Modulverteilung meiner PV Anlage

Hallo zusammen,

ich möchte mir folgende PV-Anlage kaufen:

Module 24x TSM-450 NEG9R.28

Wechselrichter SMA STP10.0-3SE-40

Speicher BYD HVS 5.1

Meine Dachausrichtung ist Ost / West und ich würde auf beide Dachseiten Module installieren wollen.

Meine Überlegung dabei ist, dass der Speicher morgens schon geladen wird, mittags dann wieder entladen wird und nachmittags wieder geladen werden kann.

Wo ich mir nicht sicher bin ist, wie ich die Module verteilen soll. Sprich 12 Module pro Seite, oder 8 Module nach Osten und 16 Platten nach Westen, oder anders?

Wie die Module verteilt werden wird sicher auch beeinflussen, ob mehr Strom zum Eigenverbrauch genutzt werden kann, oder die erzeugte Leistung maximiert wird richtig?

Durch das Solarspitzengesetzt ist in meinen Augen der höhere Eigenverbrauch > maximale Einspeisung. Aber vielleicht lieg ich hier auch falsch.

Über hilfreichen Input wäre ich sehr dankbar.

Eigentlich sagt man: Dach voll machen, also auf beiden Seiten drauf, was geht. Module sind so billig und wenn man eh einmal installiert, dann alle Fläche nutzen. Kostet nicht viel mehr und bringt langfristig die höchsten Gewinne. Im Winter freust du dich dann eh über jede kWh.

Der Speicher erscheint mir auch etwas klein, doppelt so viel wäre sinnvoll. Kommt natürlich auf deine Verbräuche an.

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@bw87
Hallo,
selten stehen Häuser so, dass es reine West oder Ost Dächer gibt. Wenn das Budget un begrenzt ist, "Dach voll machen" wie Win schreibt. Es es begrenzt, dann nimm einen Kompass und schaue welche Seite auch etwas Süd hat. Alternativ schaust du, um welche Uhrzeit die Regenrinnen senkrechte Schatten werfen. Punkt 12:00 Winterzeit und senkrechter Schatten heißt Ausrichtung des First ist exakt Nord-Süd, dann hast du genau Ost-West. Desweiteren achte auch auf Schattenwurf, denn im Winter steht die Sonne deutlich niedriger und wirft lange Schatten. Bei mir steht auf der besseren Seite (überwiegend West mit ca. 20 Grad Süd) ein stolzer "heiliger" immergrüner Baum. Der wirft einen Schatten. Erst mit der Tag-Nacht-Gleiche steht die Sonne so hoch, dass die PV nicht mehr verschattet wird. Im Dez. (Sonnen Tiefststand) scheint die Sonne hier nur sehr sehr selten, doch dann liegt die PV immer im Schatten.
L.G.

8 Panels sind im Sommer wahrscheinlich zu wenig Spannung.

Der größere Kostenfaktor an den Panels aufm Dach sind Monteur /Anfahrt, einrüsten, Kran/Lift, Erdung, Leitungsführung und andere Fixkosten. Die sind gleich, egal wie viel aufs Dach kommt.

Schauen dass soweit oben wie möglich 1 oder 2 Zeilen Panels montiert sind, wenigstens 10 in Reihe pro Dachseite. Ideal wären Stringspannungen nah an 560-600V, bester Wirkungsgrad des WR. Aber das ist nur "schöner wohnen" :slight_smile:

Wieso willst du den Akku mittags entladen?

Hier habe ich gemeint, dass in der Zeit in der die Ost / West verlegten Module keine Leistung generieren, ich hier den Strom aus dem Akku nutzen kann.

Das würde ja für die 12 Ost und 12 West Modlue sprechen. Ich werde am Wochenende mal messen, wie viele Module ich pro Seite verbauen kann. Auf der Westseite habe ich kaum Verschattung. Auf der Ostseite werden ich Probleme mit dem Schornstein bekommen.

@tageloehner das sind Trina Module und ein 8er String ist reichlich genug um jeden WR anzuschalten.
@bw87 wie schon geschrieben, wenn dann beide Dächer vollmachen und was besseres und billigeres als Deine WR-Batterie Kombination in den Keller, wenn man wirklich über die Verteilung Ost vs West entscheiden muss... ich habe hier öfter Morgennebel als Abendnebel, ich würde bei mir also immer mehr auf ein Westdach legen als auf das Ostdach

Da wird trotzdem von Ost und West Leistung generiert. Wahrscheinlich meist sogar eher Akku geladen als entladen.

Mach es wie bereits empfohlen, drauf was geht, sinnvoller Wechselrichter und Speicher immer etwas größer als nötig.

Ich hab selber BYD, ob ich den heute nochmal nehmen würde kann ich nicht sagen.
Bin zwar sehr damit zufrieden, aber Preis/Leistung können andere mittlerweile besser.

Hallo,

Ost und West sind astronomisch gleich. Zur Tag/Nach Gleiche kommt die Sonne um ca 6:00 im Osten über den Horizont und geht gegen 18:00 im Westen unter.

Meterologisch macht´s aber einen Unterschied, besonders im Frühjahr und Herbst. Dann gibt es Frühnebel (Bodennebel, etc.) In der Nacht kühlt die Luft unter den Taupunkt. Es bilden sich Tröpfchen. Morgens sind sie als Nebel zu sehen. Im Laufe des Vormittags erwärmt die Sonne die Luft und der Nebel löst sich auf. Das hatten wir hier gerade an 2 Tagen im Folge mit dem Ergebnis, das die Ostseite nur Nebel "sah" und die Westseite nachmittags dann die volle Sonne bekam. Daher war West besser als Ost. In unserer Region habe ich bisher keinen "Spätnebel" gesichtet. Das meterologische Phänomen tritt hier nur morgens = östlich auf.

Nun kennen wir weder die genaue Himmelsrichtung, noch wissen wir ob hohe Bäume oder Gebäude Schatten werfen und in welcher (klimatischen) Region das Haus steht auch nicht. Auch die Dachneigung kennen wir nicht.

Wenn es einen Schornstein gibt, dann sollte es auch einen Schornsteinfeger Ausstiegfenster geben. Das kann man öffnen und erstmal die Umgebung sichten. Wenn du freien Blick bis zum Horizont in alle Richtungen hast, dann ist´s bestens. Die Seite mit dem Schornstein kann unterhalb des Schornsteins belegt werden. Auch der Teil des Daches neben dem Schornstein Richtung Süden ist geeignet.

L.G.