Multiplus II netzparallel Fragen zum Anschluss

Hallo Leute. Ich war bisher relativ stiller Mitleser hier im Forum und habe nun ein paar aar Fragen an die Victron Experten.

Ich habe eine bestehende 9,8 kWp PV und möchte diese mittels Multiplus II 3000/48 und DIY 48v Lifepo4 Akku zur ESS ergänzen. Nun meine Fragen:

1. Die Größe des Multiplus ist bei komplett netzparallelem Betrieb, ohne MPPT Laderegler hinter dem Multiplus egal (Stichwort Faktor 1), oder???

2. Der MP könnte max. 3000VA also ca. 2400W in der Nacht kompensieren, wenn z.B. die Wärmepumpe läuft..?..

3. In meinem Fall ist der MP nur an ACin mit einem NYM-J 3x4 und entsprechender 32a Sicherung und einphasigem FI anzuschließen, richtig???

3. Bei PV Überschuss gemäß Smartzähler lädt er via ACin die Batterie. Bei fehlender Sonne versucht er saldierend auf L1 die Summe der Leistung bis max. 3000VA auszugleichen. Habe ich das soweit korrekt erfasst?

Ich bitte dringend um Eure Hilfe....

VIELEN DANK IM VORAUS.

Hoffentlich bin ich damit bald unabhängiger von den Großkonzernen und deren Aktionären
:wink:

Hallo Leute. Ich war bisher relativ stiller Mitleser hier im Forum und habe nun ein paar aar Fragen an die Victron Experten.
Ich habe eine bestehende 9,8 kWp PV und möchte diese mittels Multiplus II 3000/48 und DIY 48v Lifepo4 Akku zur ESS ergänzen. Nun meine Fragen:
1. Die Größe des Multiplus ist bei komplett netzparallelem Betrieb, ohne MPPT Laderegler hinter dem Multiplus egal (Stichwort Faktor 1), oder???
Was meinst du mit "ohne MPPT Laderegler hinter dem Multiplus" ?

Faktor 1 hat glaube ich was mit Inselbetrieb zu tun (z.B. bei Netzausfall) es geht da wohl um AC-gekoppelte Wechselrichter an AC out.
Bei Netzparallelem Betrieb gibt es meines Wissens keine Faktor 1 Regel
2. Der MP könnte max. 3000VA also ca. 2400W in der Nacht kompensieren, wenn z.B. die Wärmepumpe läuft..?..
Ja. Er kann dann nachts mit seiner Wechselrichterleistung AC-Lasten bedienen

3. In meinem Fall ist der MP nur an ACin mit einem NYM-J 3x4 und entsprechender 32a Sicherung und einphasigem FI anzuschließen, richtig???
Ja. Netzparallel nur an ACin und 3x4mm2 reicht bei der Leistung.
3. Bei PV Überschuss gemäß Smartzähler lädt er via ACin die Batterie.
???
An was willst du denn nun deine Solarpanels anschliessen ?
An einen Wechselrichter die 230V AC generieren ?
Oder an einen Victron MPPT Laderegler - die laden die 48V DC Batterie
Bei fehlender Sonne versucht er saldierend auf L1 die Summe der Leistung bis max. 3000VA auszugleichen.
Habe ich das soweit korrekt erfasst?
VIelleicht.
Ich weiss nicht ob du dich unglücklich ausgedrückt oder das System nicht verstanden hast....

Hallo Rasti,

zunächst Danke für die schnelle Antwort.

Wahrscheinlich habe ich mich unglücklich ausgedrückt...

Ich habe schon eine PV mit 9,8kWp die an einem 3 Phasen WR hängt. Das System soll komplett ohne direkte Verbindung zum Multiplus bestehen bleiben.

Aktuell ist es eben so, scheint die Sonne nutze ich den Strom soweit mgl. Der Rest geht für 6,5ct an den Netzbetreiber.

Deswegen möchte ich den Multiplus AC gekoppelt mit Akku parallel in L1, geregelt über VENUS GX und Smartmeter etc. so einbinden, dass der Multiplus II, sobald PV Überschuss, Akku lädt und bei Bedarf soweit möglich saldierend ausgleicht. Sprich keinerlei PV am Multiplus....

MfG

MM

1. Die Größe des Multiplus ist bei komplett netzparallelem Betrieb, ohne MPPT Laderegler hinter dem Multiplus egal (Stichwort Faktor 1), oder???
...
3. Bei PV Überschuss gemäß Smartzähler lädt er via ACin die Batterie. Bei fehlender Sonne versucht er saldierend auf L1 die Summe der Leistung bis max. 3000VA auszugleichen. Habe ich das soweit korrekt erfasst?
Nr1 1:1 Regel greift, wenn du einen PV WR am ACout1 anhängst damit dieser bei Netzausfall weitertickert, (MPPT-Laderegler sind DC-DC Wandler, welche direkt auf Batterie speisen)

Nr4 (bei dir die zweite 3 ;) ) hast du absolut korrekt interpretiert
Ich habe schon eine PV mit 9,8kWp die an einem 3 Phasen WR hängt. Das System soll komplett ohne direkte Verbindung zum Multiplus bestehen bleiben.
Aktuell ist es eben so, scheint die Sonne nutze ich den Strom soweit mgl. Der Rest geht für 6,5ct an den Netzbetreiber.
Deswegen möchte ich den Multiplus AC gekoppelt mit Akku parallel in L1, geregelt über VENUS GX und Smartmeter etc. so einbinden, dass der Multiplus II, sobald PV Überschuss, Akku lädt und bei Bedarf soweit möglich saldierend ausgleicht. Sprich keinerlei PV am Multiplus....
OK. Was für einen 3P-Wechselrichter hast du ? Fronius kann 100% von Victron geregelt werden, SMA kann seine Einspeiseleistung an Victron übermitteln und bei allen anderen weiss ich nicht wirklich was Sache ist (evtl. Leistungsmessung über Stromsensor und Übermittlung ans Victron ESS ? - keine Ahnung !) . Also SMA / Fronius jedenfalls kannst du ins ESS einbinden und alles funktioniert so wie du willst.
Kleine Einschränkung : Du kannst die Batterie nicht mit deinen 9,8kW laden sondern maximal mit 35A (Multiplus2 3000) oder 70A (Multiplus2 5000)
P=UxI = ca. 35A x 52V = 1820W (MP3000) bzw 3,6kW für den MP5000. Evtl. könnte es also Sinn machen, doch ein paar der Panels über einen (leider teuren) mppt Laderegler an die Batterie zu hängen.

Danke Eurer Antworten bin ich mir nun eigentlich recht sicher... Danke Nochmals... Auch für den Hinweis mit der Ladeleistung :thumbup:
Eine letzte Unsicherheit ist noch... die BMS Kommunikation, sollte es tatsächlich ein DIY Akku werden. So wie ich es verstanden habe, kann der Multiplus nicht ohne Weiteres direkt mit den BMS kommunizieren. Den Ladezustand, also wann er AC gekoppelt die Akkus laden soll bzw. Ob er entnehmen darf bestimmt der Multiplus dann vermutlich der anliegenden Spannung, da diese ja Rückschlüsse auf den jeweiligen Ladezustand zulässt?!?

Ps :
Und mir ist klar, dass ich nicht die gesamte Energie meiner PV mit dem 3000er Multiplus nutzen kann, die Anlage produziert über das Jahr gesehen sowieso mehr als ich verbrauchen kann... Aber so ca. 1250-1500kWh zusätzlich erwarte ich mir halt .. (vergleichen mit den meisten hier ne Minimalstlösung)
Zur Frage den vorhandenen WR betreffend, es ist ein Kostal, weshalb ein eigenes Smartmeter mitsamt Venus (bzw. Raspy) zum Einsatz kommen muss der mag nicht mit den Victron Geräten reden :grinning::grin:

Danke Eurer Antworten bin ich mir nun eigentlich recht sicher... Danke Nochmals... Auch für den Hinweis mit der Ladeleistung :thumbup:
Eine letzte Unsicherheit ist noch... die BMS Kommunikation, sollte es tatsächlich ein DIY Akku werden. So wie ich es verstanden habe, kann der Multiplus nicht ohne Weiteres direkt mit den BMS kommunizieren. Den Ladezustand, also wann er AC gekoppelt die Akkus laden soll bzw. Ob er entnehmen darf bestimmt der Multiplus dann vermutlich der anliegenden Spannung, da diese ja Rückschlüsse auf den jeweiligen Ladezustand zulässt?!?
In so einem System muss irgendein Gerät die Ladekurve für LiFePo4 steuern.
Wenn du den Multiplus2 allein an die Batterie (mit BMS) hängst, macht der Multiplus2 die Ladekurve
Wenn du einen Cerbo / GX oder andere Steuerung hast, macht dieser dann die Ladekurve und der Multiplus2 wird "überregelt" (d.h. die Einstellungen im Gerät sind dann egal)
Bei einem Victron ESS hast du ja MPPT Laderegler, einen Multiplus und die zentrale Steuerung (z.B. Cerbo)
Der Cerbo bekommt vom BMS die Information über Spannungen etc. übermittelt, um entsprechend der Ladekurve
die Leistung (Strom) des MPPT Laderegler bzw des Multiplus zu regeln.
Das BMS hat nur die Aufgabe, diese Parameter an die Steuerung zu übermitteln und dafür zu sorgen,
dass die einzelnen Zellspannungen niemals über oder unterschritten werden.
So geht das zumindest bei BMS die mit dem Victron reden (z.B. Seplos, REC).
Es gibt auch BMS die nicht mit dem Victron kommunizieren, dann geht die Regelung einfach über die Batteriespannung.
Hoffe das war verständlich und beantwortet deine Frage.

Rasti, du bist TOP. JA damit sind alle "Klarheiten beseitigt" :smiley:

Bei mir wäre es dann eben das Venus, das dem Multiplus die Ladekurve vorgibt. Das BMS ist dann lediglich die normale Absicherung.

MPPT Regler ist bei mir erstmal noch nicht geplant.
Das Venus GX sagt quasi dem Multiplus wann Überschuss vom bereits existierenden und leider nicht mit dem Multiplus verheiratbaren PV System vorhandenen ist. Somit lädt der Multiplus aus dem AC Netz den Akku mit der Kurve des Venus und wenn der Bedarf größer als der PV Ertrag unterstützt der Multiplus das Hausnetz mit max. 2400W....


1000 Dank :thumbup: :thumbup: :thumbup:

Es reicht in Deinem Fall zum Anschluss übrigens auch ein 3x2,5mm², abgesichert mit 16A

Es braucht kein exotisches 3x4mm²

unabhängig wirst damit aber bei einer 10 kWp-Anlage sicher nicht, gerade mit Wärmepumpe

Der AKku ist meines erachtens schon zu groß, den wirst in der Winterzeit nie voll bekommen

Das ist mir leider Bewusst, wie ich schon meinte, ich erhoffe mir so ca. 1.500kWh mehr Eigennutzung. Aktuell verwende ich ca. 2.500 der 10.000kWh. Das hieße aber immer noch gut 3.500kWh Netzbezug. Aber mehr PV ist momentan nicht drin. 2 Kinder, Alleinverdiener, da keine Kita/Oma etc....

Vielleicht gibt's ja nächstes Jahr mal wieder Urlaubsgeld, dann gibt's wieder Module... :smiley:

Das mit dem Kabel / 16a ist noch ganz interessant.

Das mit 2,5m² und 16a passt wirklich?

Ich denke ja, da Victron ja schreibt, 32a oder weniger mit passenden Querschnitten.

Beim reinen Betrieb über AC in sollte tatsächlich 16a passen.

Würde die Verkabelung auch im Falle von Nachrüstung eines Ladereglers an der DC Seite passen?

Ich denke ja?!