Hallo zusammen,
ich stehe aktuell vor der Entscheidung, in meiner Wohnung (68 m², 3 Zimmer) eine Monosplit-Klimaanlage einzubauen. Ein Multisplit-System kommt für mich nicht infrage, da ich im Schlafzimmer keine Kondensatpumpe haben möchte und mir das Ganze auch preislich zu aufwendig wird.
Ziel:
Ich möchte in erster Linie das Wohnzimmer (ca. 25 m²) effizient kühlen – idealerweise aber auch über geöffnete Türen bzw. Durchgänge (keine Tür, nur Zarge) die restliche Wohnung mit runterkühlen. Ja, ich weiß, das ist nicht optimal, aber mit einem strategisch platzierten Ventilator sollte zumindest eine gewisse Luftzirkulation in die anderen Räume möglich sein.
Gerätewahl:
Ich schwanke nun zwischen zwei Modellen von Daikin, vor allem auch wegen der Größe des Außengeräts – es soll an die Wand meines Balkons montiert werden und sollte möglichst kompakt sein.
Daikin RXM35R + FTXM35R
3,5 kW Kühlleistung
Modulationsbereich bis runter auf 0,7 kW
Außengerät ist etwas kompakter
Daikin RXM42A + FTXM42A
4,2 kW Kühlleistung
Modulationsbereich geht nur bis 1,5 kW runter
Laut Daikin sind die Außengeräte bei der A-Serie ab 2,5 kW gleich groß (also kein Vorteil bzgl. Kompaktheit)
Wichtige Rahmenbedingungen:
Die Wohnung hat eine zentrale Etagenheizung mit Holzpellets (über 6 kW Heizleistung), die aber nur im Winter genutzt werden soll.
Für die Übergangszeit (12–16 Grad Außentemperatur) möchte ich mit der Klimaanlage auch etwas heizen können.
Die Geräuschentwicklung des Außengeräts spielt für mich ebenfalls eine Rolle (Wohngebiet mit Nachbarn).
Jetzt meine Frage an euch: Würdet ihr in meinem Fall zur 3,5 kW-Variante mit besserem Modulationsbereich greifen oder lieber zur 4,2 kW-Anlage, um bei hohen Temperaturen mehr Reserven zu haben?
Mir ist klar, dass ich mit nur einem Innengerät keine homogene Temperatur in der ganzen Wohnung schaffen werde – aber ich möchte eine möglichst sinnvolle Lösung für mein Setup.
Freue mich auf eure Meinungen und Erfahrungen!
Kriege ich denn damit die ganze Wohnung runtergekühlt? MFH aus den 60er, Kalksandstein und nix gedämmt.
Zudem habe ich eine weitere Frage: wenn die Abstände zur seite und nach hinten gemäß Einbauanleitung eingehalten werden, kann man dann das Außengerät unter die Decke bauen? Anders lässt sich das bei mir leider nicht lösen.
Sehr eingeschränkt. Wenn du die ganze Wohnung ordentlich kühlen willst, bräuchtest du in jedem Zimmer ein IG. Da nützt es auch nichts, deutlich mehr Leistung in einen Raum zu installieren, du hast einfach den Flaschenhals, dass durch offene Türen nicht sonderlich viel Wärme fließt.
Du kannst es etwas verbessern, in dem die Anlage dann in warmen Zeiten 24/7 läuft. Und es ist natürlich auch die Frage, was überhaupt das Ziel ist. Uns reichen 24 Grad, das ist sehr viel einfacher zu schaffen, als z.B. 21 Grad.
Und auch früh genug anfangen mit dem Kühlen, nicht erst warten, bis alle Wände erst auf 26 Grad aufgewärmt sind. Wände speichern extrem viel Wärme.
Außengerät unter die Decke? Welche Decke hast du denn außen?
Für Wartungszwecke solltest du oben Platz haben, um z.B. den Deckel abzunehmen. Dafür braucht es aber nicht viel Platz.
Das es nicht das Optimum ist, ist mir klar. Leider lässt sich das anders nur mit erheblichen Kostenaufwand realisieren.
Ziel ist es, dass die Klima nachts und am Tag wenn ich arbeiten bin ordentlich arbeitet im Wohnzimmer und wenn ich anwesend bin auf der kleinsten Stufen laufen soll.
Es ist eine Balkon Nische. Oben ist die nächste Geschossdecke. Also links 5cm, hinten 10cm und oben dann auch 5 cm Abstand wenn es so geht.
Leider sind die Daikin Außengeräte relativ groß. LG z.B. ist da deutlich kompakter.
Optimal ist das nicht, wird aber wohl funktionieren. Wenn man im realen Leben so sieht, wie Split-Klimas eingebaut werden, gibts viele solche Beispiele, die laufen.
Ich würds einfach machen und Erfahrungen mit sammeln. Wenns doch irgendwie nicht ausreicht, kann man immer noch drüber nachdenken, nachzubessern.