ja, schade daß die Handwerkskammer mittlwereile wohl durchgesetzt hat, daß die PV dem Dachdeckergewerbe zugeordnet wird. Die Dachdecker haben oft keine Ahnung und keine Lust darauf. Ich mache das schon seit 2010 und weiß wahrscheinlich deutlich mehr darüber, obwohl ich Tischlermeister bin. Letztes Jahr wurde ich zu einer Aufdachanlage gerufen, da sollte ich die Strings anschließen, da wurde seperat der Dachdecker zur Dachmontage beauftragt (beim Neubau aus Gewähleistungsgründen auf dem Gründach vielleicht sogar verständlich), der hat sich dann geweigert, die Strings anzuschließen, nicht sein Ding. Der Elektriker war beauftragt, den Wechselrichter und die AC Installation zu machen. Der hat natürlich dem Solateur beaufragt, den WR zu konfigurieren, weil er das nie macht. Jetzt sollte der Elektriker die Anlage auf dem Dach zu Ende verkabeln. Natürlich wussten seine Jungs nicht so genau Bescheid mit den Strings, theoretisch wohl,praktisch noch nie gemacht. Das Ende vom Lied war, daß ich dazu gerufen wurde, die Verkabelung auf dem Dach gemacht habe, einen Fehler in der Verstringung beseitigt habe und dazu ncoh alle Kabel hochgebunden habe.
Also ich finde es gut, dass die Modulinstallation dem Dachdecker Handwerk zugeordnet ist. Das hat zwar im Moment die von dir genannten Nachteile, aber am wichtigsten ist, dass das Dach an Ende noch dicht ist.
Diese Montagetrupps die nur PV installieren und wie Pilze aus dem Boden gewachsen sind, sind mir suspekt. Kaum Perspektive, dass die sich lange am Markt halten können fördert Pfusch. Bis man merkt, dass der ganze Dachstuhl faul ist, gibts die schon lange nicht mehr.
Die Dachdecker haben leider tatsächlich oft lukrativere Aufträge. Auf Dauer werden sich einige trotzdem spezialisieren und Elektriker und Solarteure einstellen.
Und ja, dass wir Tischlermeister immer her halten müssen, wenn die anderen Mist gebaut haben, hat eben Tradition. Ich finds lustig.
Das wußte ich noch gar nicht.
Dachte das läge bei den Solarteuren? Weiß gar nicht, ob letztere eine ordentliche Ausbildung haben im Sinne eines Handwerks-/Meisterbriefs?
Bei uns haben es nun die Dachdecker gemacht, mit meiner Anleitung. Viel Ahnung hatten sie nicht. Einer wollte die Schienen ganz ans Ende der Module setzen und ließ sich nur ganz schwer eines Besseren belehren. Der größte Fehler war wirklich, die Endklemmen so an die Schienenkante zu setzen, das sie halbseitig herunterhingen.
Leider haben vorgeschrieben überhaupt keine Ausbildung. Die Handwerkskammern bieten an Wochenenden 2 tägige Kurse an. Damit ist man ohne Vorbildung “geprüfter Solarteur”
Das ich als Verfechter der Meisterpflicht davon überhaupt nichts halte, versteht sich von selbst.
Ja, aber jetzt auf einmal nach ca 15 Jahren und wahrscheinlich vielleicht 500-1000kWp montierten Modulen pro Jahr gesagt zu bekommen, daß ich das jetzt nicht mehr kann ist schon irgendwie seltsam. Bis jetzt ist noch kein Dach danach undicht gewesen.
Seit ich dabei bin, werden Durchführungen durch Dampfsperren auch mit Manschetten ausgeführt.
Das mit der WE Kursen ist ja überschaubar, ob es das aber noch gibt? Mir wurde gesagt, ich müsse eine Ausnahmegenehmigung zur Eintragung als Dachdeckerbetrieb mit PV als eizigem Tätigkeitsbereich einreichen, woraufhin mir Gutachter genannt würden, von einem von denen ich einem meine Sachkunde darlegen müsse. Wenn ich das Bescheinigt bekommen habe, würde ich eingetragen. Das geht natürlich nur, weil ich schon einen Meister habe.
Das ist zwar wieder Ländersache, aber es hört sich sehr unlogisch an, was man dir da gesagt hat. Du hast einen Meister in einem verwandten Handwerk und kannst deine lange Tätigkeit doch sicher dokumentieren.
Wer hat dir diese Info gegeben?
Mit der Handwerkskammer lässt sich das sicher eindeutig klären, dafür ist sie da. Welche ist denn zuständig bei dir?
Info kommt vom Juristen der HWK Aachen.
es dehnt sich nicht nur das letzte Modul aus sondern alle. Wenn die Module auf Stoß verlegt sind dehnen sich alle in alle Richtungen aus. Hast du 10 Module nebeneinander sprichst du von 5 bis 10 mm zu jeder Seite, theoretisch.
Ja, aber die UK macht das ja auch… Ich habe an meiner Volleinspeiseranlage sehr lange durchgehende Schienen, da habe ich einen lasttragenden Schiebverbinder gebaut, Schienenlänge ca 25m da sieht man am Abrieb, daß die Verbindung um viellecht 10mm schiebt, die freien Seiten bewegen sich bestimmt auch.
Naja, unsere Schiene ist 3x4,80 = 14,60m mit 12 Modulen nebeneinander. Dazwischen ist aber eine kleine Lücke, am Ende sind es nur 5 Module direkt nebeneinander.
Die Schienen werden ja nun mit U-Profil verlängert - es bleibt eine Frickellösung - leider.
Der Du aber anscheinend zugestimmt hast. Wenn Du das nicht gewollt hättest, hättest Du mehr Druck machen müssen.
Im Prinzip ist es natürlich eine pragmatische Lösung, die dem Montagebetrieb ein paar Stunden Arbeit spart und wahrscheinlich auch die Stellung eines Gerüstturmes. Halten wird es wahrscheinlich ausreichend. Habe ich bei der eigen Anlage auch so gemacht, an den 2-3 Stellen, wo es zu knapp wurde. (Gab da ein leichtes Kommunikationsproblem mit meinem Sohn, der beim Repowering geholfen hat.)
Die verschieben aber keine Halteklemmen, da beult sich das Modul mittig 2mm hoch oder runter und das wars.
Mein Gedanke hier passt zwar nicht zur Frage “überstehende Schienen”, aber ich frage einfach trotzdem mal:
Die Ausdehnungskoeffizienten von Alu und Holz sind ja sicher sehr unterschiedlich. Dann wird also eine lange Schiene ziemlich gegen den Dachstuhl arbeiten und an den beiden Enden der Schiene an den Dachhaken zerren und diese auf Dauer lockern. Wie ist das denn in der Praxis?
Die Ausdehnung ist ja überall etwas, also an allen Dachhaken ist irgendwann etwas Spannung oder Zug. Das wird aber die dicken Sparren nicht verschieben, eher beulen sich die Schienen minimal nach oben oder unten. Es geht ja hier immer nur um wenige mm. Die meisten PV-Anlagen halten über viele Jahre und da verschiebt sich nichts. Sehe das also eher entspannt. Holz dehnt sich eher aus wenn es feucht wird und zieht sich zusammen bei Trockenheit, Alu nicht. Wenn die Sonne im Sommer herunter brennt, dann knarrzt und ächzt es manchmal im Dachstuhl, ohne dass da etwas bricht oder Schaden nimmt. Wenn die Heizung anspringt knackt es manchmal auch in den Rohren, die sich im Mauerwerk etwas ausdehnen.
Ich muss sagen, so langsam stehen mir, vor lauter aus Unverständnis geborenen Spekulationen, zwecks unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizienten, die Haare zu Berge.
Fangt doch zu meiner Belustigung mal an, zu spekulieren, wie lange Gebäude oder gar Brücken aus Stahlbeton nur halten können, wenn die Baustoffe so unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten haben.
Auf die PV Module bezogen. Das ist ein dünner wabbeliger Alurahmen. Der tut überhaupt nichts zur Sache. Wenn die Halter mit dem korrekten Drehmoment angezogen sind, passiert dort überhaupt nichts. Die 20mn Überstand sind einfach nur Sicherheit beim Anziehen der Halter nicht abzurutschen. Praktischer Weise passen dann noch die Endkappen drauf und es sieht sauber aus.
@paddy72 Natürlich hast du jedes Recht Nachbesserung zu fordern. Auch komplett neue Schienen hättest du sicher durchsetzen können.
Der Kompromiss mit fen Verlängerungen ist aber auch okay und definitiv kein Grund Zeit mit Sorgen zur Haltbarkeit zu verschwenden.
Ausdehnung Alu auf Dachstuhl: Nicht umsonst legen die Hersteller maximale Kängen für Alus am Stück fest, meistens irgendwo um 12m rum. Dann muss eine Trennung bzw ein Schiebestück her, über der natürlich kein Modul sein darf. Und dann bewegt sich das ganze immer ein bisserl von Dachhaken zu Dachhaken, es gibt ja keinen Fixpunkt, sondern alle können etwas flexen.
Beton und Stahl haben nahezu gleiche Ausdehnungskoeffizienten bei Delta t, deswegen funktioniert bewehrter Beton
Wärmeausdehnung ist auf jeden Fall etwas ganz Zentrales, was immer und überall beachtet werden muss. Gerade bei den angesprochenen Brücken gibts da jede Menge technische Lösungen, damit Bewegungsspielraum entsteht.
Das auch bei Befestigungsschienen irgendwo dann mal ein Cut gemacht werden muss, ist auch nachvollziebar und wichtig.
Interessant bei den Modulen: Gehen wir von einem Temperaturbereich -10 - +50 Grad aus. Und Modullänge von 2m. Alu dehnt sich da etwa 2,88mm aus, Glas nur 1,08mm, macht 1,8 mm Unterschied. Man muss das Glas also so flexibel in den Rahmen einkleben, dass es sich +/- 0,9 mm bewegen kann. Das ist schon eine gewisse Herausforderung.
Ich montiere beruflich auf PV Anlagen und bei den UK-Systemen die wir verwenden wäre es nicht zulässig wenn das Randstück der Schiene nur von einem Dachhaken+Schienenverbinder gehalten wird
Wie der Schreiner kanns keiner ![]()
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