Sorry, ich möchte hier mal mit zwei Irrtümern zum Thema “Kälteschein” aufräumen:
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Eine einschlägige Berufsausbildung ist nicht zwingend vorgeschrieben. Der jeweilige Schulungsanbieter entscheidet, welche Voraussetzungen er für die Teilnahme an der Schulung und der Prüfung akzeptiert. Umfangreiche Vorkenntnisse sind aber nicht schädlich für die Prüfung … 
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Der Kälteschein unterscheidet auch nicht zwischen ortsfesten und mobilen Anlagen, sondern nach Art der Tätigkeit und “Grösse” (der enthaltenen Kühlmittelmenge) der Anlage. So haben KFZ-Mecha(tro)niker in den allermeisten Fällen wohl den Kälteschein der (alten) Kategorie 3 für SEHR KLEINE UND BEWEGLICHE Anlagen. Als “Sehr klein” definiert man Anlagen mit “< 3kg” Kältemittel. Die meisten privaten Klimaanlagen (übrigens auch Kühlschränke) sind mit weniger als 500g Kältemittel gefüllt - der vielzitierte KFZ-Mecha(tro)niker dürfte also vermutlich sehr wohl die private Split-Klimaanlage installieren oder in Betrieb nehmen und das ganze dokumentieren und absegnen.
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Ich bin auch ein Verfechter von “Wo kein Kläger, da kein Richter!”: Welcher Nachbar weiss schon, dass man für die Installation einer Klimaanlage einen Kälteschein braucht? Wenn nicht gerade die gewerbliche Konkurrenz aus der Nachbarschaft bei der Installation zusieht, sollte es da keine Probleme geben. Und selbst WENN die gewerbliche “Konkurrenz” dabei zusieht, kann man bestimmt einen aus grösserer Entfernung angereisten Kumpel mal ein paar Minuten wichtigtuerisch an der Anlage rumfummeln und ein paar Notizen auf einem Zettel machen lassen - wetten, der potentiell böswillige “Konkurrent” (oder Nachbar) kennt weder den Kumpel noch seine Qualifikation für die Inbetriebnahme von Klimaanlagen, wenn der Kumpel nicht gerade aus dem Nachbardorf “angereist” ist? Dann verschwindet man wieder im Haus und jeder glaubt, da hätte ein Fachmann gearbeitet …
Mal ehrlich: Mit einer Lochfräse ein 60er Loch in die Aussenwand fräsen und am Ende wieder abdichten kann ich selber, zwei QC-Leitungen da durch ziehen und mit Click-Verschlüssen an Innen- und Aussengerät anschliessen kann jeder Schimpanse. Der elektrische Anschluss ist auch keine Hexerei für jemanden, der schon mal eine Steckdose oder einen Lichtschalter installiert hat. So what?
Ich habe gerade gestern mit einem befreundeten selbständigen Heizungsmonteur gesprochen, der hier bei uns eine Wärmepumpe für ein Mehrfamilien-Haus installiert hat: Der hat auch keinen Kälteschein, installiert aber (auch vom Kunden im Internet gekaufte) Klimaanlagen “ohne Rechnung” für ca. 300 Euro.
Die Wärmepumpe wurde aber von einem Service-Techniker des Wärmepumpen-Herstellers in Betrieb genommen. Möglicherweise. Ich glaube schon. Na ja, vielleicht. Jedenfalls sprang da jemand rum im Kittel mit einem Logo des namhaften Wärmepumpen-Herstellers, der so aussah, als ob er Ahnung hätte. Vermutlich jemand mit Kälteschein. Ich habe nicht danach gefragt. 
Ach so, weil ich als Neuling noch keine Links hinzufügen kann:
Wer in einer Suchmaschine seiner Wahl nach dem Suchbegriff “Kälteschein machen” suchen lässt, findet da zwei Links:
einen der Fa. REONIC: da wird die Regelung des ALTEN Kältescheins dargestellt.
Dann einen Link zur Webpräsenz der Fa. ELCO, dort wird die NEUE Kälteschein-Regelung nach EU-Recht dargestellt.
Man kann die Suchbegriffe natürlich kombinieren, das mag schneller zum Ziel führen.
Und noch einen Hinweis zur Explosions-Gefahr bei der Verwendung von R290 (Propan): Es gibt eine Minimal-Grösse der Räume, in denen Geräten, die mit R290 befüllt sind, installiert werden dürfen. Diese Minimal-Raumgrösse ist von der Menge des enthaltenen oder zu verwendenden Kühlmittels abhängig und sollte in der Installations- / Betriebsanleitung oder den technischen Daten des zu installierenden Geräts vermerkt sein.
Wenn man nicht gerade bei der Installation der Geräte direkt neben dem Gerät eine Kippe anzündet, reicht die Konzentration von austretendem Kühlmittel R290 selbst bei “Totalverlust”, also komplettem Austreten des Kühlmittels aus dem Kühlkreislauf, nicht aus, um in einem Raum, der diese minimale Raumgrösse hat, eine explosive Konzentration zu erreichen.
Wer eher zur Fraktion “Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste” gehört, kann ja bei der Installation für ausreichende Belüftung sorgen, notfalls mit einem Ventilator die Verwirbelung und somit Verdünnung des Propans beschleunigen.