Meine Inselbegabung.

@danielm

die verlinkten Dinger sind recht kostenintensiv, muss es ein solches teures Messutensil sein? Ich kenn das auch aus meiner Ausbildung, alles voll mit Wandel/Goltermann oder Rohde/Schwarz...

Was verwenden die anderen DIY Batteriebauer hier als Messgerät? Da sowieso weitere Batteriemodule hinzukommen sollen, werde ich wohl nicht umhinkommen ein weiteres BMS zu beschaffen, um mal tauschen zu können. Bleibt nur die Autoschrauber Methode: so lange Dinge wechseln bis der Fehler weg ist.

Hat noch jemand eine Idee, warum (angenommen die Messwerte stimmen) die Spannung so unterschiedlich angezeigt/gemessen wird???

Andreas

@noch-ein-andreas Die Unterschiede sind einfach Messungenauigkeit.
Vor allem dann ,wenn ohne Stromfluss leicht abweichende Spannungen angezeigt werden.

Sprich, du musst ja nicht auf das mV genau die Spannung messen, die das BMS anzeigt. Das bringt ja keinen Mehrwert. Daher sind auch solch teure Messgeräte nicht nötig.

Guten, verschneiten Morgen,

die Unterschiede im SOC der Akkublöcke haben mir keine Ruhe gelassen. Ich will die Ursache finden, da ja weitere Akkublöcke folgen sollen und ich im Jahre 2023 keine Lust habe einen besseren Schätzwert statt einem ordentlich gemessenen SOC zu erhalten.

Dem besseren Verständnis halber: Habe 2 baugleiche Akkublöcke, mit EVE 230Zellen (Ri sind in etwa gleich) , am selben DC Bus, mit den selben Einstellungen im baugleichen BMS. Kabellängen und Querschnitte sind gleich, Steckverbindungen und LS, sowie die Betriebsbedingungen wie Temperatur auch. Trotzdem werden unterschiedliche SOC angezeigt.

Habe heute den Akkublock abgezogen vom DC Bus, das BMS lief natürlich weiter, und die im BMS angezeigten Werte mit den gemessenen Werten verglichen. Gemessen wurde jede Zelle mit dem Y1030 innerhalb einer Minute. zeitgleich habe ich die durchs BMS angezeigten Werte fotografiert und verglichen.

Die Vermutung das JK-BMS misst Mist ist bestätigt. Durch das BMS wird durchweg ca. 17mV pro Zelle zu viel angezeigt und aus der Summe von 15x 17mV ein offensichtlich falscher SOC gerechnet. Um diesen Verdacht zu bestätigen, oder zu widerlegen müsste ich eigentlich die BMS mal untereinander tauschen. Wandert der Fehler mit, ist das BMS die Ursache, wenn nicht, liegts an etwas anderem.

Der SOC Unterschied beträgt 3-4% zur Zeit, keine Ahnung wo das hindriftet....

Würdet ihr mit diesem Unterschied leben können??? Bin nicht sicher, ob deswegen ein Aufstand gegen China lohnt.

Edit: zumal die gemessenen Werte genau mit den Werten von Akkublock 1 übereinstimmen. In der praxis funktioniert das ganze, es werden nur bei einem Block falsche Werte angezeigt.

Gruß

Andreas

Ich sag mal vorsichtig, daß jede SOC-Ermittlung eh nur grobes Schätzen ist, und eine Ermittlung rein aus den Zellspannungen ist noch ungenauer. Da liegt der Fehler schom im System und in der in der Methode, aber nicht im einzelnen Gerät.

Oder anders gesagt: willst du einen SOC ermitteln, der genauer als 3-4% ist, müsstest du erst einmal die genaue Akkukapazität zum aktuellen Zeitpunkt mit der selben oder besseren Genauigkeit kennen.

Oliver

Hallo,

also dass das JKBMS ungenau misst, ist eigentlich klar. Daher kann man es ja auch kalibrieren. Wenn Du beide Akkus zusammengeschlossen hast, müssen die JKBMS auch die gleiche Spannung anzeigen. Ob die dann 0,05V über oder unter der realen Spannung liegt, ist eigentlich egal. Das verschiebt dann nur den Arbeitsbereich des Akkus und ist nur relevant wenn Du den von 0 bis 100 komplett nutzen willst.

Ich würde das angleichen und damit leben. BMS 3 wird wieder etwas anders sein.

Hi,

die Spannung sagt nichts aus.

Hier sind 4 Blöcke a 8 Zellen.
Ähnliche Zellen aber vier identische BMS.
Die vier Blöcke sind parallel geschaltet.

Das ist das Resultat nach etlichen Monaten. Ein kommerzielles Produkt der Fa. DALY.

Man muss die Energiemengen kumulieren. Die Wh, die rein- und rausgehen.
Ich mache das alle 5 Sekunden und nehme dann immer das Mittel einer Minute.
Das ist und bleibt eine Frage der zeitlichen Auflösung, weil digital.
Dann muss man wissen wie viele Wh max. in einen Block hineinpassen.
Irgendwann muss man sagen wie viele Wh gerade drinnen sind.

Auf „meinen“ Wert ist aber schon lange Zeit Verlass.
Die anderen DALY Werte nur noch zum Spaß.

Grüße
SolarHeini

Der SoC im BMS (egal ob JK oder Daly) ist eher ein Schätzwert.

Ich nutze dafür einen Smartshunt. Der kalibriert sich automatisch auf 100% SoC, und saldiert dann fleissig die rein und rausgehenden A.
Ist aber eins der ungeliebten blauen Kästchen aus NL (die fast alle ihren Sinn haben, auch wenn ich beim Thema Schnittstellen & Verkabelung bei Dir bin).

Sag ich doch.

Shunt hinter Shunt hinter shunt bringt aber auch nichts.

In dem wie auch immer BMS ist stets ein Shunt. Strom und Spannung können sie dir auch alle genau genug verraten.
Dann hapert es halt ...

Jepp, die Antworten hatten sich überschnitten.

Klar haben die einen Shunt. Der Unterschied zwischen BMS-Shunt und den Victron Shunts:
Die von Victron geniessen eine guten Ruf in Bezug auf die Messgenauigkeit, und sind seit 10+ Jahren bei sehr vielen WoMos und einem guten Teil aller Yachten im Einsatz.

Das Problem ist nicht der Shunt.

Das Problem ist das gleiche wie in dem Spruch: Ein Mann mit einer Uhr weiß, wie spät es ist, ein Mann mit zwei Uhren ist dauernd im Zweifel.

Oliver

Hallo Alle,

Vielen Dank für die zahlreichen Erklärungen. Ich werde die Jagt nach Monster von Loch Ness, also einem besseren Ergebnis als 3-4% Delta einstellen. Dann ist das eben so!

@ Shadowblues, angleichen ist ne gute Idee. Bin ja bisher davon ausgegangen, dass nur bei mir einige Prozente Abweichung auftauchen z.B. wegen mangelhafter Montage- qualität.

SolarHeini, Alter Schwede, was für ein komplexes Monitoring! Das kann ich so nicht leisten, mir fehlen die Programmierer Skills. zudem muss meine Installation einfach sein, so dass auch eine Solarstrom fremde Person die eine, oder andere Tätigkeit ausführen kann. Auf den NH Trennern z.B., welche die (Freiland) Solarmodule von den WR trennen ist ein roter Punkt geklebt. Alle hier wissen: Wenn ein Gewitter auftaucht werden alle Teile mit einem roten Punkt "gezogen". So soll etwas mehr Luft zwischen den ankommenden Kabeln und den WR kommen. Nicht, dass ich einem Varistor nicht traue, aber ich traue denen nicht und Blitze haben gute Augen - die finden jede Schwachstelle.!

Weissnich, wahrscheinlich komme ich nicht umhin, mich mit diesen RAL 5012 Dingern mal zu beschäftigen.... Wichtig ist jedoch immer, das es einfach bleibt. Wenn ich morgen vom Bus überfahren werde, steht der Rest der Sippe da. Kein Elektriker - der noch alle Tassen im Schrank hat - würde meine Installation reparieren, weil er sie nicht kennt, nicht kennen kann. Aber ein wenig mehr "smart" darf es schon sein.

OliverSo, ja, OK habs verstanden, dann ist das eben so, ist sicher auch eine Frage des Preises und der Sinnhaftigkeit einer genaueren Messung.

Gruß und nochmals Dank!

Andreas

Das Problem hast Du eh. Sobald man anfängt selbst zu basteln geht da kein "Profi" mehr ran.

Der Vorteil von Vitron: das ist zugelassen, bei Bedarf offen für alles smarte und trotzdem weniger Gebastel als andere Lösungen. Zusammenstecken, Settings anpassen, läuft.
Wo Du es ansprichst: Sollte ich vom Bus überfahren werden, findet meine Frau mit etwas Aufwand auch ein Elektriker, der sich mit Victron auskennt. Jeder größere Distributor kennt da jemanden.

Beim SoC musst Du Dir diejenige Datenquelle suchen, der Du vertraust. Das kann das BMS sein oder ein externer Shunt. Ein Shunt bildet das gleiche Integral der Leistung wie Solarheinis Code, aber mit hundertmal höherer Abtastrate, mit paramtrierbaren Korrekturfaktoren und automatischer Snychronisation.

Sei mir nicht böse, aber so etwas ist für mich ein NoGo. Gegen einem direkten Blitztreffer wird man sich eh nicht absichern können, und alles Drumherum muß eine Anlage abkönnen. Bei jeder Wolke am Horizont Stecker ziehen zu müssen geht gar nicht.

Gibt es auch blaue Punkte für Maßnahmen bei Überflutungen?

Oliver

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Denke auch, einen Überspannungsableiter an den Modulen mit direkter Ableitung in die Erde und einen vor dem Laderegler sollte eigentlich genügen, mehr kann man nicht wirklich praktikabel tun!

ansonsten schöne Anlage!

räusper! Es geht nicht um Volltreffer, die sind eher selten, dann aber oft verheerend. Es geht auch nicht um jedes grummeln eines leichten Sommergewitters. Viele Schäden werden durch die mittelbaren Treffer verursacht, wo die Installation im Spannungskegel des Blitzes liegt. Habe sicher um die 160m 16mm*2 Kabel verbuddelt - eine prima Antenne für Spannungen, welche auftauchen, wenn Gevatter Blitz 50m weiter in einen Baum einschlägt.

Wenn die ins Kabel gestreute Spannung groß genug ist, ist der Ü-Schutz auf deiner Hutschiene irrelevant. Habe in dieser Richtung schon zu viel gesehen, auch bei professionell geplanten und gewarteten Blitzschutzsystemen bei durchaus bekannten Unternehmen, die sogar eigene Blitzschutzfachleute beschäftigen. Blitze sind Mistviecher!

Es bedarf auch keiner hohen Ü-Spannung, um das SMD Zeug in den Wechselrichtern oder BMS zu himmeln. Aber soll jeder machen wie er meint.

Andreas

Das mit dem blauen Punkt hatte ich durchaus ernst gemeint. Denn ich kenne überhaupt niemanden, dem mal ein Blitzschlag ernsthafte Schäden an der Elektrik verursacht hat, aber einige, mich selber eingeschlossen, dem so ein Sommergewitter mal den Keller unter Wasser gesetzt hat.

Und da stelle ich mir auch schon selber die Frage, was tun mit den Akkus?

Und ansonsten ziehen hier im Jahr dutzende Gewitter im Jahr so nah vorbei, daß da ein Blitz in näherer Umgebung einschlagen könnte. Da jedes mal Stecker ziehen zu müssen, da wird man ja verrückt. Zudem wären bei vielen Gewittern davon bei uns eh niemand zu Hause. Aber, wie du schon sagtest, jeder, wie er will.

Oliver

Moin, moin,

das Monitoring ist ein “nice to have”. Wenn keiner mehr hinschaut ist das auch egal.
Einfach macht es trotzdem, wenn es denn schön aufpasst und weiß was zu tun ist. In möglichst vielen Fällen.

"Kein Elektriker - der noch alle Tassen im Schrank hat - würde meine Installation reparieren, weil er sie nicht kennt, nicht kennen kann. Aber ein wenig mehr "smart" darf es schon sein."
Ja, das treibt mich auch um.
Ein Berufsleben lang habe ich mit Leuten gearbeitet die wussten was es macht, was es machen soll, wie man so etwas macht, wie sie es selbst machen würden, die es selbst machen könnten, die so etwas auch schon selbst gemacht haben.
Die letzten Jahre vor der Rente wurde die Luft immer dünner und bald im Jahr Zwei nach der Rente bin ich noch immer Flexirentner :frowning:
Die zünftigen Elektriker im Treischein-Reservat sind die falschen Ansprechpartner.
Es hätte auch ein neues Berufsbild für die Wende gebraucht.
Fündig würde man eher im Anlagenbau, Mess- und Regeltechnik, Industrieelektrik und -elektronik, Automatisation, Prozessleittechnik. Allesamt Leute und Betriebe die eben keine (bezahlbaren) Arbeiten in Privathaushalten ausführen.
Jetzt scheinen mir eher die Goldgräber auf dem Solarzug.

Grüße

SolarHeini

Moin @oliverso, ich hatte die Frage als rein rhetorisch verstanden... jeder versteht Gesagtes eben mit seinem individuellen Lebens-Setup. Wo ich wohne hat die letzte Eiszeit Kies/Sandschichten zwischen 40 und 70 Meter hinterlassen, keine denkbare Regenmenge wird hier kritisch. 80Liter? 100Liter/m*2? Kleinkram, da steht hier nicht mal ne Pfütze länger als 20Min. Ich wohne in leichter Hanglage (6-7m Höhenunterschied auf 80m Länge)- ehemaliges Urstromtal mit ca. 250m Breite. Dorf, wenig versiegelte Fläche, viel Rasen, deshalb ist die Sache mit dem Wasser aus meiner Sicht unkritisch.

Im Kellerraum selbst gibt es auch keine nachspeisenden Wasserleitungen und die Sanitärentwässerung ist ne Druckentwässerung, so dass von außen auch nichts rückwärts kommen kann.

Aber, spätestens seit dem Ahrtal 2021 wissen wir alle: nichts ist unmöglich. Werde also mal auf dem Gedanken etwas rumdenken - vielleicht doch ne Tauchpumpe mit einem geeigneten Sensor? oder nur ein Alarm, wenn Wasser im Keller ist? Gibt es für sowas Sensoren?

Die Sache mit den Blitzen scheint regional sehr unterschiedlich zu sein. Habe viele Jahre Fehler/Störungen in technischen Anlagen gesucht und beseitigt. Ü-Spannungen sind hinterlistig! In einer Situation waren alle LAN Eingänge der angeschlossenen PC und des Switches kaputt, die WLAN Funktion der Rechner und der Rechner selbst funktionierten prima. Trotz 3 stufigem Ü-Schutz!

Habe schon Volltreffer gesehen, der ein halbes Dorf beeinträchtigt hat. Kabel verdampfen in der Wand, die TV Geräte fliegen durch den Raum, das Feuerwehrhaus der örtlichen FFW hat gebrannt, Luftkabel hingen in Tropfen vom Tragseil. Der Telekom Verteiler ist 20m aufs Feld geflogen, den mussten die erstmal suchen. Das sind Naturgewalten, die man schlecht beschreiben kann.

Volltreffer sind zum Glück selten. Wie beschrieben, die kleinen Ü-Spannungen sind das Gemeine. Die Schaltungen in Heizungen, BMS, Fritzboxen, TV Geräten, PC´s alles auf engstem Raum gelötete SMD Teilchen, sind extrem zickig was zu hohe Spannungen angeht. Darum bringe ich möglichst viel Luftstrecke dazwischen.

Im Jahr 2022 war das vielleicht 4 mal, vielleicht auch 5 von Nöten. Und ja, ich ziehe für die paar Minuten auch die ankommende Internetleitung raus.

Gruß

Andreas

Hallo @solarheini, sehe und erfahre ich zu 100% genau so!!! Mit den "älteren" Kollegen geht jede Menge Lebens- und Berufserfahrung und auch oft eine andere Art seinen Job zu erledigen.

Viele junge Kollegen wollen im Job entertaint werden, teilweise Problem- statt lösungsorientiert und eher multisensibel.... Egal, Schluss mit dem Jugend Bashing, die müssen noch unsere Rente erarbeiten.

Das Berufsbild des klassischen Elektrikers wird sich ändern/ergänzen, wie bei den KfZ-Leuten auch. Strom statt Öl, Pulsweitenmodulation statt Hydrostößel. In den von dir genannten Bereichen gibt es dieses übergreifende denken und handeln bereits.

Was mir fehlt ist der "I-Phone" Moment in dieser Branche. Wenn wir davon ausgehen, dass wegen der Energiepolitik, in welcher von Nachfrageorientiert auf Angebotsorientiert geschwenkt werden wird, Speicher und Speicherlösungen immer wichtiger werden, brauchen wir Standards! Wir brauchen Wechselrichter next-Level. Also für wirkliche Hausversorgungen ohne notwendigem Gebastel. Günstiger Speicher, 199€/KWh oder weniger wäre fein.

Standard Protokolle herstellerübergreifend, Standardschnittstellen: in der EU sind nur noch RJ45 mit dem Ethernetprotokoll erlaubt, Rest macht die Software, Eigenverbrauch mit uneingeschränkter Inselfähigkeit, Schwarzstartfähig. Ein solcher WR muss auch einen B16 LS auslösen können. Beim KfZ gehts doch auch, jede Karre hat Blinker, Sicherheitsgurte, Scheibenwischer usw...

So genug geschimpft.

Andreas

jo es langt auch eine in großer höhe gezündete a bombe dann ist in einigen hundert kilometern alles an mikroelektronik zerstört

ich hab ne gardena 9000 aquasensor, geht automatisch an wenn die eingestellte wasserhöhe erreicht wurde und wieder automatisch aus

das wäre ein schöner standard da würde die eu mal was sinvolles machen