Hallo liebe Community!
Ich möchte Euch hier mein Projekt bzw. genauer gesagt mein geplantes Projekt vorstellen. Vorstellen zum einen, gleichzeitig ist mir der Weg noch nicht ganz klar, den ich weiter gehen soll. Da habe ich Ideen, aber zu wenig Erfahrung was am Meisten Sinn macht.
Folgende Ausgangslage:
Ich, 33 aus dem Bezirk Murau in der Steiermark / Österreich bin derzeit mit dem Bau meines Eigenheimes beschäftigt. Soweit fertig, dass ich einziehen kann wird es wohl in 2-3 Monaten sein. Ich heize mit Wärmepumpe, habe bereits eine PV Anlage am Dach die schon seit Sommer fleißig Strom liefert. Die PV hat 11,25kWp, 25° Dachneigung, Süd Ausrichtung. Durch die Situation im letzten Jahr wurde der Wechselrichter ein KACO 15kWp.
Meine Elektroinstallation ist mit KNX gesteuert, selbst geplant, ausgeführt und an der Parametrierung arbeite ich unter anderem aktuell. Hintergedanken war dem neben diversen Komfortfunktionen aber vor allem das Energiethema mit möglichst intelligenter Steuerung. Laufen wird dann auch Home Assistant mit NodeRed für die ganzen Logiken und das Logging (InfluxDB & Grafana).
Kein Zusatzherd vorhanden, bin also zu komplett vom Strom abhängig.
Was ist jetzt der Plan?
Auf die Frage wünsch Dir was, wäre es 100% Autarkie und natürlich Reduktion der Fixkosten. Dann gibt es aber auch ein Budget für das Gesamtprojekt… Für mich stellt sich also die Grundsatzfrage, wie gehe ich am Besten vor um so nah wie möglich ans Ziel zu kommen.
Für PV Erweiterung habe ich viele Möglichkeiten, neben der freien Ost und West Dachflächen wäre die Fassade für mich denkbar und speziell für den Winterertrag im Moment die bevorzugte Variante. Deshalb bin in meiner Rechnung auch mit 4kWp an der Südfassade ins Rennen gegangen.
Für Autarkie brauche ich aber auch Speicher. Hier denke ich an ein Victron System mit 3x Multiplus 5000. Da könnte ich die Süd PV auch direkt dran hängen und auch eventuelle spätere Erweiterungen.
Akku wahrscheinlich eine Variante mit 14,4kWh, ob komplett DIY Chinazellen oder fertiges Rack ist jetzt mal Nebensache.
Meinen Stromverbrauch schätze ich auf 7500kWh (derzeit kein E-Auto vorhanden), das war die Basis für meine Berechnung. Beim Strompreis bin ich von 30 Cent für den Bezug und 15 Cent für die Einspeisung ausgegangen. Ja, ist etwas niedriger als derzeit aber entspricht ungefähr dem Preis den man lt. EEX für 2025 annehmen kann.
Die Angehängte Tabelle zeigt meine Berechnung. Strombezug, Eigenverbrauch und Einspeisung lt. dem wirklich gelungen PV Tool. Die grüne Zeile und die Einsparung beziehen sich auf den Ist zustand mit der bereits installieren PV Anlage. Die Investkosten habe ich mal ganz grob geschätzt.
Jetzt habe ich folgende Fragen:
- Habe ich das richtig verstanden? 4kWp DC Seitig am Victron = Schwarzstartfähig?
- Beim Akku wäre es der Lebensdauer zugutekommend wünschenswert, den SOC zwischen 20 und 80% zu halten. Durch diese Betrachtung komme ich auf die in der Tabelle angegebenen kWh Werte für den Akku. (14,4 x 0,6 = 8,6) Ist das so korrekt?
- Ist noch wo ein Denkfehler in meiner Berechnung?
- Was würdet Ihr sagen, wie am Besten vorgehen?
- Im ersten Schritt oder generell nur die PV vergrößern? (eventuell andere Größe?) Wenn ja, Wechselrichter auf Akku auslegen? (Victron oder …?)
- Im ersten Schritt nur Akku? Wenn nur Akku, mit Victron oder… ?
- Ideal gleich PV vergrößern + Akku?
- Wenn Akku, „ideale“ Größe?
Ich hoffe ich habe nichts vergessen und meine Gedanken halbwegs klar zusammenfassen können. Das Thema beschäftigt mich schon eine Weile und ich bin gespannt auf Eure Antworten.
Vielen Dank schon Mal,
patrick
