Moin Leute, was würdet ihr machen?

Moin Leute .
ich möchte mir wohl etwas zum Stromsparen zulegen . Mein erster gedanke war meine Kosten im Garten zu senken .
Poolsandfilter ,Poolroboter , Hottubefilter, Pumpe von der Solarthermie, Beleuchtung etc. verbrauchen bei mir in der Sommerzeit (ca150 Tage )pro Tag ca. 4,85kw .
Mein gesamtverbrauch ist so um die 5800KWh im Jahr
Ich habe hier im Forum echt viel gelesen und bin nun komplett unsicher was ich machen soll .
Ich habe eine Südwest lage und bin umgeben von Bäumen nicht so optimal .
Sollte ich nur den Garten in der Zeit (150 Tage )mit einer Anlage versorgen und das Haus mit einer anderen Anlage ?
Wie würdet ihr es machen ?
Meine Schlagwörter
Balkonkraftwerk mit Speicher , Nulleinspeisung , on grid , off grid ....
DIY kann ich auch

Danke schon mal !!!

Bau dir ein Balkonkraftwerk irgendwo hin, wo die Sonne ungehindert von Süden draufscheinen kann. Akku brauchst du keinen, der Strom geht eh komplett in deine Poolandschaft. Effektiver geht es nicht.

Wenn es sonst nur verschattete Bereiche gibt, kannst du halt nicht mehr machen.

Oliver

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Solar gehört dahin, wo viel Sonne ist. Das wird eher das Dach sein als der verschattete Garten. Ausmessen, wie viel da draufpasst.
Man kann Optimizer montieren und normalen Wechselrichter, oder gleich Modulwechselrichter. Bei normalem Wechselrichter läßt sich gleich Batterie anschließen, bei Modulwechselrichtern braucht es eine AC-Batterie, was etwas teurer sein dürfte.

Hallo,
das Dach würde ich ja auch nehmen , bei meinem Avatarbild siehst du mein Haus und das steht umgeben von der guten alten Eiche !

Ist doch schön! Wie viele Panels passen übereinander? Hochkant, quer?
Ich denke, es wird nur mit Batterie was.
Wenn jeweils eine übereinander liegende Spalte Panels halbwegs gleichzeitig verschattet, könnte man je Spalte einen Laderegler nehmen ohne großartige Verluste

Dann kannst Du auch zusätzlich und spottbillig voll beschattete Flächen und Dächer für den Winter flach (!) vollknallen. Da spielt Schatten keine Rolle, da nur die Globalstrahlung bei dem vielfach bedecktem Himmel umgewandelt wird.

Und wie oben beschrieben die sonnigen Sahnestücken sind das wichtigste für PV. Die aber möglichst >35° Neigung.

Ich würde für den Garten definitiv eine reine Inselanlage einrichten, mit oder ohne Batterie spielt keine Rolle. Dann gibt es keine Beschränkungen hinsichtlich Leistung und kein Ärger mit Elektriker, NB und Co. Darfst daraus aber nichts ins Netz einspeisen.
Wenn es sich lohnt und paßt später ggf. auch noch eine weitere Anlage fürs Haus, dann eher netzgekoppelt (je nach Größe) oder BKW.

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Okay das ist ja schon mal ein Weg,... Inselanlage und womit am besten ?
Victron, Lumentree ???

Ich habe Victron, Lumentree kenne ich nicht. Victron ist zwar relativ teuer, dafür aber robust und bietet viele Einstellungs- /Kombinationsmöglichkeiten. Bei mir sind es ein MPPT 150/45 und ein Phoenix 1200W Inverter. Der große Ringkern brummt ein wenig, aber im Außenbereich stört es ja eher weniger. Dazu eine 8x105Ah Eve-Batterie mit JK-BMS für unter 400 Eur. Gibt 2,66 kWh und reicht mir für unser Dachstudio. 2 Tage ohne Sonne kann ich damit überbrücken. Bei deinem Verbrauch würde ich aber heute direkt auf 280Ah-Zellen gehen, die sind sehr günstig geworden (ab 45 Eur bei nkon). Evtl. sogar direkt auf 48V, also 16 Zellen in Serie. Brauchst halt irgendwo einen guten Platz für das Schwergewicht, jede Zelle wiegt fast 6 kg - also knapp 100 kg. Ich würde sogar überlegen, ob ich Teichfilter, Poolfilter etc. auf 24VDC (oder direkt 48V, wenns sowas gibt) umrüsten würde. Dann könntest Du solche Pumpen direkt am MPPT bzw. über Batterie betreiben und sparst den Umweg (und Verluste) über den WR.

Wenn es eine reine Inselanlage sein soll, also ohne Anbindung ans Netz, dann braucht es auf jeden Fall einen Speicher, denn sonst gibt es gar keinen Strom, wenn keine Sonne scheint. Und selbst mit Batterie kann bei 2 bewölkten Tagen nacheinander auch der Strom ausgehen. Daher würde ich von einer Inselanlage (off grid) abraten. Off-Grid würde ich nur da machen, wo es nicht anders geht, weil es einige erhebliche Nachteile hat.

Zu welchen Zeiten verbrauchst du den meisten Strom? Wenn das hauptsächlich tagsüber ist, hilft ein einfaches Balkonkraftwerk mit Netzwechselrichter. Wenn du auch nachts Strom benötigst, dann kann ein Speicher gut sein, um die Zeit ohne Sonnenlicht zu überbrücken. Ggf. könntest du damit auch deinen Verbrauch im Haushalt zu senken.

Mit Batteriespeicher ist der Lumentree eine gute Wahl, der beherrscht eine gute und einfach einzurichtende Eigenverbrauchsoptimierung. Schaue mal ins Lumentree-Portal, dort findest du ein paar Beispiele.
Der Victron ist auch nicht schlecht, aber etwas aufwändiger und komplizierter in der Einrichtung, kann aber auch ein subjektives Gefühl von mir sein.

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Hallo,
danke für die Hinweise da muss ich mir wohl noch mal so einige Gedanken machen :wink:

Mit gar nichts.
Du willst deine Kosten senken und nicht noch zusätzliche produzieren.

Ein "Balkon"kraftwerk mit viel Modulleistung ist hier das Mittel der Wahl. Sonnenverlauf und Schatten etwas beobachten und dann den besten Platz zur Montage wählen.

Dach in Firstnähe wäre da z.b. eine Wahl.
Lässt sich auch nach Norden setzen, wenn du im Süden noch Schatten vom Baum hast.

Oder du schaust dir deine Eiche mal genau an und greifst bei Bedarf zur Kettensäge. Ich mache auch gerade die älteren hohen Obstbäume im Garten nieder. Sind innen komplett verfault und nicht mehr standsicher (teils schon selbst gebrochen). Da ist die Säge günstiger als die Dachreperatur.
MIt den jüngeren Bäumen leider auch kein Glück .... (Pilzbefall)

Schatten auf dem Dach und Bäume beobachten.
Solange das Dach noch genügend Sonne bekommt und du langfristig investieren willst, macht eine große Anlage schon noch Sinn (abhängig vom Anschaffungspreis)

Für die Versorgung des Gartengedöns im Sommer ist die Dachausrichtung doch gar nicht so übel. Auch bei den Bäumen sehe ich im Sommer wenig Probleme. Und ein BKW sollte im Sommer auch die ~ 5 kW/Tag stemmen, falls das zumindest über den Nachmittag verteilt ist.

Soll es mehr sein - sofern die Baumreihe die Grundstücksgrenze darstellt, was spricht gegen einen Solarzaun, evtl. im Winter anschrägbar? Der direkt angrenzende Bewuchs sieht mir nach Weidewirtschaft/Heu/Silage aus - die freie Sicht von Ost bis West ist doch prädestiniert für einen Solarzaun. Sicher, angeschrägt oder flach ist im Winter besser, deshalb die Idee, mit dem Grundbesitzer/Landwirt sprechen, ob man das nicht im Winter aufklappen könnte. Alternativ ein Solarpaddel auf die Ecke Ost/West.

wie gross ist die verfügbare Dachfläche nach Süden? Bei 6000kWh im Jahr müsste man ca. 30kWh am Tag einspeichern, um halbwegs autark zu werden. Wenn krass viel verschattet ist, könnte das ungefähr 10kWp brauchen. Ich halte das für die obere Grenze von sinnvoll. Die untere Grenze von sinnvoll ist so 2kWp Panels, 5kWh Speicher und 800W Balkon-WR. Wo du auf der skala landest gibt der Füllstand des Sparschweins vor :slight_smile:

Hi.
Meine Dachfläche liegt bei 75 m2 die Neigung ist 40 Grad .
Solarzaun wäre auch eine Möglichkeit aber dann müsste ich eine Leitung zum Haus so ca. 50 m legen .
Die Wirtschaftsflächen gehören zu mir und könnte dort so wie ich wollte.

So ist meine Dachausrichtung

Oh, schön. Rechne 80% Panels = 12kWp x durchschnittlich 3h Sonne drauf wegen Verschattung, sind durchschnittlich 30-36kWh am Tag möglich. Das dürfte ungefähr deinem winter-Verbrauch entsprechen.