MPP Solar MPI 5kW PLUS – Batterie speist trotz deaktivierter Funktion ins Netz ein

Hallo zusammen,

ich habe seit der Umstellung meiner PV-Anlage von Null-Einspeisung auf Netzeinspeisung ein Problem mit meinem MPP Solar MPI 5kW PLUS und hoffe, dass vielleicht jemand hier eine ähnliche Konstellation kennt.

Anlagenaufbau

  • PV-Anlage mit 28 Modulen à 400 W, aufgeteilt auf zwei Strings
  • Wechselrichter: MPP Solar MPI 5kW PLUS
  • Anschluss entsprechend dem Schema „Application with Energy Meter“ auf Seite 21 des MPP-Solar-Handbuchs
  • Energy Meter: Eastron SDM630 Modbus V2
  • Verbindung des Energy Meters über RS485 mit der Modbus-Karte
  • Batteriespeicher: 48 V / 14,3 kWh

Bisheriger Betrieb

Die Anlage läuft seit 2022 und wurde bisher im Zero-Export-/Null-Einspeisebetrieb betrieben.
Die Betriebslogik war: PV → Hausverbrauch → Batterie
Eine Einspeisung ins öffentliche Netz erfolgte nicht. Das hat bisher zuverlässig funktioniert.

Umstellung auf Netzeinspeisung

Seit Kurzem darf ich überschüssige PV-Energie ins öffentliche Netz einspeisen. Deshalb habe ich in SolarPower die Funktion: „Allow to feed in to the grid“ aktiviert.
Bei ausreichender PV-Leistung funktioniert das grundsätzlich wie gewünscht:
PV → Hausverbrauch → Batterie → Überschuss ins öffentliche Netz

Das Problem

Sobald die PV-Leistung nicht mehr ausreicht, beginnt der Wechselrichter jedoch, die Batterie zu entladen und die daraus entnommene Energie ins öffentliche Netz einzuspeisen.
Dabei ist die Funktion „Allow to feed into the grid when PV is unavailable“ ausdrücklich deaktiviert.

Gewünscht wäre:

PV vorhanden:
PV → Hausverbrauch → Batterie → Überschuss ins Netz

PV nicht ausreichend / nicht vorhanden:
Batterie → ausschließlich Hausverbrauch

Die Batterie soll also auf keinen Fall Energie ins öffentliche Netz einspeisen.

Die aktuellen Einstellungen aus SolarPower würde ich als Screenshots mit anhängen.

Hat jemand von euch den MPI 5kW PLUS in einer ähnlichen Konfiguration laufen und kennt dieses Verhalten? Mich würde insbesondere interessieren, ob ich in SolarPower noch eine Einstellung übersehe oder ob eventuell beim SDM630 / RS485 / Modbus beziehungsweise bei der Firmware etwas angepasst werden muss.

Die Settings schauen für mich eig. gut aus.
Es klingt für mich jetzt so, als wenn da etwas mit der Modbus-Karte bzw. den Settings dafür nicht stimmt.
Zeig mal die DIP Switches der Karte. Der Hörer im SDM630 ist zu sehen?
Hast du nun schon mal die FW darauf aktualisiert bzw. eine andere probiert?

Ich hab vor kurzem eine neue Modbus-for-meter Firmware bekommen, die kannst du auch mal ausprobieren: Update_Modbus_for_meter_10G

Cool, wie kommst Du an die Firmware ran?
Ich habe mich bislang noch nicht an das flashen getraut. Versuche noch mit den MPP Support zu komunizieren und nach dem Offizellen Weg zu fragen.

Bisher ist das recht ernüchternd.
Meine z.Z. 0-Einspeisung Modbus-Konfiguration:

  • SW1: DIP 1 = ON, DIP 2–8 = OFF

  • SW2: DIP 1, 2, 3, 5, 6, 7, 8 = ON, DIP 4 = OFF

  • Betriebsart: Single Mode

  • Modbus-Adresse: 1

  • Verbindung: Eastron SDM630 Modbus V2 → RS485 → Modbus-Karte → MPI 5kW PLUS

  • Kein separater Modbus Server

    Der Support hat inzwischen bestätigt, dass mein älteres Gerät die gewünschte Logik

PV → Hausverbrauch → Batterie → PV-Überschuss ins Netz
Batterie → nur Hausverbrauch, keine Einspeisung ins Netz

nicht direkt mit der neueren „Self-Consumption“-Logik unterstützt.

Laut MPP Solar wurde diese Überschuss-Einspeise-Funktion erst später entwickelt. Für mein Gerät aus 2022 soll dafür zusätzlich ein Modbus Server erforderlich sein.

Der Support hatte mir zunächst eine andere DIP-Schalter-Konfiguration für die Modbus-Karte geschickt. Diese habe ich getestet:

  • Mit der vorgeschlagenen Einstellung kam keine Kommunikation mehr zwischen SDM630 und Modbus-Karte zustande.

  • Der Wechselrichter reagierte dadurch auch nicht mehr auf die Hauslast.

  • Auch ein Test mit wiederhergestellter Modbus-Adresse 1 brachte keine Kommunikation.

  • Nach Rückstellung auf meine ursprüngliche DIP-Konfiguration funktionierte die Kommunikation wieder normal.

MPP hat danach erklärt, dass dieses Verhalten im Server Mode normal sei, weil in dieser Betriebsart der zusätzliche Modbus Server als Master mit dem SDM630 kommuniziert.

Ich habe den Support anschließend noch gefragt, ob sich die gewünschte Funktion eventuell auch durch eine andere Firmware des MPI 5kW PLUS und/oder der Modbus-Karte realisieren lässt.

Außerdem habe ich gefragt, ob sich bei später produzierten MPI-5kW-PLUS-Geräten überhaupt die Hardware geändert hat. Sonst ist es in meinen Augen nur die Software/FW dafür verantwortlich.

Auf diese Rückfrage warte ich derzeit noch auf eine Antwort.

habe heute eine Antwort vom Support bekommen:

Dear Damian,

Sorry, RD team has confirmed this change cannot be done via software adjustment. The only way again is through modbus server.

Thanks,
-MPP Solar Support.

Warum lehnen diese Lösung ab? Oder sollte sie tatsächlich nicht funktionieren?