Multi-Split-Anlage: Kostenaufteilung

Vorabinfo

Ich plane im nächsten Jahr eine bestehende Gasheizung (Radiatoren, keine Fußbodenheizung) durch Luft-Luft-Wärmepumpen, also Klima-Split-Anlagen, zu ergänzen (Hybridheizung).

Theoretisch würde das Haus (zwei Wohnungen) auch mit einer "klassischen" Luft-Wasser-Wärmepumpe funktionieren (max. Vorlauftemperatur ca. 55°C bei -5°C Außentemperatur). Allerdings gehen ca. 40% (!!!) der Heizleistung über das alte Heizungsrohrsystem "verloren", so dass es aus Kosten- und Effizienzgründen auf eine reine Multi-Split-Heizung hinauslaufen wird.

Es handelt sich um zwei Wohneinheiten. Anlagentechnisch ist es sinnvoll, mit zwei Multi-Split-Anlagen mit je 4 Innengeräten zu arbeiten. Ein Außengerät wird auf der Westseite des Gebäudes installiert, das andere auf der Ostseite. Ein Außengerät wird mit zwei Innengeräten in Wohnung 1 und zwei Innengeräten in Wohnung 2 installiert.
Ein Außengerät mit vier Innengeräten pro Wohnung ist bautechnisch aufwendig und teuer.
Und vier Außengeräte mit je zwei Innengeräten sind preislich, optisch und wartungstechnisch fragwürdig.

Nun zum eigentlichen Thema

Gibt es bei einer Multi-Split-Anlage eine einfache Möglichkeit, die Kosten (Strom) auf die Innengeräte zu verteilen? Ähnlich dem Prinzip des Heizkostenverteilers, wie es bei einer Radiatorheizung (Heizkörper) üblich ist? Evtl. kann eine Aufteilung über die Betriebsdaten der Innengeräte erfolgen? Gibt es dafür spezielle externe messtechnische Lösungen?

Daikin macht Softwareseitig eine Trennung der Energieverbräuche eines Multisplits in der App. Das ist natürlich keine eichrechtskonforme Aufteilung (wie das Mietrechtlich ist, weiß ich nicht), gibt aber einen sehr guten Eindruck über die ungefähre Aufteilung.

Aha. Wohin gehen die denn „verloren“? Weil, du weißt ja, so einfach geht Wärme nicht verloren. Dazu müsste man die schon in Materie umwandeln, und das ist … schwierig.

Nein und nein und nein und nein. Vergiß es einfach. Entweder warm vermieten, oder sauber getrennte Geräte.

Oliver

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Wie schon im anderen Thread geschrieben, nur als Bastellösung so ungefähr möglich. Rechtssicher schon gar nicht und wenn du vermietest, muss es irgendwie nachweisbar genau sein. Bekommst du mit Bastellösung nicht hin bzw. kannst den Nachweis nicht führen.

Weiterhin gibts zahlreiche andere Nachteile, eine Multisplit für 2 Mietparteien. Der eine will Ruhe in der Nacht, der andere will es warm. Abtaugeräusche hörst du aber in allen Innengeräten. Da ist Streit vorprogrammiert.

Ich würde definitiv versuchen pro Wohnung eine Multisplit zu nehmen.
Weil:
1.)auch abgeschaltete Innengeräte werden warm, da beim Heizen die Expansionsventile etwas öffnen
2.)auch ausgeschaltete Innengeräte können sich vom Außengerät über die Kältemittelleitungen Schall einfangen

Vorteil einer jeweils aufgeteilten Multisplit wäre, dass falls ein Außengerät ausfällt beide Wohnungen nicht völlig auskühlen.

Vielen Dank für die Antworten.

Mir war natürlich klar, dass 'Heizleistung geht über das alte Heizungsrohrsystem "verloren"' direkt zu E=m*c² führt. Es wurde von Heizleistung geschrieben und nicht von Energie - aber lassen wir das, ist ja auch egal.

Danke auch für den Hinweis auf die HKVO (Heizkostenverordnung), ist mir bekannt, aber im konkreten Fall nicht relevant.

Vielen Dank indie, ist eine wertvolle Information!