Microwechselrichter um Wechselrichter zu untersützen

Hallo ich habe eine Frage.

Wenn ein Microwechelrichter merkt das er Grid hat….würde ein Microwechselrichter in einem Inselnetzwerk auch denken das er Grid hat?

Ist 230V Wechselstrom von hochwertigen Wechselrichter nicht wie im Öffentlichen Netz.

Was würde Passieren wenn ein in einem Inselgrid z.B ein verbrauch von 1000Watt ist… die 1000 Watt leistet ein hochwertiger Wechselrichter… nun stecke ich mein Balkonkraftwerk in die Steckdose.

Was würde passieren?

grüße

Sascha

Ist in Victronanlagen ganz normal.

Ich habe z.Z. einen 3 kW Growatt an einem Victron Insel RS 48/6k SS zu hängen.

Solange Platz im Akku oder Abnahme durch mein Inselnetz ist entlastet er die Anlage. Wird der Growatt seinen Strom nicht mehr los schaltet er in den Standby und wartet auf Stromforderung durch Anlage.

Sollte mit den meisten WR funzen.

Bei Victron besonders gut mit einigen Froniusen. Da wird er nicht hart abgeschaltet sondern stufenlos rauf und runtergeregelt.

Edit: besonders gut ist der Zusatz wenn mehr Leistung benötigt wird, da dann Victrons 6 kW mit dem Growatt 3 kW addiert werden. Ich kann also das Auto mit 7,4 kW laden und habe noch Reserve.

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Ja, das birgt aber unter Umständen ein gewisses Risiko*1

Nehmen wir an das BKW kann volle Leistung liefern, dann sinkt die Leistungsabgabe des “hochwertigen” WR entsprechend um die Maximalleistung des BKW.

*1: Der Modul- oder sog. Microwechselrichter liefert aber immer*(**2) alles was er kann und das muss “weg gebracht” werden. D.h. ist der Verbrauch gerade niedriger als die Erzeugung des BKW muss der WR in der Lage sein den Überschuss z.B. ins Netz- oder eine Batterie zu schieben. Kann der “hochwertige” WR das nicht, droht ein Schaden am “hochwertigen” WR da der Mikrowechselrichter immer Vollgas gibt.

*2: Ausnahme: Der “hochwertige” WR verfügt über die Möglichkeit nach VDE-AR-N 4105 ein Frequenzshifting durchzuführen. Dabei erhöht der “hochwertige” WR seine Ausgangsfrequenz und der Mikrowechselrichter senkt seine Abgabelseistung. Das geschieht zwischen 50,2 - 51,4Hz, ich meine, linear. Ab 51,5Hz muss und wird der Mikrowechselrichter abschalten und keine Leistung mehr abgeben.

Siehe oben, über die AR-N 4105 ist das nicht nur kommunikativ möglich (indem Victron und Fronius mit einander sprechen) sondern eben auch hardwareseitig implementiert. Machen wir mit dem kleinen SOLAX X1 mini auf dem Gartenhäuschen auch so. Der ist AC seitig an die Insel gekoppelt und reduziert eben je nach Hub der Netzfrequenz (Inselnetz) seine Ausgangsleistung.

Die “harte” Abschaltung gab es meines Wissens nach nur bis 2012. Da dies aber, wer hätte sich das gedacht, zu massiven Problemen bei großen Freiflächenanlagen führen kann (mehrere Megawatt sind plötzlich weg oder kommen plötzlich dazu) und geführt hat, wurde ab 2012 das herunter regeln der Ausgangsleistung zwischen 50,2 - 51,4Hz beschlossen. Ein “hart” Abschalten sollte es eigentlich also bei keinem, heute zu erwerbenden, WR mehr geben.

PS: Da fällt mir gerade ein, ich hab da mal ein YT Video gesehen, da hat “Der Kanal” dem BKW WR mit einem billigen 150W 12V/230V Inverter das Netz vorgegaukelt… Quasi, Inselbetrieb mit einem Microwechselrichter trotz VDE-AR-N 4105, allerdings muss der 12V WR immer belastet werden :winking_face_with_tongue:

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Oh, danke.

Dann lag es bei dem MIN 3000 Growatt wohl an meinen (falschen) Einstellungen.

Egel, dank der günstigen Gebrauchtpreise werkelt jetzt ein Fronius Primo 4 kW korrekt an Stelle des MIN3k.

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Das ist durchaus möglich. Ich kann im SOLAX auch einstellen auf welche Länderregelungen, in DE halt die VDE-AR-N 4105, er reagieren soll. Ich kann aber auch alle Werte händisch manipulieren und z.B. sagen er soll erst ab 50,5Hz mit dem Abregeln beginnen usw.

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