Möchte BKW aufrüsten, bin Mieter mit erschwerten Rahmen Bedingungen

Hallo,

bin “nur” Mieter eines energetisch unsanierten Altbau Hauses mit Garten. Solar auf dem ungedämmten Dach geht nicht.

Fast alle Bereiche im Garten sind zeitweise verschattet wg. Bäumen und Bebauung. Einigermaßen verschattungsfrei ist nur Süd und Ost Ausrichtung.

Ca. 25 m vom Haus entfernt ist ein angemeldetes BKW in Süd Ausrichtung mit etwa 34 Grad Winkel. 2 Module JW-HD108N 410 W bifacial Glas Glas Full black hochkant montiert. Dazu 1 AP Systems EZ1-M 800 Watt. 800 Watt peak nur im Sommer zur Mittagszeit.

Im Dezember 24 wurde der alte Zähler getauscht. Da läuft nichts mehr rückwärts.

Wir haben aus privaten Gründen eine hohe Grundlast und etwa 7000 kWh Jahresverbrauch an Strom. Das bleibt auch so. 2 Bewohner sind auch tagsüber zu Hause.

Seit Dez 24 wurden bisher nur 27 kWh ins Netz ohne Vergütung eingespeist, also praktisch Null Einspeisung..

In 2024 wurde mit dem BKW 887 kWh erzeugt, in 2025 bisher 644 kWh.

Und nun? Wie soll ich Kosten effizient erweitern?

2 weitere Module in Ost Ausrichtung am EZ1 parallel schalten ? Welche, damit der Wechselrichter nicht hops geht ?

Speicher? Es bleibt ja nicht mal im Sommer Energie übrig ?

Ich bin maximal verunsichert, mit welchen Maßnahmen ich legal die Stromproduktion steigern kann, besonders im Hinklick auf die Zeit Oktober - März.

Was würdet ihr tun?

Ich würde 2 weitere Module kaufen und je 1x neu und 1 x alt in die gleiche Richtung setzen.
1x alt nach O & 1x alt nach S
1x neu nach O & 1x neu nach S

Die beiden alten Module per Y-Kabel parallel an einen Eingang, die beiden neuen Module per Y-Kabel parallel an den anderen Eingang des APSystems.

So hast Du deutlich länger über den Tag mehr Leistung mit minimalen Kosten.
Alles was darüber hinausgeht braucht einen Speicher etc. und ist somit mit deutlich höheren Kosten und Mehraufwand verbunden.

Da geht nix kaputt, parallel schalten. Mit Speicher kannst du mehr Sonnenstrom ernten, da ein passender Akku mit den 2000 W PV Leistng geladen werden kann, die dann nachts vom 800W WR entnommen und dem Hausnetz zur Verfügung gestellt werden.

PV→Laderegler →Akku (hier sind max. 2000W erlaubt)
Akku → WR, WR gesteuert auf Nulleinspeisung

Wenn du einen konstant hohen Verbrauch hast, also morgens, abends, nachts immer über 800W kannst du auf die Nulleinspeisereglung verzichten, sie wäre stets auf maximal eingestellt.

Da es jetzt einen modernen Zähler gibt, kannst du dort nachlesen, wieviel Strom du ins Netz verschenkt hast. Ist die Menge groß, kann die Null Einspeisereglung einen weitern Sinn machen und den Eigenverbrauch erhöhen.

L.G.

Danke für die Antworten. Hab in 10 Monaten ja nur 27 kWh ins Netz abgegeben.

Somit steht im Vordergrund, erstmal den hohen Grundbedarf besser abzudecken, also mehr Module an den Start zu bekommen. Mit Speicher bis ich unsicher, wenn ich im Bereich Balkon Solar bleibe, ob die 2000 Watt peak, also bei mir max. 1200 Watt für den Speicher, ausreichen, um den Speicher so zu füllen, daß sich das rechnet. Zumal die Module ca. 25 m vom Haus entfernt im Garten aufgebaut sind.

Dann erweitere die Module - dazu hatte ich ja schon was geschrieben…

Und dann beobachte die veränderte Abdeckung des Grundbedarfs und die Einspeisung - auch über die Herbst- & Wintermonate. Dann kannst Du dich immer noch für oder gegen einen passend dimensionierten Speicher entscheiden :wink:

7000 kW/a sind grob 800 W 24/7/365. Interessant wären der jahreszeitliche Bedarf bzw. jahreszeitliche Schwankungen.

Da nur Ost+Süd beschattungsfrei zur Verfügung stehen, muß ein Großteil der Energie in dem Zeitfenster in einen Speicher fließen.

Gibt es viel Morgennebel? Mit Aufstockung auf 2000 Wp und BKW-Speicher sehe ich da kaum zusätzlichen Ertrag.

Kann man einzelne Verbraucher ohne großen Aufwand auslagern?

Als Inselfreund würde ich, sofern ausreichend Platz vorhanden, auf die 2000 Wp-Grenze pfeifen und möglichst viele Module an einer Insel betreiben. Bei zerstückelter Freifläche gerne auch viele kleine Flächen über μWR an die Strominsel.

Hab jetzt unzählige youtube Videos angeschaut und Internet Beiträge gelesen.

Ich würde gern erstmal mit Aufdoppeln und parallel Schaltung der Solarmodule beginnen.

Dann anschauen, wie sich das auch in den lichtschwachen Monaten verhält und später entscheiden, welchen Speicher ich ergänzen werde.

Größtes Problem :
Ich habe überall herausgehört, daß die Module bei Parallel Schaltung identisch sein müssen.

Ich habe Jolywood JW-HD108N-410W Module. Müssen das zwingend 410 Watt Module sein?

Die sind ja praktisch nirgends mehr im Handel, weil es jetzt Richtung 450-500 Watt pro Modul geht.

@bylderup

die Vmpp der Module sollte annähernd gleich sein. Die Ströme (Ampp) können abweichen. Auch Module mit unterschiedlicher Mpp Spannung kannst du parallel schalten, doch dann wird keins der Module im maxmalen Arbeitspunkt betrieben. Sind die Vmpp nur um wenige Volt von einander angegeben, dann macht das (fast) nix aus.

Das ist nur ein Gedankenproblem :wink:

Du hast 2 identische Module, die schaltest Du parallel - und kaufst 2 neue identische Module (die anders sein können als deine jetzigen) und schaltest diese beiden parallel.

Daher ja:

So hast Du immer 2 identische Module parallel geschaltet. Nicht alle 4 Module müssen identisch sein sondern immer nur die 2, die pro Eingang parallel geschaltet sind.
Und damit man die maximale Leistung über den Tag bekommt eben auf O & W aufteilen.

ok.

Aber mit meinem ursprünglichen Gedanken wird das dann nichts, sprich: ich kauf mal eben 2 Module dazu, lasse die bestehenden Module in Aufbau und Ausrichtung wie sie sind und mixe dann Süd und Ost und Süd und West und muß nur 2 Module neu aufbauen.

Die 2 Module auf Süd haben nun mal über 13 A pro Modul in optimalem Betrieb und der Wechselrichter 20 A pro MPPT.

Wenn ich das nicht Überlasten will, muß ich doch komplett auf West / Ost umbauen.
Andernfalls überlaste ich im Sommer die Eingänge mit 6 - 10 Ampere pro Tracker Eingang, je nach Modulwahl. Oder hab ich wieder einen Fehler in der Überlegung?

Und legale 4fach Wechselrichter begrenzen auf 200 Watt pro Eingang, das wäre bei mir auch Murks.

Ein WR nimmt sich an Strom das, was er braucht. Eine Überbelegung an möglichem Strom ist also egal.
Bei der Spannung ist es anders, da muss man die Grenzen schon beachten - auch mit genügend Spielraum für kalte Tage.
Und ja, mindestens eins der alten Module müsstest Du mit 4 Modulen gesamt dann umbauen. ob auf O/O/W/W oder auf O/S/S/W ist dir und den baulichen Gegebenheiten geschuldet.
Aber ein Mach es so und dann hast Du alle Vorteile ohne Nachteile wird es nicht geben :wink:

Ich habe einen Hoymiles HMS-2000-4T, der begrenzt mit neuestem Update den Ausgang und nicht den Eingang. Sprich 800W bedeuten es kann auf einem Eingang 500W kommen und auf den 3 anderen jeweils 100W (Beispielhaft).

Gedrosselte Wechselrichter über 800W Gesamtleistung sind aber - was die vereinfachte Anmeldung angeht - wieder eine Grauzone.