissen führen.
Hier bei der Einzelplanung hast Du ein sehr leises Gerät (innen wie außen), was nicht mit Vollgas röhren muss, sondern überlegen gleiten kann , weil ja 4 Wärmepumpen die Leistung bringen, die Du mit 6 kW nur aus 1 Gerät ziehen wolltest.
Aber kauf erst einmal 1 von denen, bau die in dem größten Raume ein, der am die größte Wärme braucht und am meisten genutzt wird, um dort die Erfahrungen zu sammeln, wie lange das Aufheizen von morgens 14 Grad auf 20 Grad braucht und wie viel Geräusch das macht und wie viel Energie die braucht, ob und wie man die im Smarthome inebinden kann (geht bei Mitsubishi in deren Heizungs App und auch via Home Assistant. Dann kannst Du Dir auch Gedanken machen, wie es weitergehen soll mit den Split Klima oder mal eine Pause einlegen und beim Warmwasser weiter machen. Und wenn Du ein 7000€ Abenteuer eines so komplexen Systems weiter verfolgen willst, dann schau bei Daikin Foren vorbei , denn da findest Du mehr Gleichgesinnte oder auch Geschädigte und Leidende als hier.
Prinzipiell von wegen Altbau und Kaminofen leistungsstark und wasserführend seh ich diese langsame Migration mit weniger Verbrennung per WP machbar, aber ich würrde das Schritt für Schritt machen und immer fragen, ob sich das lohnt im Mmoment, aber auch auf das Jahr, wenn es kälter wird und die Sonne bzw. PV Überschüsse seltener werden.
Was hier noch offen ist, das ist die Einbindung der BWWP in den bestehend Gasbeheizten Boiler, denn nur mal so am Rande, der hat ja auch seine 100 Liter und schwups bist Du dann bei 200 Liter, wo der eine hier das Wasser vorwärmen kann für den anderen, also die BWWP den Vorlauf der Gasheizung speisen kann, die dann nur anspringen wird, wenn die BWWP nicht die Zieltemperatur geliefert hat. Wir reden aber über 220 Liter und die könnten ggf. morgens von 25° auf 55° zu bringen sein, was dann bei 30 - 40 °C Differenz auch fix mal Richtung 10 kWh Wärmeenergie gehen kann. Mit einem COP von 3 bist Du dann bei 3,3 kWh , die Du morgens aus dem akku noch vor Sonnenaufgang in den Tank pumpen / heizen kannst oder aber Du hast am Vorabend mit PV Überschüssen das Wasser auf 63° bringen können, sodass am Morgen um 6 Uhr noch 35° oder 45° da sind, also nur noch 20° aufzuheizen wären.
Fragen über Fragen, die alle jenseits Deiner Vorstellungen liegen dürften, die Du Dir bisher gemacht hattest, aber essentiell sind. Diese BWWP ergänz bei uns einen 120 Liter Boiler, der von der MAN Ölheizung noch bespeist wird. Im Sommer wird nur Warmwasser gemacht, im Übergang kommt der wasserführende Kamin zum Einsatz und die Splitklima, danach erst die Heizung, aber dann nur fürs Wasser , weil der Rest vom Kaminofen kam bzw. Splitklima.
Lange Rede: Wir wollen damit die 1L / Tag Öl als Sommerverbrauch durch PV Überschusstrom ersetzen und im Winter eher 1,5 L / Tag bis 2 L / Tag, also grob im Schnitt 1,5 L x 0,9€ = 1,35€ pro Tag
Der Überschussstrom kostet hingegen , so das gelingen sollte, eben 3 kWh x 8 Cent = 0,24€ und damit 1,11€ Einsparung / Tag oder 400€ im Jahr. Klappt das alles, dann wäre das Ding in 4 Jahren bezahlt. Kann aber auch sein, dass der Überschussstrom fehlt und im Winter am Ende 50% Fremdbezug für 40 Cent sind und schwups stehen da 60 Cent Fremdbezug und 12 Cent verlorene Vergütung auf der Rechnung, also 1,35€ - 0,72€ und damit nur noch 73 Cent Einsparung im Tal der Tränen. Selbst mit 300€ Einsparung ist das Ding in 5 Jahren bezahlt.
Nur müsstest Du halt mal wissen, wie oft Du am Tage das Wasser auf welche Temoeratur erhöhst und wie viel Dich das an Gas im Sommer kostet pro Tag, wenn Du nicht auch noch heizen musst. Das ist ja dann Deine Sommer Zielersparnis, die kWh an Gas. Ich geh davon aus, dass Du im Zweifel mit ein paar weiteren PV Modulen aus den ersparten 1700€ die kWp aufs Dach bekommst, dass Du damit gut Gas ersetzen kannst und das bis in den November und ab Mitte Februar, so Du nicht eine unter Verschattung leidende PV und noch Reserveflächen hast. Wenn Du nach so einer WP suchen solltest, dann muss die 100 bis 150 L haben und SG ready sein sowie in Deutschland lieferbar, weil Du ja eine Reparatur machen möchtest, wenn ein Defekt auftritt, also importiere nix, was der Hersteller hier nicht anbietet. AUSTRIA email bietet da die Calypso VM 100 an und die gibt es so ab 1600€ , WLAN kostet extra mit grob 150€ oder so, weil extra Modul und App Entwicklung bezahlt sein wollen. Brauchst Du aber meiner Meinung nach kaum, außer Du brauchst jederzeit den Zustand, wie warm die beiden TAnks sind (aber ganz ehrlich, dafür gibt es auch HomeAssistant Sensoren für 10€ das Stück, so dass man keine 150€ WLAN Schnittstelle bräuchte): Ansonsten läuft die wohl mit Zeitschaltuhr und im Falle von Überschussstrom auf der SG Ready Schnittstelle springt die WP ja automatisch in PV Überschuss heizen Modus, bis der Strom versiegt auf dem SG Ready oder aber es 63° gibt oder die Nachtruhe begonnen hat.
Viel Erfolg beim Neu planen.