Möglicher Polystring Setup (PV1+PV2) an einem MPPT bei Fox ESS H3 15 PRO

Hallo,
auf meinem Dach gibt es zwei denkbare Optionen für die Einrichtung eines Polystrings mit einem MPPT (PV1+PV2).

  1. Verwendung von 7+7, gleiche Ausrichtung -65° (ESE) aber unterschiedliche Winkel der Dachfläche 15° und 38°
    oder
  2. 4+4, unterschiedliche Ausrichtung -65° (ESE) und Ausrichtung 115° (WNW), aber gleicher Winkel der Dachfläche 15°

Welche Option sollte ich am besten wählen? Wenn beide als Polystring bei gleichem MPPT "funktionieren", würde ich 7+7 bevorzugen, da ich mit der größeren Anzahl von Modulen mehr Strom erhalte. Aber auch das könnte weniger effizient sein.
Was meint ihr dazu?

BR
Thomas

Hast du mal pvgis probiert?

Hallo Carlos,

okay. Ich hab dort mal geschaut.

Mit der gleichen Ausrichtung habe ich bei -65 Azimut:

  • 38° Neigung Yearly in-plane irradiation [kWh/m2]: 1251.41
  • 15° Neigung Yearly in-plane irradiation [kWh/m2]: 1256.23

Bei den unterschiedlichen Ausrichtungen -65 und 115 aber Winkel gleich von 15° sieht es wie folgt aus:
-65 Neigung Yearly in-plane irradiation [kWh/m2]: 1256.23
115 Yearly in-plane irradiation [kWh/m2]: 1115.86

Nun durchaus ein Unterschied in der Einstrahlung/ Jahr/ m².

Dann ist nur die Frage ob üblicherweise die Wechselrichter dies “verkraften” in einem Polystring mit gleicher Anzahl von Modulen, gleicher Ausrichtung aber unterschiedlichen Dachwinkel die etwas leicht unterschiedlichen Einstrahlungswerte zu verarbeiten.

Würde das klappen, wer hat das bei sich schon am laufen?

VG
Thomas

Hmm ….wenn du nur Jahreserträge vergleichst, führt das bei Reihenschaltung in die irre. In Reihenschaltung muss der Strom gleich sein. Geht ja auch garnicht anders.

Der Tracker probiert aus, bei welchem Szrom, den er zieht, die beste Gesamtleistung herauskommt. Das bedeutet nicht, das jedes einzelne Panel in seinem besten Punkt läuft. Hast du gleiche Panels mit gleicher Ausrichtung, sind die besten Punkte gleich/ähnlich.

Hast du verschiedene Panels oder verschiedene Ausrichtung muss man eben fallunterscheidung machen. Fazu musst du die Tagrskurven und die Jahreskurven ansehen.

Damit findest du die Varianten, und damit die Abstriche an erzielbarer Leistung, die du hinnehmen müsstest. Ob dir das dann gefällt oder nicht, entscheidest du ja auf anderere Ebene.

Parallel ist ein Anderer Fall. Da du jeweils gleiche Stringlänge hast, kannst du die Jeweils auch parallel schalten. DANN liefern beide Strings so ziemlich das jeweilige Maximum ihrer Ausrichtung (ohne Verschattung) das addiert sich.

Frage wäre also ob der WR mit der Spannung der parallelen strings klar kommt.

Du hast ca. 150kWh Differenz zwischen beiden Varianten. Das erscheint mit nicht so viel und ich würde schauen, welche Variante besser/billiger zu installieren ist.

Ich glaub wir sind noch nicht gemeinsam auf Stand, was ich meine.

Zur Diskussion steht eine Polystring Konfiguration. D.h. 2 Strings hängen an einem MPPT.

z.B. an MPPT1

Wenn ich “nur” Effizienz verliere in “kleinem” Umfang, dann wäre es für mich Okay, da ich ja mehr Fläche habe und somit mehr Ertrag. Alternative wäre einen weiteren WR mit eigenen Anschluss, Anmeldung, etc.. Ob sich das dann lohnt.

Wenn keine Verschattung da ist, kannst du Strings parallel schalten, an einen MPPT Eingang, WENN sie gleiche Spannung/gleiche Modulzahl haben.

(Sie müssen NICHT gleich ausgerichtet sein)

Damit kannst du also sehr gut Ost/West Ausrichtungen parallel schalten.